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Karlsruhe Corona-Virus in Karlsruhe: Zahlen, Daten, Fakten - alles was Sie jetzt wissen müssen

Veranstaltungen werden abgesagt, Händewaschen ist wichtiger denn je - das Coronavirus zieht in Deutschland immer größere Kreise. Auch in Karlsruhe steigt die Zahl der Infizierten weiter an. Alle Zahlen und aktuellen Informationen in der ka-news.de-Übersicht. Dieser Artikel wird stetig an aktuelle Ereignisse angepasst.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlicht regelmäßig eine Risikoeinschätzung zur weiteren Ausbreitung des Corona-Virus auf seiner Homepage.  Die Forschungseinrichtung ist federführend in der Informationsbereitstellung rund um den Erreger SARS-CoV-2.  

Aktuelle Risikoeinschätzung des Robert-Koch-Instituts

"Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an. Die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deeinlautschland wird derzeit insgesamt als hoch eingeschätzt, für Risikogruppen als sehr hoch. Diese Gefährdung variiert aber von Region zu Region. [...] 

Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe nimmt mit zunehmendem Alter und bestehenden Vorerkrankungen zu.
Die Belastung des Gesundheitswesens hängt maßgeblich von der regionalen Verbreitung der Infektion, den vorhandenen Kapazitäten und den eingeleiteten Gegenmaßnahmen  - Isolierung, Quarantäne, soziale Distanzierung - ab und kann örtlich sehr hoch sein."

Was unternimmt Deutschland, um die Folgen des Virus so gering wie möglich zu halten? Auch hierzu veröffentlicht das RKI regelmäßig das derzeitige Vorgehen und eine Handlungsempfehlung an Politik und Bevölkerung.

Aktuelle Strategie und Infektionsschutzmaßnahmen 

"Die massiven Anstrengungen auf allen Ebenen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) verfolgen weiterhin das Ziel, die Infektionen in Deutschland so früh wie möglich zu erkennen und die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern.

Sie sollten durch gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit ergänzt werden.

Dadurch soll die Zahl der gleichzeitig Erkrankten so gering wie möglich gehalten und Zeit gewonnen werden, um weitere Vorbereitungen zu treffen, wie Schutzmaßnahmen für besonders gefährdete Gruppen, Behandlungskapazitäten in Kliniken zu erhöhen, Belastungsspitzen im Gesundheitssystem zu vermeiden und die Entwicklung antiviraler Medikamente und von Impfstoffen zu ermöglichen."

Aktuelle Fallzahlen: Wie viele Personen sind infiziert?

Tag für Tag  werden neue Fälle bekannt. Hier finden Sie den aktuellen Stand der Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland, Baden-Württemberg sowie im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. ka-news.de aktualisiert die Daten täglich.

Während die bundesweiten Zahlen vom RKI stammen, stellt das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg die landesweiten Daten. Die Zahlen aus dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe stammen von der Corona-Website der Stadt Karlsruhe.

Wie viele der Infizierten sind wieder gesund, wie viele verstorben?

Im Stadt und Landkreis Karlsruhe sind laut Angaben der Stadt 299 der infizierten Personen wieder genesen. Die Zahl der Todesfälle im Stadt- und Landkreis liegt derzeit bei 19. Der erste Todesfall ereignete sich am 24. März: Eine ältere Frau verstarb im Städtischen Klinikum an den Folgen der Infektion.

Wo erhalte ich mehr Infos zur aktuellen Lage?

Ich habe keine Beschwerden, aber spezifische Fragen zu Corona in meinem Stadt- und Landkreis - wen kann ich anrufen?

  • Städtische Hotline 0721/133 33 33 montags bis samstags von 8 bis 16 Uhr
  • Kassenärztliche Vereinigung: 116 117 rund um die Uhr 
  • Landesgesundheitsamt: 0711/904 39 555 montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr
  • Psychosoziale Hotline: 0721/133 13 13 montags bis samstags von 9 bis 16 Uhr

Ich fühle mich krank, wie soll ich vorgehen?

  1. Verzichten Sie auf unnötige Praxisbesuche bei Ärzten und in Notfallpraxen.
  2. Setzen Sie sich mit ihrem behandelnden Arzt in Verbindung. Dieser entscheidet, ob es sich um einen begründeten Verdachtsfall handelt und ob ein Test notwendig ist.
  3. Minimieren Sie für 14 Tage Ihren Kontakt zu anderen Personen.
  4. Bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause.

Wie kann ich mich schützen?

  • Korrekte Husten- und Nies-Etikette: Wer Husten oder Niesen muss, sollte sich vor anderen Personen abwenden und Abstand halten. Anstelle die Hände vor das Gesicht zu halten, sollte ein Taschentuch oder die Armbeuge vorgehalten werden. 
  • Handhygiene: Berührt man mit den Händen das Gesicht, können Erreger über die Schleimhäute von Mund, Nase oder Augen in den Körper eindringen. Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg. Beim Händewaschen empfehlen die Experten, sich 20 bis 30 Sekunden für das Einreiben mit Seife Zeit zu lassen. Auch unter den Nägeln intensiv waschen - am besten kurz halten, sie sind ein Infektionsherd.
  • Im Krankheitsfall: Wer an einer Atemwegsinfektion erkrankt ist, sollte im öffentlichen Raum immer einen Abstand von ein bis zwei Metern zu anderen Personen halten. Wenn Sie in einem Risikogebiet waren und Symptome zeigen, melden Sie sich telefonisch bei Ihrem Hausarzt und dem örtlichen Gesundheitsamt. Notieren Sie Ihre Kontaktpersonen. Die Risikogebiete finden Sie unter auf der Webseite des Robert Koch Institutes.
  • Bei erkrankten Personen: Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen. Wer selbst an einer respiratorischen Infektion erkrankt ist, kann durch das Tragen eines Mundschutzes andere Personen vor einer Ansteckung schützen, teilt das Robert Koch Institut mit.
  • Bei gesunden Personen: Kein Tragen eines Mundschutzes. Gesunde Personen sollten auf Empfehlung der Experten des Robert-Koch-Institutes (RKI) auf einen Mundschutz verzichten. „Es gibt keine hinreichende Evidenz dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person signifikant verringert." Laut der WHO kann das Tragen eines Mundschutzes sogar ein Risiko sein: Es könne ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnahmen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können.

Von der Seife bis zum Abtrocknen - ka-news.de zeigt in der Video-Anleitung: So geht Händewaschen richtig!

Was unternimmt die Stadt Karlsruhe?

Die lokalen Ärzte und Krankenhäuser arbeiten eng zusammen, um die Bürger bestmöglich zu schützen. Um die Bürger bei Fragen und Bedenken mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, hat die Stadt eine Hotline eingerichtet. Unter 0721/133 33 33 ist die Stelle unter der Woche von 8 bis 18 Uhr besetzt. Über einen regelmäßigen Betrieb an den Wochenenden wird derzeit entschieden.

Oberbürgermeister Frank Mentrup warnt vor einer "kopflosen Panik".  Bei einer Pressekonferenz am Freitag, 6. März, heißt es: "Aus unseren bisherigen Erfahrungen kann man feststellen, dass alle Corona-Verläufe, die wir hatten, vergleichsweise harmlos waren."

Ab Freitag, 13. März, gibt es eine neue Info-Seite der Stadt Karlsruhe: Unter www.karlsruhe.de/corona gibt es Auskunft zu Verhalten im Alltag oder Krankheitsfall, Hygienehinweise, Auskunft zu Risikogebieten sowie weiterführende Links zu Gesundheitsamt, Kultusministerium, Auswärtigem Amt oder Robert-Koch-Institut mit gesicherten Informationen. Zudem finden Bürger aktuelle Interviews mit Oberbürgermeister Frank Mentrup und Landrat Christoph Schnaudigel sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ).

Bis zum 19. April hat die Stadt Karlsruhe alle Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen verboten. Im Freien sind Versammlungen von bis zu 50 Personen erlaubt. Die Wochenmärkte bleiben geöffnet. Kneipen, Clubs und Bars sind seit 13. März geschlossen - Restaurants müssen bestimmte Auflagen bezüglich des Abstands der Tische erfüllen.

Ab 19. März muss auch der Einzelhandel bis auf ausgewählte Ausnahmen schließen: Die Bundesregierung hat am Montagabend entsprechende Maßnahmen angekündigt, sie wurden vom Land Baden-Württemberg in einer entsprechenden Rechtsverordnung umgesetzt. Die Ausnahmen werden weiter unten im Text gelistet.

Ab Montag, 16. März, bleibt an allen Haltestellen in Karlsruhe, Bruchsal und Baden-Baden die erste Tür bei allen Bussen geschlossen.  Die erste Sitzreihe hinter dem Fahrer wird außerdem mit Flatterband abgesperrt. Fahrgäste können beim Fahrer keine Fahrkarten mehr kaufen. 

Ab Dienstag, 17. März, fahren allen Tramlinien in Karlsruhe sowie die S2 nach Sonntagsfahrplan. Die Busse fahren nach Ferienfahrplan.

Wann werden in Karlsruhe Schulen, Kindergärten oder Kitas geschlossen?

Ab Dienstag, 17. März, bleiben alle Schulen und Kitas im Land bis zu den Osterferien geschlossen. Das wurde von der Landesregierung entschieden. 

Die Abschlussprüfungen - unter anderem das für das am 2. April angesetzte Deutsch-Abitur - sind verschoben. Für berufstätige Eltern in systemrelevanten Berufen wie Polizei, Feuerwehr und Co. hat die Stadt eine Notfallbetreuung für Kita- und Schulkinder eingerichtet.

Die Abschlussprüfungen an Schulen in Baden-Württemberg wurden auf die Zeit nach dem 18. Mai verschoben. "Mit dem Terminplan wollen wir ermöglichen, dass die Schüler genügend Zeit für die Vorbereitung haben. Oberstes Ziel ist, dass alle faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen", sagt Kultusministerin Susanne Eisenmann. 

Welche Veranstaltungen sind abgesagt?

Nach Bayern und anderen Bundesländern hat am Mittwoch, 11. März, auch Baden-Württemberg Veranstaltungen mit über 1.000 Menschen wegen des Corona-Virus untersagt. Das betrifft sowohl Fußballspiele - bis zum 2. April ist der Spielbetrieb in beiden Ligen ausgesetzt - als auch Theatervorstellungen.

Die Stadt Karlsruhe hat am Freitag, 13. März, in einer Allgemeinverfügung die Durchführung von öffentlichen Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossenen Räumen verboten. Am 16. März wurde die Allgemeinverfügung angepasst: Auch private Veranstaltungen mit mehr als 50 Teilnehmern sind verboten. 

Warum werden diese drastischen Maßnahmen ergriffen?

Diese Maßnahmen sind wichtig, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen. Es ist wichtig, die Verbreitung des Corona-Virus jetzt einzudämmen - sollte das exponentielle Wachstum nicht gebremst werden können, ist ein Kollaps des Gesundheitssystems wie in Italien zu befürchten - dann werden die Todeszahlen rasant steigen. 

Alle Maßnahmen, die jetzt von Bund, Land und Kommunen unternommen werden, schaffen Zeit. "Sie sollen sicherstellen, dass unser Gesundheitssystem in der Zeit, in der wir uns mit dem Coronavirus auseinandersetzen müssen, nicht überlastet wird", so Bundeskanzlerin Angela Merkel. Am Montagabend wurden drastische Maßnahmen von der Bundesregierung beschlossen, sie werden von den Ländern umgesetzt.

Was ist verboten - was bleibt geschlossen?

Verboten sind Veranstaltungen und Versammlungen in geschlossen Räumen. Weiterhin sind Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern verboten - egal ob im Freien oder in geschlossenen Räumen. Dies betrifft auch private Veranstaltungen wie Hochzeiten. 

Seit Samstag, 21. März, sind auch Gottesdienste und andere religiöse Zusammenkünfte verboten.

In der Öffentlichkeit muss ein Sicherheitsabstand zwischen Personen von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden. Rausgehen ist noch erlaubt, allerdings maximal zu zweit - Ausnahmen bilden Familien.

Geschlossen bleiben folgende Institutionen und Geschäfte:

  • Beherbergungsbetriebe, Ferienwohnungen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze (eine Beherbergung darf ausnahmsweise zu geschäftlichen, dienstlichen oder in besonderen Härtefällen auch zu privaten Zwecken erfolgen)
  • Blumenläden
  • Buchhandel
  • öffentliche Bibliotheken
  • Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen
  • Copyshops
  • Einzelhandelsgeschäfte, sofern nicht ausdrücklich gestattet
  • Fahrradläden (erlaubt bleiben Fahrradwerkstätten)
  • Fahrschulen (erlaubt bleiben Fahrschulen für Lkw)
  • Fotostudios
  • Freizeit- und Tierparks (Zoologischer Stadtgarten Karlsruhe) sowie Anbieter von Freizeitaktivitäten
  • Frisöre
  • Gaststätten und ähnliche Einrichtungen wie Cafés, Cafés in Bäckereien, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen (sofern sie kein Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung anbieten )
  • An Restaurants angeschlossene Biergärten ohne Mindestabstand der Steh- und Sitzplätze von 1,5 Metern und kein möglicher Nachweis der Infektionskette nicht für mindestens einen Monat
  • Hotels
  • Jugendhäuser
  • Kinos
  • Kfz-Handel
  • Kosmetikstudios
  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater
  • Massagestudios
  • Messen, Ausstellungen, Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen
  • Nagelstudios
  • Outlet-Center
  • Piercingstudios
  • Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  • Schauspielhäuser, Freilichttheater
  • Schreibwarenhandel
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen
  • Sonnenstudios
  • Spielwarenhandel
  • Spiel- und Bolzplätze
  • Sportanlagen und Sportstätten (öffentliche und private), insbesondere Fitnessstudios, und ähnliche Einrichtungen
  • Studios für kosmetische Fußpflege
  • Teeläden
  • Tattoostudios
  • Tourismushotels
  • Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  • Wein- und Spirituosenhandlungen
  • Karlsruher Schlossgarten
  • Botanischer Garten
  • Turmbergterrasse

Untersagt sind weiterhin:

  • Zusammenkünfte in Vereinen sowie anderen Sport- und Freizeiteinrichtungen
  • Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentlichen Bildungseinrichtungen im privaten und öffentlichen Bereich
  • Reisebus-Reisen
  • Gottesdienste und Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und anderer Glaubensgemeinschaften
  • Hotels dürfen nur noch "zu notwendigen Zwecken" Übernachtungsgäste annehmen, der Tourismus ist eingestellt

Die lokalen Krankenhäuser haben Besuche verboten. Ab Mittwoch, 18. März, sind auch Besuche bei anderen Pflegeeinrichtungen nicht erlaubt: Einrichtungen für Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf oder mit Behinderungen einschließlich Kurzzeitpflege dürfen grundsätzlich nicht mehr zu Besuchszwecken betreten werden.

Paket- und Poststellen müssen schließen, sofern sie an andere Geschäfte angegliedert sind und durch anderweitige Verkäufe den größten Teil des Umsatzes erzielen.

Was ist geöffnet und erlaubt?

Bund und Länder haben sich am 22. März gegen eine Ausgangssperre entschieden. In allen Bundesländern wurden allerdings Ausgangsbeschränkungen erlassen - sofern sie nicht bereits erfolgt waren, wie beispielsweise in Badnen-Württemberg. 

Aufenthalt in der Öffentlichkeit zu notwendigen Zwecken: Etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen, um Lebensmittel einzukaufen "aber auch für Sport und Bewegung an der frischen Luft, sofern man das allein macht. In der Öffentlichkeit muss nun ein Mindestabstand von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden.

Dieser Aufenthalt darf in Gruppen von maximal zwei Personen stattfinden. Eine Ausnahme gilt weiterhin für Familien und für häusliche Gemeinschaften. Auch für Politik und systemkritische Betriebe gibt es Ausnahmeregelungen. 

Gruppenveranstaltungen sind verboten - unabhängig davon, ob sie in privaten oder öffentlichen Räumen stattfinden

Restaurants wenn Tisch- und Stehplätze mit einem Mindestabstand von 1,5 Metern versehen sind und die Infektionskette einen Monat lang nachgewiesen werden könnte. Restaurants dürfen nur von 6-18 Uhr öffnen.

Im Einzelhandel bleiben weiterhin geöffnet:

  • Abhol- und Lieferdienste einschließlich solche des Online-Handels 
  • Apotheken 
  • Augenoptiker 
  • Ausgabestellen der Tafel 
  • Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten 
  • Autovermietung, Car-Sharing 
  • Bäckereien 
  • Banken und Sparkassen 
  • Baumärkte 
  • Baustoffstandorte 
  • Beherbergungsbetriebe, Ferienwohnungen, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze (ausschließlich zu geschäftlichen, dienstlichen oder in besonderen Härtefällen auch zu privaten Zwecken)
  • Bestatter 
  • Brennstoffhandel 
  • Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger 
  • Drogerien 
  • Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke 
  • Ersatzteilverkauf in Werkstätten, Autoteile- und Zubehörverkauf 
  • Fahrradwerkstätten 
  • Fahrschulen für Lkw 
  • Freie Berufe 
  • Gärtnereien 
  • Gartenbaubedarf 
  • Getränkemärkte 
  • Großhandel 
  • Hofläden 
  • Hörgeräteakustiker 
  • Kaminkehrer 
  • Kfz-Werkstätten 
  • Kioske 
  • Landhandel mit Dünger, Pflanzenschutz, Saatgut, landwirtschaftlichen Maschinen, Ersatzteilen usw. 
  • Landmaschinenreparatur, Landmaschinenersatzteile Lebensmitteleinzelhandel 
  • medizinische Fußpflege (stationär und mobil, Studios für kosmetische Fußpflege müssen dagegen schließen), 
  • Metzgereien 
  • Mischbetriebe des Handwerks, die daneben auch verkaufen 
  • Optiker 
  • Personal Trainer, Ernährungsberater und ähnliche Dienstleister in Einzelberatung 
  • Poststellen, Postagenturen und Paketstationen 
  • Raiffeisenmärkte 
  • Reisebüros 
  • Sanitätshäuser 
  • Schuh- und Schlüsselreparatur 
  • Servicestellen von Telekommunikationsunternehmen 
  • Spezialisierte Baustoffhändler für Farben, Bodenflächen usw. 
  • Stördienste aller Art, insbesondere Schlüsseldienste 
  • Tankstellen 
  • Textilreinigung 
  • Tierbedarf 
  • Verkauf von Jägereibedarf 
  • Verkehrsdienstleistungen aller Art, einschließlich Taxi 
  • Warenlieferung und Montage 
  • Waschsalons 
  • Werkstätten 
  • Wochenmärkte 
  • Zeitungen und Zeitschriften

Die Geschäfte haben dafür zu sorgen,dass die erforderlichen Hygienestandards, die Steuerung des Zutritts und das Vermeiden von Warteschlangen sichergestellt ist. Sie dürfen auch an Sonn- und Feiertagen öffnen.

Was erwartet mich, wenn ich mich nicht an die Corona-Verordnung halte?

Das Land Baden-Württemberg hat am Sonntag, 29. März, einen Bußgeldkatalog erlassen. Wer sich beispielsweise mit mehr als zwei Personen, die nicht zur Familie gehören, auf Straßen und Plätzen aufhält, dem droht seitdem jeweils ein Bußgeld zwischen 100 und 1.000 Euro.

Dateiname : Bußgeldkatalog Corona 2020
Dateigröße : 16.98 KBytes.
Datum : 30.03.2020 09:42
Download : Download Now!

Wer einen wegen Corona geschlossenen Friseursalon, eine Bar oder einen Club trotzdem weiter betreibt, muss mit Strafen zwischen 2.500 und 5.000 Euro rechnen. Den Bußgeldkatalog noch einmal einfach erklärt gibt es hier.

Ich bin Unternehmer, wo kann ich mich informieren?

Die Bundesregierung hat am 13. März ein weitreichendes Maßnahmenpaket beschlossen, um Arbeitsplätze zu schützen und Unternehmen zu unterstützen. Firmen und Betriebe werden mit ausreichend Liquidität ausgestattet, damit sie gut durch die Krise kommen. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau von Baden-Württemberg hat Informationen auf seiner Webseite bereit gestellt: https://wm.baden-wuerttemberg.de/

Folgende Hotlines helfen bei Fragen rund um die Sofortmaßnahmen:

  • Wirtschaftsförderung Karlsruhe: 0721/133 73 00 (montags bis freitags von 8.30 bis 15.30 Uhr)
  • IHK-Hotline 0721/174 111 zu Fragen zum Soforthilfeprogramm des Landes (Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sowie Samstag von 8 bis 14 Uhr)
  • IHK-Hotline 0721/174 200 zu Fragen rund um die Corona-Krise
  • HWK-Hotline 0721/1600 333 Hotline für Fragen zum Soforthilfe-Programm des Landes 
  • Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg: 0800/40 200 88 - Montag bis Freitag, 9 bis 18 Uhr

Arbeitsrechtliche Auswirkungen finden Sie unter https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html

Eine Übersicht über Kontaktstellen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gibt es auf der städtischen Seite unter https://corona.karlsruhe.de/aktuell/coronavirus-informationen-fuer-unternehmen-arbeitnehmerinnen-und-arbeitnehmer

Ich bin Künstler, wo bekomme ich Unterstützung?

Wie geht's weiter?

Die Landesverordnung legt die Zeiträume fest: Bis zum 19. April bleiben die genannten Einrichtungen geschlossen. Die Ausgangsbeschränkungen können bis zum 15. Juni aufrecht erhalten, aber auch jederzeit zu einem Stichtag durch die Landesregierung beendet werden. Beim Kultusministerium bezweifelt man derzeit, dass nach den Osterferien wieder ein geregelter Schulbetrieb aufgenommen werden kann.

Diskutiert wird in der Politik über eine freiwilligeDaten-Sammel-App - eine "Stopp-Corona-App". Eine Mundschutzpflicht wird derzeit - auch aufgrund der knappen Schutzmasken - von Behörden ausgeschlossen. Sie empfehlen jedoch das Tragen eines selbstgenähten Spuckschutzes, zum Beispiel beim Einkaufen. Er kann andere Menschen schützen, sollte man selbst erkrankt sein und (noch) keine Symptome spüren.

Dieser Artikel wird stetig aktualisiert.

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  •   Smartraver
    (7577 Beiträge)

    15.03.2020 23:14 Uhr
    Aktualisierung erfolgt keine?
    5800 in D und nicht 2369. Dann werden die anderen Zahlen auch für die Katz sein. So sorgt man für Unmut.
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  •   yokohama
    (3408 Beiträge)

    21.03.2020 01:29 Uhr
    Fünf Tage später 20.000
    Ich hoffe, dass die Maßnahmen greifen, sonst geht's so weiter. Habe noch nie so etwas erlebt.
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  •   Icy
    (158 Beiträge)

    14.03.2020 20:57 Uhr
    Frankreich schließt jetzt auch die Restaurants
    Coronavirus : tous les restaurants, bars, cinémas, cafés, discothèques et commerces (hors alimentaire, pharmacie, stations services, banques et tabacs) fermés jusqu’à nouvel ordre à partir de ce soir minuit. (Déclaration du Premier Ministre Édouard Philippe)
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  •   SunCityKA
    (31 Beiträge)

    14.03.2020 17:33 Uhr
    Herzlichen Dank
    für die Zusammenstellung dieser Informationen. Danke auch an alle Ärzte, Krankenschwester und Pfleger und alle betroffenen im öffentlichen Dienst, die eine tolle Arbeit leisten. Es kommt jetzt auch auf alle Bürger an. Besser machen kann man sicherlich vieles, hinterher ist man immer klüger (außer ein bestimmter Forumteilnehmer, der ein spezielles Problem mit der Kanzlerin hat u. schon jetzt gerne die Regierungsgeschäfte übernehmen und uns von allen Geißeln der Menschheit befreien könnte zwinkern Wir sind in einer Situation ohne Beispiel und außerdem weder in einer faschistischen noch sozialistischen Diktatur, wo man mal eben schnell alle Regeln außer Kraft setzen kann. Die jetzt getroffenen Maßnahmen sind schon strikt u. wohl nicht das Ende u. der Situation geschuldet. Vielleicht kann man auch mal ein bisschen Anerkennung zollen, für alle die aktuell in Verantwortung sind und das bis jetzt mit großem Einsatz machen. Uns allen Gemeinsinn, Einsicht in neue "Regeln" und vor allem Gesundheit.
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  •   jojo
    (690 Beiträge)

    15.03.2020 11:46 Uhr
    Richtig!
    Ganz meine Meinung 👍
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  •   Route66
    (2298 Beiträge)

    14.03.2020 19:16 Uhr
    ...
    👍👏👏
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  •   Iglaubsnet
    (609 Beiträge)

    14.03.2020 18:58 Uhr
    Jetzt haben
    wir aber geschleimt! Richtig gebuckelt vor der Obrigkeit, die herausragende Eigenschaft der Obrigkeitsgläubigen.
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  •   Smartraver
    (7577 Beiträge)

    14.03.2020 09:15 Uhr
    Wird nicht aktualisiert?
    Ich finde man sollte im 12-Std-Takt die Zahlen aktualisieren. Allein am Wert in D fehlen weit über 1000. Alles andere würde nur Unruhe und Verschwörungstheorien schüren wenn verschiedene Zahlen kursieren. Man will ja vorsichtig sein und dazu benötigt es Informationen. Vor allem wenn die Maßnahmen immer drastischer werden.
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  •   Gevatter
    (120 Beiträge)

    13.03.2020 10:27 Uhr
    Panik erzeugt man, wenn
    man versucht die Leute für dumm zu verkaufen. Da ich familiär mit China verbunden bin, habe ich von Anfang an mich intensiv mit diesem Thema befasst. Am Anfang kamen vom RKI auch die selben Beschwichtigungen wie der Grippe und Erkältungsvergleich. Wer Berichte abseits vom CCTV in China anschaute, wusste, da ist wesentlich mehr im Busch. Dann die Aussage, das dass Virus im Frühjahr verschwindet, auch eine Fehleinschätzung. Und jetzt wird mit dem Höhepunkt im Juni bis August gerechnet. Auch mit den Angaben der Todesfälle in Deutschland kann irgendetwas nicht stimmen, wenn man die Zahlen z.B. in Italien, Spanien, Frankreich und den USA sieht. Und nun dieses föderale Rumgeeiere von den Länderfürsten. Deswegen in diesem Fall Zentral nicht föderal Entscheiden, und zwar konsequent. Dies schafft Vertrauen und verhindert Panik. Leider gehen wir mit der Kleinstaaterei den falschen Weg.
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  •   Iglaubsnet
    (609 Beiträge)

    13.03.2020 09:16 Uhr
    Nun endlich fällts der Merkel ein
    "Wo immer möglich sollten die Menschen auf Sozialkontakte verzichten, sagte die CDU-Politikerin am Donnerstagabend nach Beratungen der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder in Berlin."
    Das hätte schon vor 4 Wochen kommen müssen
    Aber man musste erst mal abwarten, mit was man gut ankommt!
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