Januar

2015 feierte Karlsruhe seinen 300. Stadtgeburtstag. Der Plan: zum Jubiläum wollte es die die Stadt 15 Wochen richtig knallen lassen. Gerne hätte man auch mit einer offiziellen Sonderbriefmarke zum Stadtgeburtstag geglänzt, die Stadt hatte sich um eine solche Marke bemüht. Aber daraus wurde nichts: Im Finanzministerium bekamt der Vorschlag der Fächerstadt keine Mehrheit.

Februar

Die Nachfrage nach den Karten für den Festivalsommer ist groß: Bei der ersten Verkaufswelle werden bis Ende Feburar 15.500 Karten verkauft. Damit war das Kartenkontingent zu 63 Prozent ausgeschöpft. Insgesamt wurden für die Eröffnung 40.000 Tickets ausgegeben.

März

Ein erstes, vorzeitiges Geschenk für Karlsruhe: Um schnell von A nach B und klimafair durch die City zu kommen, standen dem Stadtgeburtstags-Team ab März vier nagelneue E-Roller zur Verfügung - spendiert vom Haupt-Sponsor EnBW. Die Roller wurden dabei extra für KA300 angefertigt. Ende März wurde zudem der Stadtgeburtstags-Pavillon beim Richtfest offiziell eingeweiht.

April

Huch, was macht denn der Schriftzug auf dem Turmberg? Seit April thronte ein Durlach-Schild in Hollywood-Manier auf dem Turmberg. Die Hollywood-Lettern waren ein Stadtteilprojekt der "Mutter Karlsruhes" für den bevorstehenden 300. Stadtgeburtstag.

Karlsruhes Stadtteil Daxlanden wollte den Weltrekord: Mit dem größten Papierboot der Welt plante der Kanukreis Karlsruhe pünktlich zum 300. Geburtstag der Fächerstadt ins "Guinness Buch der Rekorde" zu kommen. Rund 35 Personen falteten am Weltrekord.

 

 

Eher unfreiwillig bekam der KA300-Pavillon Aufmerksamkeit: Ist das Gebilde etwa ein Fall von Steuerverschwendung? Zu Beginn des Monats nahm Kult-Comedian Mario Barth den Pavillon in seiner Sendung "Mario Barth deckt auf" auf die Schippe.

Mai

40.000 Karten gab es für die KA300-Eröffnungsshow. Im Mai waren diese Karten dann restlos ausverkauft. Drei Tage nach dem Verkaufsstart der zweiten Welle war das Online-Kontingent vollkommen ausverkauft, weder online noch im KA300-Laden gab es noch Karten.

Juni

Nach langen Vorbereitungen war es am 20. Juni dann soweit: "Ich freue mich sehr, heute Gratulant sein zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch, Karlsruhe", sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Eröffnungsshow des 300. Stadtgeburtstags.Mit einer farbenfrohen Show begannen am Samstagabend die etwa 15 Wochen dauernden Feierlichkeiten. Rund 40.000 Karlsruher versammelten sich rund um das Schloss.

Juli

Wer macht das coolste Selbstportrait? Zum 300. Karlsruher Stadtgeburtstag suchte die Karlsruhe Tourismus GmbH (KTG) das originellste Selbstportrait und lud zum Selfie-Gewinnspiel im "Karlsruher Traumplatz" ein. Die Location: Die Bronzeplastik des Pop-Art-Künstlers Stefan Strumbel im Schlossgarten Karlsruhe. Im Juli wurde aber nicht nur geknipst, sondern auch debattiert: Integrationsministerin Öney, IHK-Chef Grenke, die Autorin Mehrnousch Zaeri-Esfahani und Angelika von Loeper vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg diskutierten mit Bürgern über die "Stadt der Flüchtlinge - Stadt der Neugründer".

Etwa sechs Wochen nach Eröffnung war am 28. Juli dann auch schon Halbzeit bei der großen Geburtstagsfeier: Zur Halbzeitzogen die Verantwortlichen ein durchaus positives Fazit. 550.000 Besucher habe man bislang gezählt- ein Ergebnis, das KA300-Projektgeschäftsführer Martin Wacker positiv stimmte. 

August

Im August war der Stadtgeburtstag in vollem Gange. Wer es sportlich mochte, konnte auch im August etwas für die schlanke Linie tun. Von Juni bis September fand jeden Tag zwischen 7 und 9 Uhr am ka300-Pavillon der so genannte Frühsport statt. Wer es lieber kulturell mochte, konnte ab August bei Karlsruher Museumsnacht "Kamuna"den Stadtgeburtstag mitfeiern.

Ein eher ungewöhnliches Geschenk gab erhielt Karlsruhe vom Inselstaat Taiwan: Ein Kettensägen-Künstler zeigte im Pavillon sein können. Ende August wurde der Pavillon im Schlossgarten beim KA300 - Flohmarktein Anlaufpunkt für Trödler und Schnäppchenjäger.

September

Noch ein letztes Mal vor dem Abbau durfte der Pavillon Ende September im Schlossgarten im Zentrum des öffentlichen Interesses stehen: Die Veranstalter des Stadtgeburtstags luden am Montag zur großen Abschlusspressekonferenz, um eine Bilanz des 100-tägigen Festivalsommers zu ziehen - fast 600 Veranstaltungen, die über eine Million Besucher anlockten. Für Geschichtsfans gab es bei der Geburtstagsfeier die Ausstellung "Von Tradition und Innovation. Siemens in Karlsruhe."

"Da ist schon eine Wehmut, jetzt, wo der Festivalsommer vorbei ist", gab Oberbürgermeister Frank Mentrup zu. "Wir haben der Welt gezeigt, dass wir weit mehr sind als nur eine Beamtenstadt. Wir haben gezeigt, was in Karlsruhe geht - so viel Kreativität und Innovation", resümierte er nach 100 Tagen Veranstaltungsmarathon.

Oktober

Nach der großen Geburstags-Sause zog auch der eigens für das Jubiläum eingerichtete KA300-Laden eine Bilanz. Mehr als 20.000 Besucher hätten im Laden vorbei geschaut, so das Stadtmarketing auf Nachfrage von ka-news. Unsere Erwartungen wurden hier mehr als erfüllt, denn diese Kommunikationsplattform hat ein Gros dazu beigetragen, den Stadtgeburtstag sichtbar zu machen und bei der Bevölkerung ein Wir-Gefühl zu erzeugen", so der KA300-Pressesprecher Oliver Langewitz. Mitte Oktober hieß es dann: Wir haben geschlossen!

November

Bye-bye Hollywoodflair: Ende November musste der Durlach-Schriftzug auf dem Turmberg wieder wieder weichen. Das Stadtteilprojekt zum 300. Karlsruher Stadtgeburtstag wurde nach dem Abbau eingelagert. Bevor der Schriftzug Ende verschwand, durften sich alle Abschiednehmer auf ihm verewigen. Im September hatte der Durlacher Ortschaftsrat beschlossen, den Schriftzug nicht dauerhaft zu erhalten

Abschied nehmen hieß es auch vom Pavillon im Schlossgarten: Sechs Wochen nach Ende des Festivalsommers wurde der KA300-Pavillon, seines Zeichens Herzstück des Karlsruher Stadtgeburtstags, wieder abgebaut. Aus einem Drittel des Holzes sollen nun Sitzbänke hergestellt werden, so der Plan. Die fertigen Bänke wurden dann mit einer Plakette versehen und in den darauf folgenden Wochen in der ganzen Stadt aufgestellt. Ein Wiederaufbau des Pavillons an anderer Stelle lohnte sich nicht. Auf- und Abbau hätte rund 900.000 Euro gekostet.

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Dezember

Ist der Karlsruher Stadtgeburtstag ein für alle Mal vorbei? Im Dezember folgte die Nachricht, dass die Fächerstadt sich ein Stück ihres Jubiläums erhalten will. Die Menschen in Stadt und Region können sich auch 2016 auf eine Neuauflage der Schlosslichtspiele als spektakulärem Kernstück des Festivalsommers Karlsruhe freuen.

Der Hauptausschuss gab in nichtöffentlicher Sitzung grünes Licht für die Bündelung erfolgreicher Formate aus dem Jubiläumsjahr, wie der Illumination der Schlossfassade oder das SWR-Wochenende mit Comedy, Jazz und Schlager, und etablierter Veranstaltungen, wie Das Fest, KAMUNA und Zeltival, unter der Dachmarke "Festivalsommer Karlsruhe" gegeben.

Alle Berichte zum Karlsruher Stadtgeburtstag finden Sie hier.
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