"Ich freue mich sehr, heute Gratulant sein zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch, Karlsruhe", sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Eröffnungsshow des 300. Stadtgeburtstags am Samstagabend. Karlsruhe habe "einiges zu bieten", betonte Kretschmann, der mit seinem gesamten Kabinett anreiste.

"Karlsruhes hat Revolutionäres zu bieten"

Der Ministerpräsident skizzierte die Geschichte Badens, in der von der Fächerstadt aus immer wieder Neues hervorgebracht worden sei. Beispielhaft nannte Kretschmann die Abschaffung der Leibeigenschaft, den Bau des Ständehauses oder die Badische Verfassung. Aus der jüngeren Vergangenheit erwähnte er die Fusion von Universität und Forschungszentrum zum heutigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT): "Karlsruhes hat vieles Revolutionäres zu bieten. Von dieser Stadt aus wurde und wird viel verändert, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung hat", so der Ministerpräsident.

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Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup blickte bei seiner Rede zunächst in die Vergangenheit. Er erinnerte daran, dass die 100. und 200. Geburtstage der Fächerstadt in schwierigen Zeiten stattfinden mussten: "Insofern sind wir heute besonders glückliche Karlsruher", sagte Mentrup vor den offiziell rund 40.000 Besuchern vor dem Schloss.

Karlsruhe sei aus seiner Sicht "an drei Punkten besonders reich", erläuterte Mentrup: Zum einen sei die geografische Lage besonders: "Das Klima, die tolle Landschaft und die Nähe zur Pfalz, dem Schwarzwald und Frankreich machen Karlsruhe zu einer ideal gelegenen Stadt", erklärte der Oberbürgermeister.

"Karlsruher leben Freiräume, Offenheit und Liberalität"

Der zweite Punkt seien die Karlsruher selbst, so Mentrup: "Die Menschen sind hier seit jeher nicht zusammen gekommen, um sich abzugrenzen. Sie sind von Anfang an zusammen gekommen, um Freiräume, Offenheit und Liberalität zu leben", sagte das Stadtoberhaupt.

Daran knüpft auch Mentrups dritter Punkt an: Bereitschaft zur Offenheit und Internationalität. Mentrup umriss die vielen verschiedenen Gesellschaftsgruppen in Karlsruhe. Ein besonderes Augenmerk richtete er dabei auch auf die Flüchtlinge, die in der Fächerstadt leben.

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Die Eröfffnungsshow startete anschließend mit einem Rückblick auf die Stadtgründung 1715. Musikalisch wurde das "Streitgespräch"  über die Sinnhaftigkeit der Idee, Karlsruhe zu gründen, zwischen Stadtgründer Karl Wilhelm und seiner Frau, Magdalena Wilhelmine von Württemberg, inszeniert.

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Die Show zeigte die verschiedenen Epochen der Stadt auf und skizzierte Karlsruhe als "Stadt des Rechts". Im Fokus standen dabei unter anderem starke Frauen, die in Karlsruhe lebten und wirkten. Optisches Highlight war die Lichterprojektion entlang der Schlossfassade. Über etwa 180 Meter wurde die von Musik, Akrobatik und Tanz geprägte Bühnenshow mit farbenfrohen Projektionen kombiniert.

ka-news-Hintergrund:

2015 feiert Karlsruhe seinen 300. Geburtstag. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über etwa 15 Wochen - sie dauern vom 20. Juni bis zum 27. September. In diesem Zeitraum finden mehr als 500 Veranstaltungen statt. Mittelpunkt der Veranstaltungen ist der eigens für den Stadtgeburtstag errichtete Holzpavillon im Karlsruher Schlossgarten. Insgesamt erwarten die Verantwortlichen 800.000 bis eine Million Besucher. Der Stadtgeburtstag kostet knapp 15 Millionen Euro.

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Mehr Informationen und das komplette Programm  rund um den Stadtgeburtstag gibt es auf der KA300-Webseite. Klicken Sie hier, um direkt dorthin zu gelangen. Zudem werden Fragen montags bis freitags von acht bis 18 Uhr telefonisch unter 0721 / 133 - 2015 sowie am Info-Center neben dem Pavillon im Schlossgarten und im KA300-Laden in der Kaiserstraße beantwortet.

Die Fächerstadt feiert ihren 300. Geburtstag - und ka-news feiert mit. Informationen, Hintergründe, Bilder und vieles mehr finden Sie in unserem Dossier. Klicken Sie hier, um direkt zum Dossier zu gelangen!

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