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Karlsruhe: Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe: Diese 15 Orte sollte jeder mal besucht haben

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Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe: Diese 15 Orte sollte jeder mal besucht haben

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    Das Karlsruher Schloss.
    Das Karlsruher Schloss. Foto: Carmele|TMC Fotografie

    Zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg, beeindruckendes Meisterwerk in Stadtplanung und Kronjuwel der Technologieregion - alles kann man über Karlsruhe sagen, außer, dass es eintönig ist. Kein Wunder - in ihrer über 300-jährigen Geschichte hat die Hauptstadt Badens einige bahnbrechende Erfindungen hervorgebracht: Das Fahrrad hat hier mit Freiherr Karl von Drais seinen Ursprung und der Erfinder des Automobils, Carl Benz, stammt aus Mühlburg.

    Und um auch das dritte Fortbewegungsmittel nicht zu vergessen: Das Karlsruher Straßenbahnmodell wurde unter "Straßenbahnpapst" Dieter Ludwig weit über die Grenzen der Fächerstadt hinaus bekannt. Neben den berühmten Entdeckungen dürfen allerdings auch die Karlsruher Wahrzeichen nicht vergessen werden: Fächerstrahlen, Pyramide und Wildparkstadion - um nur ein paar zu nennen.

    Mit einem bebilderten Stadtrundgang möchte ich Ihnen zumindest meine Highlights der Stadt präsentieren. Dieser Artikel führt Sie fast durch die komplette Stadt und zeigt viele der Karlsruher Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Besuch in der Fächerstadt wenigstens einmal mitgenommen haben sollte.

    1. Das Karlsruher Schloss

    Unser kleiner Stadtrundgang beginnt und endet - wie sollte es anders sein - am Karlsruher Schloss. Errichtet von Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach ist dieses Barockschloss aus dem Jahr 1715 das Zentrum Karlsruhes. Heute beherbergt der imposante Bau das Badische Landesmuseum. Im Süden erstreckt sich die zentrale Innenstadt, arrangiert im Fächerdesign - so konnte der Markgraf die gesamte Stadt quasi von seinem Balkon aus überblicken - und jeder Karlsruher konnte jederzeit das Schloss erspähen.

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    Foto: rmv

    Diese außergewöhnliche Architektur der Stadt gibt es so als Kopie noch ein zweites Mal auf der Welt: In der US-Hauptstadt Washington D.C.Besonders schön: Im Sommer auf den Grasflächen des Schlossvorplatzes auf einer Picknickdecke verweilen oder im Winter zwischen den Bäumen auf Schlittschuhen der Eiszeit-Bahn herumkurven.

    2. Das Wildparkstadion

    Nur einige Gehminuten nordöstlich vom Schloss entfernt befindet sich das Wildparkstadion, die Heimat des Karlsruher SC, am Rande des Hardtwaldes. Hier kicken die Blau-Weißen schon seit Generationen - und beim Derby geht es hier mit Karacho zur Sache. Ansonsten wird der Komplex von der Universität für die Sportstudiengänge benutzt. Seit 2018 verändert das Stadion sein gesamtes Gesicht:Es wird aufwändig umgebaut und soll bis Anfang 2022 fertig sein.

    Übersicht über das Gelände des Wildparkstadion mit der neuen Y- Betonkonstruktion an der Gegengeraden.
    Übersicht über das Gelände des Wildparkstadion mit der neuen Y- Betonkonstruktion an der Gegengeraden. Foto: Carmele|TMC Fotografie

    3. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

    Unsere Reise führt uns vom Stadion direkt weiter in den Osten Karlsruhes - auf den Campus Süd des KIT. Das Karlsruher Institut für Technologie besteht aus elf Fakultäten, die 43 verschiedene Studiengänge anbieten. Nicht nur Studenten und Professoren sind hier zu finden - auch ist das KIT eines der größten Forschungszentren in der Umgebung. Hier werden zum Beispiel autonomes Fahren und biologischer Autokraftstoff erforscht.

    KIT Campus Süd
    KIT Campus Süd Foto: Peter Eich

    4. Der Durlacher Turmberg

    Weiter geht es mit der Straßenbahn ganz in den Osten der Karlsruher Stadtteile - und damit auch gleich in einen der ältesten: Durlach besteht schon seit dem Mittelalter und damit länger als Karlsruhe selbst. Hier findet man auch den Durlacher Turmberg. Auf dem Karlsruher Hausberg befindet sich der namensgebende Turm, der einmal Teil einer Burganlage war.

    Die Terrasse auf dem Turmberg.
    Die Terrasse auf dem Turmberg. Foto: Carmele/TMC-Fotografie

    Nur keine falsche Scheu: Hier kann hinaufgeklettert oder mit der Turmbergbahn - die seit 1888 zwischen Berg und Tal pendelt - hinaufgefahren werden. Oben angekommen werden Sie mit einem fantastischen Blick über die Umgebung belohnt.

    5. Der Citypark Südost

    Auf dem Rückweg in die Innenstadt ist der Citypark einen Besuch wert - dieses Neubaugebiet punktet mit einer weitläufigen Grünfläche und modernem Ambiente. Hier befinden sich auch Eisdielen und ein Spielplatz. Kurios: In dem dort befindlichen See haben sich Goldfische angesiedelt, die von ehemaligen Besitzern im See "entsorgt" wurden. Entdeckt sie jemand?

    Blick aus dem Osten auf den neuen Citypark in Richtung Innenstadt - im Vordergrund: der Garten der Religionen.
    Blick aus dem Osten auf den neuen Citypark in Richtung Innenstadt - im Vordergrund: der Garten der Religionen. Foto: Peter Eich

    6. Der Tivoliplatz

    Weiter südlich befindet sich der Tivoliplatz - ein beschaulicher kleiner Park, der zum Lokalpatriorismus für die Südstadt aufruft. In der Mitte des Platzes befindet sich die Skulptur "Drei Pfeile für die Südstadt" - ein Symbol für die Vernarrtheit der Südstädter in die Kultur der indigenen Völker Nordamerikas.

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    Foto: Thomas Riedel

    7. Der Karlsruher Hauptbahnhof

    Noch weiter südlich trifft man auf den Karlsruher Hauptbahnhof, der die Stadt zwischen "innerem Karlsruhe" und den Vorortstadtteilen spaltet. Von diesem Durchgangsbahnhof aus fahren täglich hunderte Züge und tausende Passagiere nach ganz Europa - sogar direkt nach Paris geht es mit dem TGV, der mehrmals täglich im 1913 fertiggestellten Jugendstilbahnhof hält.

    Hauptbahnhof Karlsruhe bei Nacht.
    Hauptbahnhof Karlsruhe bei Nacht. Foto: Tim Carmele

    Da der Hauptbahnhof für Zugreisende das erste ist, das sie von Karlsruhe zu Gesicht bekommen, wird das Gelände - vor allem das "Filetstück" am Südeingang, aufwendig umgestaltet. Somit soll sich der Bahnhof für Reisende künftig stärker als "Tor zur Stadt" präsentieren.

    Gegenüber befindet sich der Karlsruher Stadtgarten, der nicht nur mit wunderschöner Begrünung, sondern auch mit einem kompletten Zoo punktet.

    8. Das ZKM

    Gehen wir nun weiter in Richtung Westen. Hier befindet sich das wichtigste Museum der Region - das ZKM, kurz für Zentrum für Kunst und Medien. Einst eine Munitionsfabrik, bietet dieses "Mekka der Gegenwartskunst" große Ausstellungsräume für Künstler aus aller Welt. Tipp: Freitags ab 14 Uhr ist der Eintritt gratis.  

    «Die ganze Welt ein Bauhaus» - diese Ausstellung zeigt das Stuttgarter Institut für Auslandsbeziehungen ab 26. Oktober im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe.
    «Die ganze Welt ein Bauhaus» - diese Ausstellung zeigt das Stuttgarter Institut für Auslandsbeziehungen ab 26. Oktober im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe. Foto: Uli Deck/ZKM Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe

    9. Der Rheinhafen

    Während im fernen Osten das historische Durlach liegt, erstreckt sich ganz im Westen das genaue Gegenteil: Der Wirtschafts-Hotspot der Fächerstadt, der Rheinhafen. Dieser Binnenhafen ist einer der größten Deutschlands. Die fünf Becken, die sich vom Rhein aus in das Stadtgebiet Mühlburg erstrecken, dienen vielen Sportlern auch als Trainingsgelände - viele Ruderer und Paddler sind hier zu finden.

    Der Rheinhafen bei Karlsruhe mit mit den Becken
    Der Rheinhafen bei Karlsruhe mit mit den Becken Foto: Carmele/TMC-Fotografie

    10. Das Badische Staatstheater

    Wer einen kulturellen Abstecher machen möchte, der kann in der Innenstadt nahe der B10/Kriegsstraße ins Badische Staatstheater gehen. In diesem Koloss befinden sich drei Säle, in denen Ballett, Oper, Konzerte und Schauspiel aufgeführt werden können. Auch ist es der Austragungsort der jährlichen Händel-Festspiele. Doch das Gebäude ist in die Jahre gekommen - es wird daher für bis zu 500 Millionen Euro umfangreich saniert und modernisiert.

    Badisches Staatstheater Karlsruhe.
    Badisches Staatstheater Karlsruhe. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

    11. Die Karlsruher Baustellen

    Sie zeichnen seit über zehn Jahren das Stadtbild Karlsruhes und dürfen auf unserem Rundgang daher natürlich auch nicht fehlen - die Baustellen der Kombilösung. Weil die Fächerstadt einen Bahn- und einen Autotunnel bekommt, gilt sie durch das Großprojekt bereits inoffiziell als Deutschlands Baustellenhauptstadt.

    Hängt: Lichtgespinst und Fahrdraht sind in der Haltestelle Europaplatz montiert.
    Hängt: Lichtgespinst und Fahrdraht sind in der Haltestelle Europaplatz montiert. Foto: Kasig

    12. Der Friedrichsplatz mit Naturkundemuseum

    In direkter Nachbarschaft liegt der Friedrichsplatz. Hier befindet sich auch das Naturkundemuseum mit einer beeindruckenden Kollektion an Reptilien, Insekten, Meerestieren und Fossilien. Errichtet im 18. Jahrhundert ist das Museum eines der ältesten Gebäude in Karlsruhe.

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    Foto: rmv

    Auf dem Friedrichsplatz fand in den vergangenen Jahren die "Waldweihnacht" des Karlsruher Christkindlesmarktes statt - ein Highlight im Saisonkalender für viele Weihnachtsmarkt-Fans. Doch obwohl der Standort sich großer Beliebtheit erfreut, wird ab 2021 der Christkindlesmarkt wieder auf dem Marktplatz stattfinden, sodass der Friedrichsplatz umgestaltet werden kann.

    13. Der Marktplatz mit Pyramide

    Apropos Marktplatz: Er ist der nächste Stopp unserer Reise und liegt sehr zentral in der Karlsruher Innenstadt. Und zentral auf der Mitte des Platzes wiederum befindet sich das Wahrzeichen der Fächerstadt: Die rote Sandsteinpyramide, unter der das Grab des Stadtgründers Karl Wilhelm liegt.

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    Foto: Paul Needham/Mohawkvisuals

    Die Inschrift auf der Pyramidenseite gibt mehr Auskunft über den Namen und den Entstehungsmythos der Stadt - Karlsruhe wurde laut der Geschichte dort errichtet, wo Markgraf Karl Wilhelm einst seine Ruhe im Schatten des Hardtwaldes fand.

    Noch bis zum Herbst wird der Marktplatz im Zuge der Kombilösung umgestaltet, bekommt unter anderem einen neuen Bodenbelag und den Ludwigsbrunnen zurück. Ein Tipp für ein wenig Erfrischung nach einem langen Stadtrundgang: Die Wasserspiele auf der Nordseite des Platzes funktionieren schon.

    14. Der Europaplatz

    Die Kaiserstraße hinauf geht es zum Europaplatz - von den Karlsruhern gerne liebevoll als "Euro" bezeichnet - an dem sich viele Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants konzentrieren. Zwei wichtige Karlsruher Straßen treffen sich hier: Die Kaiserstraße und die Karlstraße. In Richtung Norden kommen wir von hier aus zu unserem letzten Reiseziel.

    (Symbolbild)
    (Symbolbild) Foto: Paul Needham/Mohawkvisuals

    15. Der Botanische Garten

    Westlich des Schlosses befindet sich der ab 1808 angelegte wunderschöne Botanische Garten, in dem nicht nur Stadtgründer Karl Wilhelm oft zur Erholung einkehrte. Dies ist mein Lieblingsplatz in der Stadt - bei Regen im Herbst lässt es sich in den Gewächshäusern wunderbar denken und schreiben. Im Schatten der zahllosen exotischen Pflanzenarten der "grünen Oase von Karlsruhe" lassen nun auch wir unsere Stadtführung hier ausklingen.

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    Foto: rmv

    Hier noch einmal der ganze Rundweg als interaktive Karte:

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