Der mit Abstand am weitesten fortgeschrittene Bauabschnitt ist die neue Osttribüne, also der Bereich, in dem ehemals die Gegengerade zu finden war. Hier werden künftig nicht mehr die Stehplätze der verschiedenen Fangruppierungen des Karlsruher SC untergebracht sein, sondern ausschließlich Sitzplätze.

Sitzschalen und Kioskanlagen - die Osttribüne nimmt Form an

In den vergangenen Monaten, seit dem offiziellen Spatenstich am 9. Dezember 2019, wurden unzählige Betonfertigteile eingehoben. Entstanden ist eine Tribüne mit 40 Reihen, die Sitzplätze für rund 10.400 Besucher bieten wird. Die nächsten Schritte werden unter anderem der Einbau der Unterkonstruktionen und die Sitzschalen selbst sein.

Baustand Wildpark
Bild: Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark

Hinter der Tribüne sind die Y-Stützen bereits in die Höhe gewachsen. Sie sorgen nicht nur für das unverwechselbare Äußere des neuen Karlsruher Fußballstadions, sondern auch für die notwendige Stabilität der Dachkonstruktion. Zwischen den Stadionrängen und den Stützen entstehen Kioskanlagen und Sanitäreinrichtungen sowie einzelne Funktionsräume.

Haupttribüne könnte noch einmal in Betrieb genommen werden

"Daneben warten die Verantwortlichen der Stadionbaustelle mit Spannung auf die Terminierung des Bundesligastarts durch die Deutsche Fußballliga (DFL)", so der Eibs weiter. Die Vorbereitungen hierfür werden demnach aktuell von dem Eibs, der für die Bauaufsicht verantwortlichen Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (Kasig), dem KSC und dem Bauunternehmer, der BAM Sports GmbH, vorangetrieben.

Der Boulevard unter der Osttribüne: Links entstehen die ersten Kioske, rechts Sanitärräume.
Der Boulevard unter der Osttribüne: Links entstehen die ersten Kioske, rechts Sanitärräume. | Bild: Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark

"Abhängig davon, und auch von der Entscheidung, ob wieder Zuschauer ins Stadion gelassen werden dürfen, sind die nächsten Schritte zu planen." Wenn Spiele in der Saison 2020/21 noch vor der Fertigstellung der Osttribüne angesetzt werden, wird die Haupttribüne laut Eibs nochmals in Betrieb genommen, "da hier spielbetriebsrelevante Einrichtungen wie die Stadionleitstelle untergebracht sind, die erst nach Fertigstellung der Osttribüne in eigens errichtete Provisorien untergebracht werden".

Neubau der Südtribüne startet

Nachdem die provisorische Südtribüne nun abgebaut ist, kann nun der Neubau der Tribüne starten. Eine entsprechende Baugenehmigung samt Baufreigabe liegt inzwischen vor. In diesem Bereich wird, ebenfalls in Fertigbetonbauweise, die Stehplatz-Tribüne für die Heim-Fans entstehen.

Baustand Wildpark
Bild: Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark

Auch wenn die Fangruppierungen des KSC künftig hinter dem Tor ihre Heimat haben werden, werden sie den Namen "Gegengerade" dorthin mitnehmen. Über 9.500 Stehplätze wird es hier geben.

Bis es so weit ist, werden zunächst Leitungen neu verlegt und Fundamente hergestellt, auf denen die Tribünenteile platziert werden. Sobald die Südtribüne in Betrieb genommen werden kann, ziehen die Fans in ihre neue Heimat um und die provisorische Nordtribüne kann abgebaut werden.

Gästefans kommen per Brücke in den Wildpark

Die Gästefans werden im neuen Fußballstadion im Wildpark ihre rund 2.700 Stehplätze und die knapp 1.000 Sitzplätze in etwa dort einnehmen, wo früher der Block A4 zu finden war. Die Fahrzeuge der Gästefans können dann auf einer Fläche abgestellt werden, die sich im Bereich des ehemaligen Platzes 2 befindet. Über eine Brücke - und damit ohne Begegnung mit den heimischen Fans - geht es dann in den Gästefanblock.

Übersicht in Richtung Südwest über das Wildparkstadion und die angrenzenden Spielfelder.
Übersicht in Richtung Südwest über das Wildparkstadion und die angrenzenden Spielfelder. | Bild: Carmele|TMC Fotografie

Wohl keine Sitzschalen-Aktion auf der Haupttribüne

Mit einem Blick auf die Corona-Situation sei auch geprüft worden, ob auch bei der Haupttribüne den Fans die Möglichkeit gegeben werden kann, Sitzschalen gegen Spenden abzuschrauben. Eine solche Aktion wurde schon vor dem Abriss der alten Südtribüne und Gegengerade durchgeführt.

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Laut Eibs seien verschiedene Möglichkeiten geprüft worden, doch das Ergebnis sei eindeutig: "Eine derartige Veranstaltung bedarf aufgrund der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln eines so hohen organisatorischen Aufwands, dass er nicht mit einem engagierten Bauablauf zu vereinbaren wäre", so der Eigenbetrieb. Aus diesem Grund müsse voraussichtlich auf eine Spendenaktion bei der Haupttribüne verzichtet werden.

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