Mit einem 2:1 Erfolg in Bielefeld, dem zweiten Sieg in Serie, festigt der Karlsruher SC seine Mittelfeldposition. Durch den Dreier auf der Alm ist der Abstand zur Abstiegsregion beruhigend angewachsen. Erst klasse gespielt - dann toll gekämpft. So lässt sich der Auftritt des KSC-Teams beim 2:1-Sieg in Bielefeld zusammenfassen.
KSC startet gut
Der KSC-Trainer schickte die gleiche Elf auf den Rasen wie fünf Tage zuvor beim 3:0 Sieg gegen den 1.FC Nürnberg. Damit stand - wie es zu erwarten war - erneut der leider so oft verletzte Sebastian Jung als Rechtsverteidiger in der Anfangsformation. Jung lieferte eine souveräne Leistung ab.

Vom Anpfiff war zu sehen, dass Eichner richtig lag, als er der eingespielten Elf, die er schon gegen Nürnberg nominierte, vertraute. Übrigens: Auch im Kader - keine Änderung. Die Badener waren bei der Arminia von Anfang an hellwach, hatten viel Ballbesitz. Die Karlsruher ließen das Gastgeber Team laufen - dem Ball hinterherlaufen.

Nach der ersten Viertelstunde - 75 Prozent Ballbesitz für die Badener, die immer wieder das Arminen Team früh anlief, so den DSC zu Fehlern zwang und zu frühen Ballgewinnen kam. "Von Beginn an haben wir fußballerische Lösungen gesucht – und gefunden", so Eichner der ergänzte: "Noch wichtiger war, dass wir in den Zweikämpfen absolut erfolgreich drin waren. Wir haben den Gegner gar nicht in einen gefährlichen Bereich kommen lassen."
Schleusener trifft erneut
Die Fächerstädter kombinierten auch prima mit direkten Pässen, waren gefährlich und brannten phasenweise ein Fußball-Feuerwerk ab. Aber - der Kracher - sprich: Das Führungstor fehlte. Dann - wie gegen Nürnberg - schoss Fabian Schleusener den KSC kurz vor der Halbzeit in Führung. Nach einem weiten, clever gespielten Pass von Paul Nebel, schob "Schleuse" die Kugel - unter Mithilfe von Fraisl im DSV-Tor - abgezockt rein.

Fabian Schleusener - der Mann für das so wichtige erste Tor für sein Team. Zwischenfazit zur Halbzeit: tolles Spiel, gute Chancen - mäßige Ausbeute. Die gnadenlose Dominanz wurde nicht in Tore umgewandelt. Die Strafe: der Ausgleich durch Janni Serra.

Doch das Team blieb durch diesen überraschenden Ausgleich unbeeindruckt. Marvin Wanitzek erzielte nur 100 Sekunden danach mit einem leicht abgefälschten Schuss die erneute Führung für die Fächerstädter.
"Ein verdienter Sieg"
"Ich bin beeindruckt, wie meine Mannschaft den Ausgleich weggesteckt hat und was für ein tolles 2:1 wir erzielt haben, nach einer längeren Ballstafette", so Eichner. Es fehlte nach der erneuten Führung etwas der spielerische Glanz der ersten 45 Minuten - aber kämpferisch waren die Eichner Schützlinge absolut top!

Daher: der Dreier wurde verdient aus Westfalen mitgenommen. Eichner sah das ebenso, lobte seine Akteure. „Gegen Ende war es ein Abnutzungskampf. In Summe: Ein verdienter Sieg.“