Im April 2025 wechselte er vereinsintern den Posten. Den Job des Vizepräsidenten und Beiratsmitglieds gab Mario Eggimann auf und wurde "Geschäftsführer Sport" beim KSC. Seither trägt er die Verantwortung für den Profibereich des Zweitligisten.
Nach kurzer Einarbeitungszeit präsentierte der Schweizer in Diensten der Badener etliche Neuzugänge für den Kader. Zuletzt den Dänen Hans Christian Bernat.
"Jeder hat die Gelegenheit, sich zu zeigen"
Der soll die neue Nummer eins im Tor des KSC werden und die Nachfolge von Max Weiß antreten. Der 21-Jährige wechselte nach England zum FC Burnley. Damit wurde die größte Baustelle im Zweitligakader des Wildparkclubs geschlossen.

Eggimann ist mit dem aktuellen Personalstand "sehr zufrieden. Wir nehmen bei Neuzugängen gerade Tempo raus, weil wir aktuell einen relativ großen Kader haben", so der erfolgreiche Ex-Fußballprofi: 1. Liga 126 Einsätze, 2. Liga 160, 10 Länderspiele für die Schweiz.
Doch es könne schon noch etwas passieren im Kader, bekennt er. Zunächst einmal ist es Eggimann aber wichtig, dass "sich die Spieler, die da sind, bestmöglich präsentieren können. Jeder hat die Gelegenheit, sich zu zeigen."
Viel Lob für Neuzugänge
Dem KSC ist es gelungen, die Leistungsträger im Wildpark zu halten. "Wir haben eine gute Kaderstruktur mit dem bestehenden Mannschaftskern aus der vergangenen Saison." Eggimann erklärte schon bei seinem Amtsantritt, dass die Blau-Weißen einen defensiven Mittelfeldspieler im Kader bräuchten.

Der kam mit Andreas Müller aus Darmstadt. Eggimann ist voll des Lobes über den Neuzugang: "Das ist ein Spielertyp, den wir unbedingt wollten." Auch von Niklas Dühring, der aus Ingolstadt kam, hat der KSC-Sportchef eine hohe Meinung. "Er bestätigte in den ersten Tagen, was wir erhofften. Ein mutiger Außenverteidiger mit Offensivdrang hinter David Herold."

Mit Mittelstürmer Roko Simic habe man "einen Zielspieler, einen Stürmertyp, der technisch gut ist, einen guten Abschluss hat und einsatzfreudig ist." Ein junger Spieler mit Riesenpotenzial. Mit Paul Scholl haben wir einen jungen Innenverteidiger, der schnell an das Niveau in der zweiten Liga herangeführt werden soll. Scholl kann enorm viel lernen, denn in der Verteidigung sind wir sehr gut besetzt.
Da kann er sehr von unseren erfahrenen Spielern wie zum Beispiel Marcel Franke profitieren", sprudelt aus Eggimann nur so heraus.

Der Ex-KSC-Kapitän schaut zuversichtlich auf die kommende Spielrunde, hält sich aber in Sachen "Saison-Ziele" noch bedeckt. "Wir werden Ziele definieren – alle, die in der Verantwortung stehen. Dann geben wir das raus."
Seine Aufgabe sieht er darin, dass er mit seiner Arbeit dazu beiträgt, "eine gute Grundlage zu schaffen, dass wir erfolgreichen Fußball spielen können."
Gespannt ist er darauf, was die KSC-Talente anbieten werden. "Es wird interessant, was die Jungen, die noch keine Profis waren, zeigen. Da werden einige in der Vorbereitung mitmischen und können ihre Chance nutzen."
"Eichner weiß, wie das Geschäft funktioniert"
Von Trainer Christian Eichner, der kein Lautsprecher, eher ein realistischer Typ ist, hält Eggimann viel. "Christian Eichner ist lange dabei, er weiß ganz genau, wie dieses Geschäft funktioniert. Daher ist er in seinen Bewertungen nüchtern, sachlich. Er hat dadurch eine hohe Glaubwürdigkeit in der Mannschaft. Er sagt auch mal etwas, was nicht jeder hören will. Und das finde ich gut."

Die Zusammenarbeit der Ex-Teamkollegen Eggimann und Eichner klappt aktuell gut. "Es war vom ersten Moment an sehr offen, sehr ehrlich – gegenseitig sehr gut, sehr intensiv", beschreibt der 44 Jahre alte, ehemalige Abwehrspieler, die Situation. "Nur im Urlaub haben wir versucht, Rücksicht darauf zu nehmen, ihn nicht permanent anzurufen", ergänzt er lachend.

Reibungspunkte sind keine zu erkennen. Auch nicht bei Mitsprache- und Entscheidungsrecht bei Neuverpflichtungen. "Die Entscheidung für einen Spieler wird immer im Team getroffen. Jeder bringt seine Meinung ein und am Ende treffen wir gemeinsam eine Entscheidung im Sinne des KSC."
Dann wird der 190 Zentimeter große, ehemalige Innenverteidiger konkret: "Es wird kein Spieler verpflichtet, den der Trainer nicht will. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn."