Andreas Müller war dem KSC einiges wert. Eine Summe im mittleren sechsstelligen Bereich sollen die Badener nach Darmstadt überweisen haben, um den Mittelfeldspieler nach Karlsruhe zu locken. Müller ist ein vielseitiger Mittelfeldspieler. Er ist defensiv stark, hat offensiv gute Ideen im Aufbauspiel.
"Der Spielertyp, der die Lücken schließt"
Er schließt eine Lücke bei der Besetzung des zentralen, defensiven Mittelfelds der Badener. Denn bisher stand mit Nicolai Rapp nur einer zur Verfügung, der diesen Job gelernt hat. Auch daher machte der neue Sportchef Mario Eggimann von Anfang an klar: "Wir brauchen einen Sechser, einen zentralen, defensiven Mittelfeldspieler." Nach der Verpflichtung Müllers war der KSC-Sportchef zufrieden.

Es sei wichtig und schön, dass man Andi Müller bekommen hat. "Er ist ein wichtiges Element, bei Ballbesitz, aber auch gegen den Ball. Er ist einer, der die Räume schließt, der viel unterwegs ist. Das ist ein Spielertyp, den wir bisher nicht hatten."

Müller ist der gesuchte Abräumer und Antreiber in der Mitte des Spielfelds. Der Nachfolger von Jerome Gondorf, der seine Karriere 2024 beendete. Die Bilanz des 24 Jahre alten KSC-Neuzugangs: 32 Einsätze, 91 Prozent Startelfquote, zwei Tore. Das sind Daten eines unumstrittenen Stammspielers.
KSC-Chefcoach Christian Eichner, der wie Müller im badischen Sinsheim geboren wurde, erwartet einiges vom Neuzugang: "Von ihm erhoffe ich mir, dass er das Spiel vor der Kette in die Hand nimmt."
Viel Druck für Andreas Müller?
Müller empfindet keinen Druck, bleibt gelassen. "Das Spiel vor der Kette an mich zu reißen, spielerische Akzente zu setzen, darin sehe ich meinen Job. Die Jungs vorn mit Pässen in Szene zu setzen, sie so zu füttern, dass die damit etwas Vernünftiges anfangen können."

Ob er das in der Formation mit einer Doppelsechs oder als alleiniger zentraler, defensiver Mittelfeldspieler macht, ist ihm – "total egal", so Müller, der in der spielfreien Zeit geheiratet hat. "Ich will Einsatzzeit sammeln, das ist in meinem Alter ganz besonders wichtig. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken, versuchen so viele Spiele wie möglich zu gewinnen."
Auch, dass der KSC für seine Verpflichtung kräftig in die Kasse griff und eine hohe Ablöse bezahlte, belastete ihn nicht, spornt eher an. "Klar, dass ich dafür eine Verantwortung habe. Darauf freue ich mich." Große Ankündigungen, das ist nicht sein Ding. "Ich bin eher ein zurückhaltender Typ. Ich bin keiner, der große Töne spuckt."