Roko Šimić ist erst 21 Jahre alt. Der Angreifer, den in seiner Jugend nicht wenige als den "neuen Haaland" bezeichneten, hat aber schon einiges erlebt. Viele Auf und Abs durchlief der Mittelstürmer, bevor er nun beim KSC als Leihspieler - die Badener haben eine Kaufoption im Millionenbereich - landete.
Wandervogel in jungen Jahren
Der 190-Zentimter große Vollblutstürmer trat zuletzt in seiner Entwicklung auf der Stelle. Dabei hat er schon für RB Salzburg neun Einsätze in der Champions League absolviert, durfte in der Königsklasse 359 Minuten mitmischen. Šimić gelang ein Tor und eine Tor-Vorbereitung.

Und sonst? Viele Wechsel, viele Zeit auf der Auswechselbank geschmort. Wohl auch, weil man munkelt: Šimić ist nicht pflegeleicht. Für diese Meinung spricht: Seit 2021 ging er für sechs Clubs auf Torjagd. Der KSC ist Verein Nummer sieben.
KSC hilft kriselnden Stürmern
Aber: Wurde damals nicht auch exakt das Gleiche gemunkelt, als Budu Zivzivadze in den Wildpark kam? Nachdem er zuvor in wenigen Jahren bei mehr als einem halben Dutzend Clubs angeheuert hatte? Oder auch bei Mikkel Kaufmann? Der sei nicht pflegeleicht, habe wohl auch daher beim HSV kaum Einsatzzeiten bekommen. Und dann wurden die beiden Vollblutstürmer beim KSC zu Transfer-Volltreffern!

Einiges ist offensichtlich: Es gab in der Karriere von Šimić viel Auf und Ab. Er tritt in seiner Entwicklung auf der Stelle. Das erinnert an Igor Matanovic, der bei der Frankfurter Eintracht auf der Bank versauerte - beim KSC eine Leistungsexplosion hinlegte. Darauf hoffen die Wildpark-Bosse wieder.
Fehlendes Geld ist da
Schon vor der Saison 2024/2025 hätten die Karlsruher den zentralen Angreifer Šimić, der enorm kopfballstark ist, gerne verpflichtet. Cheftrainer Christian Eichner bekannte, "dass wir Roko im Trainerteam schon seit drei Jahren beobachten." Doch damals fehlte das Geld. Jetzt kassierten die Badener vom FC Burnley für Keeper Max Weiß etliche Millionen - und Šimić war finanzierbar.

Er soll die Lücke schließen, die im KSC-Angriff durch den Abgang von Zivzivadze im vergangenen Winter und aktuell durch den Weggang der Leihspieler Bambasé Conte, Mikkel Kaufmann und Luca Pfeiffer entstanden ist.
Triebfeder bei der Šimić-Verpflichtung könnte Co-Trainer Zlatan Bajramovic gewesen sein. Der kennt den Fußball und die Fußballer vom Balkan richtig gut. Er ist neben seinem Job beim KSC noch Co-Trainer der Nationalelf von Bosnien-Herzegowina.