Es gibt eine gute Nachricht bezüglich der Corona-Pandemie in Karlsruhe: Das sogenannte Abwasserorakel prognostiziert abflachende Corona-Zahlen. So beläuft sich die Sieben-Tages-Inzidenz vom Karlsruher Stadtkreis aktuell auf 227,9 und 205,4 im Landkreis (Stand: 29. Dezember, 16 Uhr).

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Doch obwohl die Zahlen in Karlsruhe einen Abwärtstrend verfolgen, steigt parallel dazu die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle. Waren in der vergangenen Woche noch 50 Fälle in beiden Kreisen bekannt, so sind inzwischen 270 Personen mit der neuen Mutation infiziert. Darunter: Eine bereits von der Delta-Variante genesenen Familie.

"Optimistisch, aber misstrauisch"

"Die Genesung ist erst sechs Wochen her, das macht deutlich, dass die Omikron Variante vor keinem Halt macht", erklärt der Rathauschef bei der Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch. "Wir sind sehr verhalten optimistisch, aber bleiben misstrauisch".

Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz.
Der Karlsruher Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) spricht bei einer Pressekonferenz. | Bild: Uli Deck/dpa/Archivbild

Aus diesem Grund sei es umso wichtiger, die Vorkehrungen im Raum Karlsruhe entsprechend der neuen Corona-Verordnung weiter aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen. So müssten zum Beispiel auch bei den Bürgerdienststellen FFP2-Masken getragen werden. Wer diese vergisst, solle jedoch ein Exemplar vor Ort erhalten. 

Bund soll Impfkampagne starten

Des Weiteren sollen ab dem 8. Januar vermehrt Angebote für Kinderimpfungen in Karlsruhe stattfinden, wofür sich Eltern ab Ende dieser Woche anmelden könnten. Allerdings könnte es mit den Booster-Impfungen für Kinder unter 18 Jahren schwierig werden.

Der Grund: Der medizinische Leiter der mobilen Impfteams am Standort Karlsruhe, Andreas Ruf, wolle diese Impfungen erst einmal nicht ausführen, da dazu keine Empfehlung der der Ständigen Impfkommission (Stiko) und somit keine "medizinische Evidenz" vorliege. Das berichten die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) am Donnerstag. 

Andreas Ruf im Gespräch.
Andreas Ruf im Gespräch. | Bild: Thomas Riedel

Allerdings bereitet auch eine andere Art der Impfung dem Rathauschef ein wenig Sorgen: Die berufsbezogene Impfpflicht, die zum 15. März in Kraft treten soll. Denn diese bedeutet, so Mentrup, "einen zusätzlichen Verwaltungsaufwand". 

"Wir haben die Notwendigkeit gesehen, dass wir nicht bis Mitte März abwarten wollen, um erst mal herauszufinden wer geimpft ist oder nicht. Wir finden, dass es da von Bundesseite aus nochmal eine Kampagne geben sollte", führt der OB weiter aus.

Impfung in Karlsruhe
(Symbolbild) | Bild: Landratsamt Karlsruhe

Diese sollte die Mitarbeitenden der betroffenen Einrichtungen dazu motivieren, sich möglichst bald impfen zu lassen, um so keinen "riesigen Verwaltungsaufwand loszutreten" und einzelnen Ungeimpften "hinterherzugehen".

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