Aktualisierung, 15. April, 13.20 Uhr: Polizei hat Ermittlungen aufgenommen
Auf Anfrage von ka-news.de bestätigt ein Sprecher der Polizei, dass Ermittlungen wegen des Verdachts auf fahrlässige Körperverletzung eingeleitet wurden. Hintergrund ist der austretende Rauch aus der Phosphorbombe, durch den zwei Menschen verletzt wurden. Im Fokus steht die Frage, wie die Bombe an diesen Ort gelangte – und ob es dabei strafrechtlich relevante Versäumnisse gab.
15. April, 11.57 Uhr: Das sagt der Experten zum Bombenfund
Ralf Vendel, Leiter der Kampfmittelbeseitigung Baden-Württemberg, erklärt im Gespräch mit ka-news.de, warum sich der Sprengkörper vermutlich von selbst entzündete – und welche Rolle die sommerliche Hitze dabei spielte.
14. April, 14.23 Uhr: Baustopp nach Bombenfund
Laut einem Sprecher der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) gegenüber ka-news.de wurde die Bombe auf Höhe der Stadtwerke, Hausnummer 72, gefunden. Das Gelände sei im Vorfeld auf Blindgänger untersucht worden. Warum die Bombe dabei unentdeckt blieb, konnte der Sprecher nicht beantworten.
Die Bauarbeiten an dieser Stelle sind bis auf Weiteres eingestellt und werden in den kommenden Tagen aufgrund der laufenden Untersuchungen nicht fortgeführt.
12. April, 21.33 Uhr: Drei Passanten atmeten giftigen Rauch ein
Bei der Bombe handelte es sich um eine Phosphorbombe. Dies ist laut der Feuerwehr Karlsruhe bei Bauarbeiten in der Daxlander Straße freigelegt worden. Die Bombe begann zu brennen und setzte giftige Dämpfe frei.
Die Feuerwehr stoppte die Reaktion der Bombe. Das Ereignis wurde der Feuerwehr am Samstag, 12. April, um 16.33 Uhr gemeldet - um 18.55 Uhr war der Einsatz unter Kontrolle.
Keine Evakuierung - Kampfmittelräumdienst beseitigt Bombe
Die Einsatzstelle war weiträumig abgesperrt. Eine Evakuierung war laut den Einsatzkräften nicht erforderlich - die Anwohner konnten in ihren Wohnungen verbleiben.
Zur Bergung und Entfernung der Bombe wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst hinzugezogen.
Drei Passanten atmeten Rauch ein
Insgesamt drei Passanten atmeten den giftigen Rauch ein, zwei davon wurden durch den Rettungsdienst zur weiteren Beobachtung in Krankenhäuser transportiert.
In Karlsruhe werden immer wieder alte Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden: 2023 sorgte ein schwieriger Zündmechanismus für eine herausfordernde Entschärfung in der Südstadt, im gleichen Jahr setzte eine alte Bombe ein Stück Wald bei Rintheim in Brand.