Die Ostwestfalen mussten damit ihre Aufstiegshoffnungen begraben. Die Badener verhinderten, dass sich Ex-KSC-Coach Lukas Kwasniok nach vier Jahren als Trainer in Paderborn mit dem Aufstieg in die Bundesliga verabschieden konnte.

Emotionale Vertragsverlängerung von Marvin Wanitzek
Vor dem Anpfiff wurde es emotional. Per Video teilte Kapitän Marvin Wanitzek mit, dass er seinen Vertrag beim KSC, der bis 2027 gelaufen wäre, vorzeitig verlängert. Riesenjubel auf den Tribünen über dies Nachricht. Minutenlang wurde "Wanitzek -Superstar", "Wanitzek-Fußballgott" skandiert. Neu Sportchef Mario Eggimann hat einen guten Job gemacht. Klar ist aber auch: Cheftrainer Christian Eichner hat auch einen großen Anteil daran, dass der Marvin Wanitzek, der "Mister KSC", beim KSC bleibt, Topangebote ausschlug. Die beiden verstehen sich prächtig.

Wanitzek wurde emotional: "Als ich im Spielertunnel stand, hörte ich, dass das Video mit der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung lief. Dann so empfangen zu werden, das war ein sehr besonderer Moment." Auch für Eichner war es "ein sehr emotionaler Moment." Wanitzeks Leistung sei über die ganze Saison überragend gewesen.
KSC spielt gegen Paderborn taktisch reif und effizient
Nach anfänglichen Problemen ein souveräner, abgeklärter Auftritt der Blau Weißen. Die Effektivität der Badener, die ihre Chancen gut nutzten, die Flexibilität im taktischen Bereich waren die Basis für den Erfolg. Dazu die Leistungsexplosion von Lilian Egloff, der mit einem Doppelpack die Partie vorentschied. Dass dazu der bärenstarke Abwehrchef Marcel Franke traf, war das Sahnehäubchen.

Nach 10 Minuten Glück für den KSC, dass Paderborns Angreifer Ilyas Ansah aus 18 Metern knapp neben das Tor von Keeper zielte. Nach 20 Minuten gar eine Riesenchance für den SCP. Tjark Scheller traf die Kugel aus zehn Metern nicht richtig. Völlig freistehend, völlig unbedrängt. In dieser Phase rollte Angriff auf Angriff in Richtung KSC-Gehäuse. Die Karlsruher standen enorm unter Druck. Entlastung? In dieser – kurzen – Phase: Keine. "Wir sind da offensiv im generischen Sechszehner kaum aufgetaucht."

Weiß hält die Null fest
Nach einer halben Stunde die erste gute echte gute Gelegenheit für den KSC. Doch der Kopfball von Marcel Franke landete nicht im Netz. Aufregung nach 36 Minuten. Christoph Kobald bringt Ansah bei einem Zweikampf im Strafraum zu Fall Schiri Deniz Aytekin entscheidet auf Elfmeter. Raphael Obermaier tritt an schießt - aber Max Weiß parierte prächtig.
Nach der Pause dreht der KSC auf
Nach dem Seitenwechsel brachte der bis dahin eher unauffällig agierende Lilian Egloff die Badener in Führung. Mit einem Schuss aus rund zehn Metern unten links ins Eck. 1:0 (50.) Dann wurde Egloff gar zum Doppelpacker. Riesenwille beim Heilbronner in dieser Aktion. Er setzte sich gegen drei Paderborner durch, schaute wo der Gästekeeper steht und zirkelte die Kugel ins Netz. 2:0 (55.).

Das siebte Heimspiel in Folge, das die Fächerstädter ohne Niederlage überstanden war in trockenen Tüchern. In dieser Phase wurde nur vier Gegentore Tore zugelassen.
Starke Serie zum Abschluss
Nach 72 Minuten der endgültige Knock Out für Paderborn. Wanitzek schlug einen Freistoß in den Strafraum Marcel Franke war mit den Fuß da. 3:0. Dzenis Buric, der eine gute Partie ablieferte, analysierte: "Man hat wieder gesehen, dass wir in dieser Liga jeden schlagen können. Schön war es, sich von den tollen Fans mit einem Erfolg zu verabschieden. Jetzt geht´s in den Urlaub und dann mit Vollgas in die kommende Saison." Dann bekannte er, dass etwas Ärger über Nicht-Aufstieg da ist: "Natürlich ärgern wir uns, denn man hat in dieser Saison gesehen: Wir haben das wir das Potential oben dabei zu sein."

Eichner lobt sein Team: "Wie Abgänge aufgefangen wurden - ein großes Kompliment!" Dann - etwas Wehmut: "Aber es wäre mehr drin gewesen."