Wohl auch, weil er dieses Spielsystem schon bei seinem Ex-Club Hannover 96 praktizierte. Vom Anpfiff an dirigierte er seine Abwehrkollegen Marcel Beifus und Christoph Kobald lautstark, versuchte die immer optimal zu positionieren.
Franke erklärt, wie es zu dem Systemwechsel hin zur Dreierkette kam: "Wir haben gefühlt in jedem Spiel zwei Gegentore hingenommen. Darüber haben wir uns Gedanken gemacht. Das Trainerteam hat es in die Überlegungen eingebracht. Wir haben uns als Mannschaft zusammengesetzt, auch mit dem Trainerteam", so der 193 Zentimeter große KSC-Spieler.

Er fügt hinzu: "Dann haben wir uns entschieden, dass wir etwas Neues reinbringen wollen, den Gegner etwas überraschen. Wir hatten nicht viel Zeit, das zu erarbeiten." Das wäre der Grund gewesen, "dass wir am Anfang ein paar Minuten gebraucht haben, um rein zu finden. Aber dann wurden wir immer besser, haben uns immer besser reingefunden."
"Es war ein richtig geiles Spiel"
Dann - Marcel Franke wie immer: Ein Teamplayer und Führungsspieler: "Jungs wie Lasse Günther, Sebi Jung und Kobi, die lange raus waren oder krank waren, sind heute super marschiert. Und auch unsere Stürmer - das hat einfach Spaß gemacht", frohlockt er und lobt noch mehr: "Das war wieder die Mannschaft, die Karlsruhe braucht, die die Fans brauchen. Es war ein richtig geiles Spiel!"
In diesem geilen Spiel gewann er schon in Minute drei ein wichtiges Kopfballduell gegen Magdeburgs Torjäger Martijn Kaars. In der 14. und auch in der 57. Minute jeweils eine richtig starke Abwehraktion. Da blockte der 31 Jahre alte Franke einen Magdeburger, als der in einer guten Position einen Torschuss abgeben wollte.

Als er nach einer Stunde in einen Zweikampf mit Baris Atik ging, von dem gefoult wurde, konnte Franke aus Verärgerung über Atiks Verhalten nicht anders - er musste das gleich verbal klären.
Franke ohne Foulspiel gegen Magdeburg
Aber: Es blieb im Rahmen des Erlaubten, eine Verwarnung kassierte er nicht. Apropos erlaubt: Franke spielte nicht einmal Foul. Er gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe. Durch gutes Stellungsspiel konnte er zudem Bälle sichern, ohne in einen Zweikampf gehen zu müssen. Laufleistung: 9,97 Kilometer. 19-mal sprintete er. 30,2 km/h betrug da der Topspeed. 75 Prozent seiner Pässe kamen beim Teamkollegen an.