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Karlsruhe: KSC setzt auf Dreierkette – und stoppt Magdeburgs Dominanz

Karlsruhe

KSC setzt auf Dreierkette – und stoppt Magdeburgs Dominanz

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    Christoph Kobald jubelt über sein Tor
    Christoph Kobald jubelt über sein Tor Foto: Michaela Anderer

    In den fünf Jahren, in denen Christian Eichner Cheftrainer beim KSC ist, ließ der sein Team zuvor nur einmal mit einer Dreierkette in der Defensive agieren. Doch die Umstellung war Team-Work. "Die Mannschaft war bereit einzusteigen in die Dreierketten-Umstellungen. Es war der Zeitpunkt als Cheftrainer über meinen Schatten zu springen". Und er ergänzte: "Es war ein Gemeinschaftserfolg, das zeichnet den KSC aus. Es ist nicht alles gut – aber es  tut der Kabine gut."

    KSC beginnt mit Stotterstart

    Kapitän Marvin Wanitzek, der einen Treffer markierte und zwei vorbereitete, zur  Dreierkette: "Wir haben es in der Rückrunde nicht geschafft, den zwei-Gegentore-Schnitt abzustellen. Daher sind wir es als Spieler mit dem Trainerteam durchgegangen. Wir haben zum Trainerteam gesagt: Wir stehen dahinter, auch wenn es auch nur noch zwei Trainingstage waren." Das nicht alles geklappt habe, sei logisch.

    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde.
    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde. Foto: Michaela Anderer

    Die Gäste hatten vom Anpfiff an den Vorwärtsgang eingeschaltet, hatten viel Ballbesitz. Nach zehn Minuten 75 Prozent. Doch das KSC-Gehäuse kam selten in Gefahr. Aber: man merkte den Karlsruhern an, dass sie zuletzt wenig Erfolge feierten, sie wirkten verunsichert, leisteten sich im Aufbauspiel leichte Ballverluste.

    KSC verliert zu viele Bälle

    Wanitzek dazu: "In der ersten Halbzeit hatten wir mit Ball zu viele leichte Fehler, sonst  hätten wir schon da bessere Möglichkeiten gehabt. Der erste Kontakt war nicht gut, daher ist vieles verpufft. "

    Glück für die Badener, dass der Schuss von Baris Atik (23.) knapp am KSC-Gehäuse vorbeiflog. Der Druck der Magdeburger wurde größer, die Nöte der Karlsruher auch, obwohl der Einsatz, das Engagement in Ordnung waren. Man hatte das Gefühl, dass der KSC minutenlang nicht an den Ball kam, nur hinterherhechelte.

    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde.
    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde. Foto: Michaela Anderer

    Nach 25 Minuten: Schusschance für den aufgerückten Sebastian Jung. Doch der ballerte die Kugel weit über das Magdeburger Tor. Der KSC fand in der Offensive nicht statt, verlor die Bälle allzu schnell wieder. Die Blau-Weißen kamen nicht zum Zug. Eichner ärgerte sich, dass seine Mannschaft "eher zaghafter als mutig spielte. Wir haben viele Bälle im Spiel nach vorne verloren."

    Madgeburg dominiert das Spiel - KSC mit Glück

    Das 0:1 in der 30. Minute war hochverdient. Nach gelungener Gästekombination und einigen KSC-Spielern, die nur interessierte Zuschauer waren, traf Baris Atik zum 0:1. Die Magdeburger waren bis dahin die absoluten Chefs im Ring im Wildpark. Nach 40 Minuten verhinderte KSC-Keeper Max Weiß nach einem Magdeburger Konter einen weiteren Treffer,  als er mit einer tollen Fußabwehr parierte.

    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde.
    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde. Foto: Michaela Anderer

    Auf Seiten der Badener dagegen keine Kreativität. In den ersten 45 Minuten gaben die Karlsruher drei Schüsse ab – alle verfehlten das Gästegehäuse. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dann - überraschend und nicht so richtig verdient - der Ausgleich. Ecke von Kapitän Marvin Wanitzek, Mittelfeldmann Nicolai Rapp war mit dem Kopf da – 1:1. Mit der ersten Chance trafen die Blau-Weißen. "Dieses 1:1 hat uns ins Spiel zurückgebracht.", so Eichner.

    Führungstreffer als Brustlöser

    Traumstart in Halbzeit zwei. Flanke Mikkel Kaufmann, Wanitzek köpfte an die Latte und Christoph Kobald staubte zum 2:1 ab (48.). Die Bremse war gelöst. Dann: Wieder eine überragende Reaktion von Keeper Weiß, der gleich zweimal gegen Livan Burcu, aus nur ein paar Metern, überragend  parierte.

    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde.
    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde. Foto: Michaela Anderer

    Dem KSC-Team schien durch die Führung eine Last von den Schultern gefallen zu sein. Die Karlsruher bekamen  die "Ballmaschine Magdeburg" besser in den Griff. Die Badener haben Magdeburg die Dominanz geraubt. Sie sorgten durch eigene Angriffe für Entlastung. Wichtig war auch: Sie gewannen immer mehr Zweikämpfe.

    "Ordentliche, reife Leistung in der zweiten Halbzeit"

    Mit einer weiteren Traumkombination gings zum 3:1 (68.) Wanitzek passte auf Mikkel Kaufmann, der ließ den Ball prallen und Wanitzek hämmerte die Kugel aus rund 20 Metern flach ins untere linke Eck.

    Der Kapitän, der einen Treffer erzielte und zwei vorbereitete, erklärte den Umschwung nach dem Seitenwechsel ausführlich: "Wir haben in der Halbzeit zwei, drei Sachen angepasst. Das hat man gesehen." Dann wurde er ganz konkret: "Wir hatten Szenen, in denen wir uns überversichert haben. Die drei Sechser standen nach der Halbzeit einen Tick höher, so kamen wir besser ins Spiel."

    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde.
    Der KSC gewann das Spiel gegen Magdeburg mit 3:1. Es war der erste Sieg der Rückrunde. Foto: Michaela Anderer

    Enorm wichtig sei gewesen: "Wir haben gesagt: Wir müssen die direkten Duelle für uns entscheiden, müssen Magdeburg zu langen Bällen zwingen. So bekommen wir wieder mehr Bälle." Der Sieg sei absolut in Ordnung. "Die Leidenschaft war da, der Wille zu verteidigen. Eine sehr ordentliche, reife Leistung in der zweiten Halbzeit."

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