Zwei Fehlstarter kämpfen am Freitag um den ersten Saisonerfolg. Sowohl Gastgeber Greuther Fürth, der Erstligaabsteiger, wie auch der Karlsruher Sport Club konnten in der noch jungen Saison bisher keinen Sieg verbuchen.

Fürth scheitert im Pokal

Greuther hat zumindest einen Zähler auf dem Konto, während die Blau-Weißen noch blank sind. Dennoch: In die Partie gehen die Karlsruher mit einem besseren Gefühl, denn die Badener erreichten im DFB-Pokal die nächste Runde souverän, die Franken scheiterten blamabel bei den Stuttgarter Kickers, einem Oberligisten mit 0:2.

Fürther Simon Asta (l) im Zweikampf mit Stuttgarter Konrad Riehle.
Fürther Simon Asta (l) im Zweikampf mit Stuttgarter Konrad Riehle. | Bild: Bernd Weißbrod/dpa

Und: Beim KSC lichtete sich so langsam das Riesenlazarett ein wenig. Leon Jensen absolvierte im Pokal seine ersten Minuten im KSC Trikot. Doch dann eine erneute Hiobsbotschaft: das große Talent Efe-Kaan Sihlaroglu verletzte sich bei einem U19-Turnier in der Schweiz schwer. Der 17-Jährige zog sich einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu, wird mindestens ein halben Jahr ausfallen.

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Im Tor der Blau-Weißen wird sich etwas bewegen. Die Antwort auf die Frage, ob Kai Eisele, der in der Liga ordentlich spielte, aber acht Treffer hinnehmen musste, oder der junge Max Weiß, der im Pokal wenig gefordert war, aber ohne Gegentreffer blieb, in Fürth im Tor stehen wird - lautet - Marius Gersbeck. Das bestätigte Christian Eichner auf der Presskonferenz am Donnerstag.

KSC wohl wieder mit zwei 

Der eigentliche Stammkeeper ist nach einer Handoperation wieder belastbar, trainiert auch torwartspezifisch, nur Übungsformen bei denen er lange unter Dauerbeschuss steht, werden noch gemieden, könnte zurückkehren. Wenn es in der Trainingswoche so läuft, wie es sich alle im Wildpark wünschen.

Christian Eichner (KSC Trainer)
Christian Eichner (KSC Trainer) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Trainer Christian Eichner ist Realist, weiß den Pokal-Sieg in Neustrelitz richtig einzuordnen: "Wir wissen, dass sich dadurch weder tabellarisch noch punktemäßig in der 2. Liga etwas verändern wird. Aber ich glaube schon, es hat uns richtig gutgetan." Eine Erkenntnis und die Folge daraus: Der KSC wird in Fürth wohl erneut ein 4-4-2 System praktizieren.

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"Wir haben das nicht umsonst in der Vorbereitung einstudiert. Man sieht bei Marvin Wanitzek - der musste aus dem Zentrum auf eine Position etwas weiter außen weichen - dass er auf dieser Position einen Schritt nach vorne gemacht hat. Mit einer Doppelspitze haben wir einen mehr in der Box."

Schleusener "hat Selbstvertrauen getankt"

Ein Gewinner der Pokalpartie: Dreifachtorschütze Fabian Schleusener. "Er hat Selbstvertrauen getankt. Das ist für jeden Stürmer wichtig", stellte Eichner fest. Statistisch spricht einiges für die Fächerstädter. Das häufigste Resultat bei Partien Fürth gegen den KSC: ein 1:2. Da kann den Badener am Freitagabend ja fast nichts mehr passieren, denn immerhin sechs Spiele endeten so.

Fabian Schleusener (KSC 24) hat den Ball im Fokus
Fabian Schleusener (KSC 24) hat den Ball im Fokus | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

Zudem: Greuther Fürth hat keines seiner letzten sechs Heimspiele gewonnen. Gehen die Kleeblätter in einem Heimspiel mit 1:0 im Führung, gewinnen sie 63 Prozent von diesen Begegnungen. Genauso hoch ist der Prozentsatz eine Partie zu gewinnen für den KSC, wenn der auswärts mit 1:0 in Front liegt.

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Allerdings: Die Badener haben nur eines von den letzten fünf Pflichtspielen gewinnen können. Fürth erzielt im Schnitt zwei Tore gegen die Fächerstädter, die Blau Weißen treffen 1,8-mal. Greuther Fürth ist in der Defensive ähnlich verletzlich wie der KSC, das Team kassierte in den letzten fünf Spielen immer ein Gegentor.

Fürth nach Abstieg im Umbruch

Dass es bei den Kleeblättern nach dem Abstieg anfangs im Fußballunterhaus holprig laufen wird, darauf stimmten Sportchef und der neue Trainer Marc Schneider das Umfeld ein: "Die Saison wird ein hartes Stück Arbeit."

Branimir Hrgota (Greuther Fürth 10) zzuckt vor dem Ball zusammen.
Branimir Hrgota (Greuther Fürth 10) zzuckt vor dem Ball zusammen. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Nach dem zweiten Intermezzo im Oberhaus haben einige Leistungsträger den Club verlassen: Maximilian Bauer (22, FCA), Havard Nielsen (28, Hannover), Paul Seguin (27, Union Berlin) und Jamie Leweling. Für den 21 Jahre alten Leweling kassierten die Fürther vier Millionen Euro Ablöse - von so etwas träumt man beim KSC seit vielen Jahren.

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Zwar ist mit Kapitän Branimir Hrgota die Galionsfigur noch da, doch der 29-jährige Schwede hat seinen Wechselwunsch via 1. Liga hinterlegt. Zugänge bei Greuther Fürth: Ragnar Ache (Eintracht Frankfurt), Nils Seufert (SV Sandhausen), Sidney Raebinger (RB Leipzig).