Am Sonntagmorgen um 10 Uhr startet der Karlsruher SC im Wildpark die Vorbereitung auf die kommende Zweitligasaison. Da ist Trainingsauftakt. Bei der Kaderbesetzung gibt es etliche Veränderungen. Als Neuzugänge steht bisher ein Quartett fest: Torhüter Kai Eisele, der in Düsseldorf die Nummer drei war.

Franke statt Bormuth, Arase und Nebel statt Lorenz

Für die Innenverteidigung kommt Marcel Franke von Hannover 96. Er soll die Lücke schließen, die Robin Bormuth, der nach Paderborn ging, hinterlässt. Für die Offensive wurde Kelvin Arase von Rapid Wien in den Wildpark gelockt. Er soll Oldie Marc Lorenz, der keinen neuen Vertrag erhielt, ersetzen.

Marcel Franke (Hannover 28) verschuldet einen Elfmeter für Karlsruhe, seine Enttäuschung ist ihm anzusehen.
Marcel Franke (Hannover 28) verschuldet einen Elfmeter für Karlsruhe, seine Enttäuschung ist ihm anzusehen. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Zudem hat der KSC einen zweiten Spieler für die offensiven Außenbahnen verpflichtet. Nach Arase wurde Paul Nebel vom FSV Mainz 05 ausgeliehen. Der 19-Jährige kann auf beiden Außenbahnen agieren. Der 1,69 Meter große, gebürtige Bad Nauheimer ist U20-Nationalspieler, kam in der vergangenen Saison zehnmal in der Bundesliga und einmal im DFB-Pokal zum Einsatz.

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In der Regionalliga Südwest brachte es Nebel in 13 Einsätzen immerhin auf drei Treffer und eine Torvorbereitung. Da in Mainz zum einen der Konkurrenzkampf im Bundesliga-Kader enorm ist und beim FSV taktisch oft ohne echten Außenbahnspieler agiert wird, waren Nebels Einsatzchancen gering. Daher die Leihe nach Karlsruhe, wo er Spielpraxis sammeln soll. Der KSC hat allerdings keine Kaufoption.

Was wird aus Goller? Wer ersetzt Hofmann?

Durch die Nebel Verpflichtung ist die KSC-Zeit von Benjamin Goller, der von Bremen ausgeliehen war, wohl zu Ende. Goller hat bei Werder einen Vertrag bis 2023, kann daher nicht weiter ausgeliehen werden. Da der SV Werder eine Ablöse verlangt und der KSC die nicht bezahlen kann, werden sich die Wege wohl trennen.

Benjamin Goller (KSC39) mit der letzten Torchance vor der Halbzeit.
Benjamin Goller (KSC39) mit der letzten Torchance vor der Halbzeit. | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Die Suche nach einem Ersatz für Stoßstürmer Philipp Hofmann, der nach Bochum wechselte, läuft noch. Obwohl es seit Monaten klar war, dass "Tormaschine" Hofmann den Wildpark verlassen wird, konnte für diese wichtige Position noch kein Nachfolger verpflichtet werden. Das sei eine sehr schwierige Aufgabe, ist aus dem Wildpark zu hören.

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Auf der Wunsch-Liste soll Simon Makienok stehen. Der Däne ist 2,01 Meter groß, folglich: Ein Zielspieler, ein Angreifer, der wie Hofmann Bälle weiterleiten, aber auch festmachen kann. Noch etwas spricht für Makienok: Er ist vertragslos und daher ablösefrei zu haben. Dagegen spricht: Beim FC St. Pauli erhielt er keinen neuen Vertrag, obwohl dort in Sachen Angreifer kein Überangebot herrscht.

Trainingslager in Österreich?

Ein Grund für das ausgebliebene Vertragsangebot durch den Kiez Club könnte sein: Der fast 100-Kilo-Mann plagt sich - nach Informationen von ka-news.de - seit Monaten mit Knieproblemen herum, konnte daher nur reduziert trainieren. Ob das Knie des 31 Jahre alten Ex-Nationalspieler Dänemarks den Belastungen einer Saisonvorbereitung und der Spielrunde danach standhält? Diese Frage wird man sich auch bei den Kaderplanern des KSC stellen.

Max Dittgen (Wehen Wiesbaden 7) schießt den Ball nach dem Zweikampf mit Burak Camoglu (KSC 2), links lauert Marco Thiede (KSC 21)
Max Dittgen (Wehen Wiesbaden 7) schießt den Ball nach dem Zweikampf mit Burak Camoglu (KSC 2), links lauert Marco Thiede (KSC 21) | Bild: Carmele/TMC-Fotografie

Abgesagt hat dem KSC Außenbahnspieler Maximilian Dittgen. Der wechselt von St. Pauli in die dritte Liga zum FC Ingolstadt. Beim Zweitligaabsteiger ist Rüdiger Rehm Chefcoach und den kennt und schätzt Dittgen seit langem. Beide sind freundschaftlich verbunden.

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Fest stehen die Testspiele, die der KSC absolvieren wird, um die neue Startformation zu finden. Bevor die Badener vom Samstag, 25. Juni bis Montag, 4. Juli, in Neukirchen am Großvenediger (Österreich) ein Trainingslager durchführen, präsentieren sie sich in der Region. Am Mittwoch, 15. Juni, tritt das Zweitligateam um 18.30 Uhr beim SV Niederbühl / Donau an.

So läuft die Vorbereitung ab

Drei Tage danach, Samstag, 18. Juni, empfängt Verbandsligist SV Bühlertal den KSC um 15.30 Uhr in Bühlertal. Dann im GRENKE Stadion im Wildpark am Mittwoch, 22. Juni erwartet den KSC die erste Herausforderung, wenn der Drittligist SV Wehen Wiesbaden mit Trainer Markus Kauczinski um 14.30 Uhr bei den Fächerstädtern antritt.

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Auf der Anreise ins Trainingslager in Neukirchen, am Samstag, den 25. Juni 14.00 Uhr, geht es gegen den nächsten Drittligisten. In Heimstetten bei München ist der TSV 1860 München Gegner des KSC.

Im Trainingslager sind folgende Begegnungen geplant: Donnerstag, 30. Juni, 14.00 Uhr: KSC - Sepsi OSK (Neukirchen am Großvenediger) Sonntag, 03. Juli, 14.00 Uhr: SV Werder Bremen - KSC (Zell am Ziller) Samstag, 9. Juli, 14.00 Uhr: KSC - 1. FC Saarbrücken (Grenke Stadion), 14.00 Uhr