Paderborn heißt der erste Gegner, dem die Blau-Weißen am kommenden Sonntag auf westfälischem Rasen gegenüberstehen werden. An diesem ersten KSC-Spiel der Saison hänge laut Cheftrainer Christian Eichner einiges an Vorbereitung und Bangen. "Wir haben sechs Wochen Vorbereitung hinter uns", so der Cheftrainer. Nicht zuletzt aufgrund der Niederlagenserie während der Testspiele und der Verletzung des neuen Stürmers Simone Rapp

Christian Eichner, Cheftrainer beim Karlsruher SC.
Christian Eichner, Cheftrainer beim Karlsruher SC. | Bild: Lars Notararigo

Beide Probleme seien laut Eichner ungute Startbedingungen, aber noch keine Vorboten einer unabwendbar schwachen Saison. "Was ich wichtig finde ist, dass wir einen Haken hinter die leider nicht sehr erfolgreichen Testspiele setzen", so der Cheftrainer. "Wir müssen uns auf das konzentrieren, was kommt. Gerade deshalb, weil uns mit den ausfallenden Spielern Qualität im Kader fehlt."

"Wir brauchen zwingend Stürmer vom Spieltypus Rapp"

Insbesondere Rapps Verletzung und anstehende Operation hätte Spieler- und Trainerstab hart getroffen. "Für den KSC ist ein Stürmer vom Spielertypus Simone Rapp zwingend nötig." Es sei also eine alles andere als einfache Aufgabe, seine Abwesenheit im Sturm auszugleichen. "In Paderborn werden wir Mikkel Kaufmann, Fabian Schleusener und Malik Batmaz für den Sturm aufstellen. Das ist auch wichtig, um zu sehen, wie die neuen Spieler im Ernstfall harmonieren."

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Das erste Spiel einer Saison biete immerhin auch die Möglichkeit, eine detaillierte Rückmeldung darüber zu erhalten, in welchem Zustand sich Verein und Kader befinden. "Manche Jungs haben wirklich Anpassungen gebraucht, während wir uns im Trainingslager in Österreich auf die Saison vorbereitet haben", sagt Eichner. Das gelte auch für die Wahl des Torwarts, die Eichner vor Sonntag nicht öffentlich machen wolle.

"Unser höchstes Ziel ist der Klassenerhalt"

Aber selbst wenn diese Vorbereitung bestmöglich anschlägt - und selbst wenn Rapp nach seiner Operation schneller als bisher gedacht wieder einsatzbereit wird, so rechne der Verein dennoch mit einer sehr herausfordernden Saison. Das bestätigt auch KSC-Sportgeschäftsführer Oliver Kreuzer. "Fußball ist ein Ergebnissport und in wir haben während der Testspiele gesehen, dass wir gute Spieler verloren haben."

Oliver Kreuzer, Sportgeschäftsführer beim Karlsruher SC
Oliver Kreuzer, Sportgeschäftsführer beim Karlsruher SC. | Bild: Lars Notararigo

Natürlich habe man auch gute Spieler hinzugewonnen, doch Kreuzer sehe "dass die kommende Liga mit ernst zu nehmenden Gegnern  erfüllt sein wird und wir schon zu beginn mit mehreren Ausfällen zu kämpfen haben." Vor dieser Tatsache könne das höchste Ziel dieser Saison nur der Klassenerhalt sein. "Für die eine  Hälfte der Zweiten Liga ist der Klassenerhalt immer die allererste Priorität. Und zu dieser Hälfte zählen wir uns diese Saison ebenfalls. Alles darüber hinaus wäre nur ein Bonus", so der Sportgeschäftsführer. Ein Ziel, das auch Eichner nachdrücklich bestätigt.