"Das Ausmaß der Geschehnisse und insbesondere das Verletzen von Personen stellt für uns das Übertreten einer roten Linie dar. Wir verurteilen die Aktion auf das Schärfste und distanzieren uns hiervon!" so Michael Becker, Geschäftsführer des Karlsruher SC (KSC), in einer entsprechenden Pressemeldung.

KSC - St. Pauli, November 2022
Rauchschwaden beim Spiel gegen St. Pauli am Samstag. | Bild: Mia

"Wir haben deshalb eine Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt und unterstützen die Behörden bei ihren Ermittlungen uneingeschränkt. Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der laufenden Ermittlung derzeit keine weiteren Informationen veröffentlichen können. Sobald sich ein neuer Sachstand ergibt, werden wir weitere Maßnahmen einleiten und dementsprechend informieren."

In diesem Zusammenhang appelliert der KSC an alle Fans, die Ermittlungen ebenfalls zu unterstützen und sachdienliche Hinweise an die ermittelnden Behörden weiterzugeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Was war passiert?

Beim Heimspiel des KSC gegen den FC St. Pauli kam es zu einer Verzögerung des Anpfiffs. Grund dafür war das Abbrennen von Pyrotechnik auf der Südtribüne und einer damit verbundenen starken Rauchentwicklung im Wildparkstadion.

10 verletzte Personen

In diesem Zusammenhang wurden nach aktuellem Stand des KSC zehn Personen verletzt und mussten ambulant behandelt werden. Neun Personen erlitten eine Rauchgasintoxikation, eine Person erlitt Verbrennungen. Die Deutsche Presseagentur (dpa) meldete zunächst 15 Verletzte.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie der KSC berichtet, arbeitet man intensiv an der Aufarbeitung: Man habe mit unterschiedlichen Ansprechpartnern sprechen können. "Neben dem engen Austausch mit den Behörden fand bereits ein ausführliches Gespräch mit dem Fanprojekt und den Supporters statt", heißt es in der Pressemeldung, "darüber hinaus wurde ein kurzfristiger Termin mit der organisierten Szene vereinbart, um dieser zu ermöglichen, Ihre Sicht darzulegen."

Unabhängig von der Strafanzeige, ist davon auszugehen, dass der Deutsche Fußballbund (DFB) die Aktion ebenfalls bewerten und möglicherweise auch mit einer Geldstrafe sanktionieren wird.

Das könnte Sie auch interessieren