Nachdem sich der Anpfiff am Samstag zwischen dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli um eine knappe viertel Stunde verzögern musste, zieht das Pyro-Spektakel nun weitere Folgen nach sich.

KSC musste schon bei anderen Vorfällen zahlen

Laut Richtlinien des DFB-Kontrollausschusses handelt es sich bei dem Einsatz von Pyrotechnik um einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Verbandsstatuten. Das heißt: "Kommt es in den Zuschauerbereichen trotz aller Präventionsarbeit und Sicherungsmaßnahmen im Vorfeld der Spiele zu entsprechendem Zuschauerfehlverhalten, ist dieses gemäß den verbandsrechtlichen Bestimmungen sportgerichtlich zu sanktionieren."

Zur Erinnerung: Einen ähnlichen Fall gab es zum Beispiel bei der Abschiedsshow im Wildpark im Jahr 2019. Auch bei einem Spiel gegen den FC. Aue musste der KSC schon in die Tasche greifen.

KSC - St. Pauli, November 2022
Bild: Mia

Um die angemessenen Strafen zu ermitteln, orientieren sich die DFB-Rechtsorgane vorrangig "täterorientiert". In der Praxis bedeutet das, dass die Ermittlung der verantwortlichen Täter durch den Heim- und den Gastverein und deren Sanktionierung an erster Stelle stehen. 

Ermittlungen gegen Unbekannt laufen

Wie weit die Ermittlungen schon fortgeschritten sind, konnte der KSC auf Nachfrage der Redaktion allerdings nicht mitteilen. "Derzeit werden mit den Verantwortlichen intensive Gespräche geführt, um den Vorfall aufzuklären", erläutert Pressesprecher Michael Wolf. Dabei soll auch geklärt werden, wie die Pyrotechnik überhaupt in das Stadion gelangen konnte.

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Die Polizei Karlsruhe ist in die Untersuchungen ebenfalls involviert, da es nach Meldung der Deutschen Presse Agentur (DPA) sogar Verletzte gegeben haben soll. Über die Anzahl der Verletzten und deren Genesungsstand könne die Polizei aktuell noch keine Auskunft geben.