Sieben externe Neuzugänge hat der Karlsruher SC bisher verpflichtet. Passiert nichts Außergewöhnliches, dann sind die Kaderplanungen damit  beendet.

Neuzugänge in jedem Mannschaftsteil

Den sieben Neuen stehen, neun Abgänge gegenüber. Am meisten schmerzt der Verlust von Torjäger Philipp Hofmann. Um ihn vergessen zu machen, wurden gleich zwei neue Stürmer in den Wildpark gelotst. ka-news.de nimmt die Neuzugänge unter die Lupe.

Kai Eisele

Eisele kommt ablösefrei von Ligakonkurrent Fortuna Düsseldorf in die Fächerstadt, sein Vertrag am Rhein war ausgelaufen. Er bekommt den Kaderplatz von Markus Kuster und könnte Marius Gersbeck zu Saisonbeginn vertreten.

Kai Eisele
Kai Eisele | Bild: Mia

Der Torhüter hatte vergangene Saison zwar nicht allzu viel Spielpraxis, doch insgesamt kann der 190-Zentimeter große, gebürtige Badener 88 Einsätze in der dritten Liga vorweisen. Er dirigiert die Abwehr lautstark, hat gute Reflexe, ließ aber den einen oder anderen Ball prallen. Gute Ausstrahlung beim ehrgeizigen 26 Jährigen, der bei der Spieleröffnung noch Potential hat.

Marcel Franke

Franke ist ein grundsolider Zweitligaspieler. Er hat Erfahrung, die das KSC-Team nach dem Abgang von Robin Bormuth benötigt. Hat Robustheit und ist körperlich stark. Der 29-Jahre alte Innenverteidiger, der von Hannover 96 zum KSC wechselt, ist körperlich stark, scheut keinen Zweikampf und gewinnt die Mehrzahl der Duelle - am Boden und in der Luft.

Marcel Franke
Marcel Franke | Bild: Mia

Er ist kein Sprinter, hat ein richtig gutes Stellungsspiel. Bisweilen: Tolle Pässe bei der Spieleröffnung, dann Unkonzentriertheiten auf diesem Sektor. War in Hannover Kapitän und könnte auch in der Eichner-Elf eine Führungsrolle einnehmen.

Florian Ballas

Ballas ist wie Franke auch Innenverteidiger, auch 29 Jahre alt und auch ein kampfstarker Abwehrspieler, der ebenso nicht im Regal: Sprinter zu finden ist. Der 196-Zentimeter-Mann war wegen anhaltender Knieprobleme lange verletzt, hat daher wenig Spielpraxis. Ballas kämpft knallhart um seine Fitness. Ist die da - ist der gebürtige Saarländer eine echte Alternative.

Florian Ballas (4)
Florian Ballas (4) | Bild: Mia

Der KSC stand nach der Verletzung von Daniel O´Shaugnessy unter Druck, musste schnell reagieren und einen Spieler verpflichten, der schnell helfen kann. Mit Ballas hat man den gefunden. Er bringt - die von Trainer Eichner immer wieder geforderte - Männlichkeit, Körperlichkeit und Größe mit. Hat rund 200 Zweitligaspiele absolviert.

Kelvin Arase

Der junge Österreicher wurde von Trainer Eichner beobachtet, der holte zudem Infos bei Ex-KSC- Profi Kevin Wimmer ein, der mit Arase bei Rapid Wien spielte. Arase ist ein pfeilschneller Offensivspieler, der auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann. Sein Plus: Schnelligkeit und Dribbelstärke.

Kelvin Arase und Marcel Franke.
Kelvin Arase und Marcel Franke. | Bild: Mia

Ausbaufähig: Zweikampfverhalten und Zielstrebigkeit vor dem gegnerischen Gehäuse. Er muss sich an die Härte in Liga zwei gewöhnen. Spannend, wie sich der talentierte 23-Jährige gegen die große Konkurrenz (Nebel, Batmaz. Choi, Schleusener) behauptet.

Paul Nebel

Mit 19 Jahren der jüngste Neuzugang. Hat gute Anlagen in Sachen Tempo und Technik und ist vielseitig einsetzbar. Nebel ist spielstark und taktisch gut geschult. Klar, dass er mit 169 Zentimeter Körpergröße kein Kopfballungeheuer ist.

Paul Nebel
Paul Nebel | Bild: Mia

Er arbeitet in der Defensive mit, muss sich aber im Zweikampfverhalten verbessern, um in Liga zwei zu bestehen. Auch in Sachen Torgefahr ist Luft nach oben. Eines ist klar: Nebel braucht Einsätze.

Simone Rapp

Ein Überraschungseinkauf der Marke: Wundertüte! Für die Verpflichtung des bald 30 Jahre alten Schweizers griffen die Karlsruher ganz tief in die klamme Kasse. Es soll eine sechsstellige Ablösesumme bezahlt worden sein. So viel bezahlte der KSC in den letzten Jahren nie.

Simone Rapp mit Co-Trainer Sirus Motekallemi.
Simone Rapp mit Co-Trainer Sirus Motekallemi. | Bild: Mia

Man machte das Geld locker, wohl auch, weil Rapp ein Stoßstürmer ist. Und: Diesen Typus an Spielern gibt es nicht so oft, ist aber in Liga zwei nötig. Er ist ein guter Kopfballspieler, hat technisch nicht die Fähigkeiten von Vorgänger Philipp Hofmann. Ob er nach so langer Zeit in der gemächlichen Schweiz mit Tempo, Technik und Zweikampfhärte in der 2. Liga zurechtkommt? Abwarten.

Mikkel Kaufmann

Er hat ein extrem spannendes Profil, hat zudem ein Jahr Eingewöhnung in Deutschland hinter sich. Kaufmann bringt Engagement, Schnelligkeit und Kopfballstärke mit. Er bietet Tiefenläufe an, hat Robustheit. Er ist Sturmtalent, das über gute fußballerische Fähigkeiten verfügt.

Mikkel Kaufmann
Mikkel Kaufmann | Bild: Mia

Seine Zweikampfquote und sein Durchsetzungsvermögen vor dem gegnerischen Tor sind ausbaufähig. Ebenso seine Torquote. Er muss auf den Gebieten: Abschlussstärke und den Körper richtig einsetzen noch dazulernen.

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Beim Ex-Club HSV war er nicht immer diszipliniert, wurde daher von Trainer Tim Walter aus dem Kader gestrichen. Kaufmann hat wohl seine Lektion gelernt, wurde gegen Saisonende besser, erzielte da seine beiden Tore.