"Wir bedauern die Schließung außerordentlich. Ein ganz großer Dank geht an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Klinikbetrieb bis zum Schluss aufrechterhalten haben", wird der Regionaldirektor des Paracelsus-Konzerns, Stefan Begemann, am Dienstag in einer Pressemeldung zitiert. Rund 200 Mitarbeiter verlieren durch die Einstellung des Klinikbetriebs ihren Job.  Aber "ein erheblicher Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Paracelsus-Klinik Karlsruhe-Durlach ist mittlerweile bei anderen Trägern unter Vertrag", so Begemann weiter.

Die Paracelsus-Klinik Karlsruhe befand sich nach eigenen Angaben schon lange in einer schwierigen finanziellen Lage. Nachdem es 2015 zu einem Ausfall der Sterilisationsabteilung kam, musste die Klinik aufgrund des dadurch verursachten Vertrauensverlustes erhebliche Rückgänge der Patientenzahlen hinnehmen. Die damit einhergehende Abwanderung von Leistungsträgern und die ohnehin schwierige Situation der Krankenhausfinanzierung verursachten in den vergangenen Jahren hohe Defizite, die nun zur Schließung der Klinik geführt haben.

Die Schließung der Paracelsus-Klinik in Durlach sei ein Baustein der Sanierung der gesamten Paracelsus-Gruppe. Die Paracelsus-Kliniken hatten am 21. Dezember 2017 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Der Sanierungsbedarf war entstanden, nachdem einzelne Standorte der Gruppe - darunter auch der in Karlsruhe-Durlach - erhebliche Verluste geschrieben hatten und dadurch die gesamte Klinikgruppe in finanzielle Schieflage geraten war.

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