Die Paracelsus Kliniken haben am Donnerstag, 21. Dezember, einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beim Amtsgericht Osnabrück gestellt. Das geht aus einem Schreiben der Geschäftsführung an die Mitarbeiter hervor. Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Insolvenz gegenüber ka-news.

"Dieser Schritt war notwendig, damit der Klinikverband mit 40 Einrichtungen an 23 Standorten die Chance einer nachhaltigen Sanierung im Interesse seiner Patienten, der Mitarbeiter und Gläubiger nutzen kann", heißt es in dem Schreiben weiter.

Die Löhne und Gehälter der 5.200 Beschäftigten seien ab Antragstellung im Rahmen des Insolvenzgeldes gesichert, versichert der Konzern. Auch der Klinikbetrieb solle an allen Standorten und in allen Abteilungen "unverändert" weiterlaufen. Für den Tag hat die Leitung zudem eine weitere Mitarbeiter-Information angekündigt.

Der Sanierungsbedarf ist entstanden, nachdem einzelne Standorte der Gruppe erhebliche Verluste geschrieben haben und dadurch die gesamte Klinikgruppe in finanzielle Schieflage geraten ist. Nun sollen im Zuge der Restrukturierung die defizitären Einrichtungen neu aufgestellt werden.

Der Artikel wurde nachträglich um die Stellungnahme des Konzerns ergänzt.