"Es ist unglaublich: Gleich zwei Mal sind unbekannte Täter in unser Autohaus eingebrochen und das innerhalb von nur zwei Wochen", ärgert sich Autohaus-Filialleiter Claus Bachofer im Gespräch mit ka-news, der die Vandalismus-Spuren mit der Kamera festhielt. Diebe hatten jeweils an den vergangenen Wochenenden die Fenster des Gebäudes eingeschlagen und machten ohne Rücksicht auf Verluste den firmeneigenen Tresor ausfindig.

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"Feuerlöscher-Knacker" machen Ottostraße unsicher

"Während Sie beim ersten Mal beim Öffnen scheiterten, packten sie beim zweiten Mal besseres Werkzeug ein und hatten Erfolg", so Bachofer, der davon ausgeht, dass es sich in beiden Fällen um die gleiche Diebesbande handelt. Rund 10.000 Euro seien entwendet worden - hinzu komme ein hoher Sachschaden, der aus kaputt getretenen Möbeln resultiere. "Wir haben es hier mit den 'Feuerlöscher-Knackern' zu tun", lacht Bachofer bitter - "so haben wir die Täter intern genannt - um ihre DNA-Spuren zu 'ersticken' haben sie den ganzen Raum mit Feuerlöscherschaum eingesprüht und eine üble Verwüstung hinterlassen." Nachdem man Anzeige erstattete, dauern die Ermittlungen der Polizei derzeit noch an, das bestätigte ein Sprecher der Karlsruher Polizei gegenüber ka-news.

Aber die Einbruchserie ist nicht das einzige, was Bachofer angesichts des Standorts seiner Filiale sauer aufstoßen lässt: Täglich tummeln sich im Bereich der Ottostraße nicht nur Neuwagen-Interessierte, sondern auch rund zwanzig immer wiederkehrende Damen aus dem Rotlicht-Milieu samt Kundenstamm. So komme es, ähnlich den Verhältnissen in der Karlsruher Fautenbruchstraße, immer wieder zu unerwünschten Hinterlassenschaften auch auf Bachofers Firmengelände, denn: Täglich grüßt die Lümmeltüte - "täglich vor Öffnung des Ladens fege ich den Kondom-Müll vom Hof."

Und täglich grüßt die Lümmeltüte

Seinen Angaben nach stehen die Straßenmädchen schon ab 17.30 Uhr täglich, "penetrant" vor der Einfahrt zum Autohaus - und das vollkommen legal, denn die Ottostraße ist nicht als Sperrbezirk gekennzeichnet. Sehr zum Leidwesen des Filialleiters: "Wir fühlen uns im Stich gelassen - das Problem kennen auch vier bis fünf andere Autohäuser um uns herum. Diese Verhältnisse schrecken unsere Kunden ab."

Eine Beschwerde bei der Stadt stieß offenbar auf taube Ohren. "Ich kann diese Ignoranz nicht nachvollziehen", so Bachofer gegenüber ka-news. Mit der Enttäuschung steht er nicht alleine da - bereits vor Kurzem berichtete ka-news über die gleiche Problematik in der Fautenbruchstraße. Der Leiter des dort ansässigen Raiffeisenmarktes sowie mehrere Kleingärtner berichteten über ähnliche Zustände.

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