Die Lebensmittelüberwachung der Stadt Karlsruhe hat in vier Restaurants der Fächerstadt teils erhebliche Mängel in Sachen Hygiene festgestellt. Nach Beanstandung wurden diese Mängel dann aber weitestgehend beseitigt.
Oxford Café Ost, Gerwigstraße
Bei der Kontrolle am 29. Juli 2022 wurde zum wiederholten Male festgestellt, dass die Eiswürfelmaschine innen verschmutzt war. Dies war im Oxford bereits im August 2021 beanstandet und mit einem Bußgeld geahndet worden.

"Die Verschmutzung der Eiswürfelmaschine stellt eine Gefahr für sämtliche ausgegebenen Getränke da. Zudem war in der Küche ein Handwaschbecken nicht funktionsfähig. Der Abfluss war beschädigt. Es stand nur ein sehr geringer Wasserstrahl, welcher nicht warm wurde, zur Verfügung", heißt es im Bericht der Stadt Karlsruhe.

Eine mangelnde Händehygiene stellte zudem eine Gefahr für sämtliche im Betrieb hergestellten Lebensmittel dar. Die Allergene sollen weder in der Speisenkarte noch auf der Homepage gekennzeichnet worden sein. Die Beseitigung der Mängel wurde am 1. September 2022 nachgewiesen.
Taumi, Lorenzstraße
Bei der Kontrolle am 14. Juni 2022 wurden mehrere Lebensmittel mit abgelaufenem Verbrauchsdatum vorgefunden:
- sechs Schalen Hähnchen Oberkeulenfleisch
- ein Karton Entenbrustfilet
- vier Beutel Hähnchenbrustfilet
Die Lebensmittel wurden noch während der Kontrolle entsorgt. Zudem wurde in der Küche ein voller Aschenbecher neben dem Reiskocher festgestellt. Dies wurde bereits bei Kontrollen im Jahr 2020 und 2021 angemahnt.

Das Küchenfenster war geöffnet. Ein Insektenschutzgitter fehlte. Auf den Oberflächen wurde Fliegendreck festgestellt. Im Keller wurde eine Ameisenstraße festgestellt. Im Bereich der Treppe zum Keller, hinter und unter den Regalen im Trockenlager sowie den als Trockenlager dienenden Kühlhäusern wurde Mäusekot festgestellt. Eine Bekämpfung war bereits vorgenommen worden.

Die Tiefkühltruhe mit dem Fisch war verschmutzt. Die im Betrieb vorgefundenen Verschmutzungen, insbesondere durch Schädlinge stellen eine Gefahr für sämtliche im Betrieb hergestellten Lebensmittel dar. Bei der Nachkontrolle am 17. Juni waren die Hygienemängel weitestgehend, insbesondere der Mäusekot, beseitigt.
Pizzaheimservice Da Paolo, Grünwinkler Straße
Bei der Kontrolle am 31. Mai 2022 wurden gravierende Hygienemängel u. a. auch Schimmelbildung in einem Kühlhaus sowie der Saladette festgestellt.

Neben massiven Altverschmutzungen in den gesamten Betriebsräumen wurden auch kühlpflichtige Lebensmittel nicht ausreichend gekühlt (Salami +19,9°C, Kochschinken +16,5°C und Reibekäse +12,7°C) aufbewahrt. Die Salami und der Kochschinken waren verfärbt. Es waren aufgewölbte Ränder erkennbar. Der Reibekäse war ebenfalls verfärbt.
Zudem wurden mehrere verdorbene Lebensmittel vorrätig gehalten:
- geschnittene Pilze für den Pizzabelag waren schwarz verfärbt
- deutlich eingetrockneter Gorgonzola
- sauer riechende, vorgekochte Tagliatelle
- säuerlich riechende Tomatensoße
- eingelegte Peperoni mit einer Wanze
Bei der Nachkontrolle wurde festgestellt, dass die beanstandeten Lebensmittel (Salamischeiben, Kochschinken, Reibekäse) noch immer im Kühlschrank vorrätig gehalten wurden. Die beanstandeten Peperoni wurden lediglich abgespült und wieder kaltgestellt.

Die vorgefundenen Hygienemängel und verdorbenen Lebensmittel stellen eine Gefahr für sämtliche im Betrieb hergestellten Speisen dar. Bei der Nachkontrolle am 2. Juni waren die Hygienemängel größtenteils beseitigt. Bei der Nachkontrolle am 3. August waren die Mängel größtenteils beseitigt.
Imbiss Teeamo, Karlstraße
"Bei der Kontrolle am 11. März 2022 wurden gravierende Hygienemängel festgestellt. Neben massiven Schimmelbildungen an der Decke, den Wänden und der Gardine in der Küche wurden unter den Einrichtungsgegenständen gravierende Altverschmutzungen festgestellt. Unterhalb der Schimmelbildungen wurden Lebensmittel (Tee) offen gelagert beziehungsweise zubereitet", heißt es im Bericht.

Der Behälter mit Zuckersirup für Bubble Tea waren am Rand, am Deckel und im Innern verschmutzt. Der Behälter für die Teebeutel war verschmutzt. In einem verschmutzten Kühlschrank wurde frischer Salat ohne ausreichende Umhüllung gelagert. In einer stark vereisten Tiefkühltruhe wurden in verschmutzten Behältern Fleischwaren offen aufbewahrt.

Der Behälter mit Matcha-Teepulver war stark verschmutzt. Der vorgefundenen Hygienemängel (insbesondere der massive Befall mit Schimmelsporen) stellten eine Kontaminationsgefahr für sämtliche im Betrieb hergestellten Lebensmittel dar. Der Betrieb wurde vorübergehend geschlossen.
Bei der Nachkontrolle am 14. März waren die Mängel größtenteils beseitigt. Die Wiederaufnahme des Betriebs wurde genehmigt. Eine weitere Kontrolle am 16. März ergab keine Mängel.