Live-Musik, Sommer, gute Laune. Der Festival-Sommer kehrt im Sommer2022 endlich nach Karlsruhe zurück, nachdem die Corona-Pandemie über zwei Jahre lang sämtlichen Freizeit-Aktivitäten den Riegel vorgeschoben hatte. Eines der Karlsruher Feste läuft den anderen aber definitiv den Rang ab -Das Fest 2022

Das Fest 1985-1989
Das Fest 1985-1989 | Bild: W. Grimberg / KME

So startete am gestrigen Dienstag, den 3. Mai, der  Vorverkauf für die begehrten Festival-Tickets. Los geht es am 21. Juli - zum mittlerweile 36. Mal. Zeit, um einmal auf die vergangenen 37 Jahre zurückblicken. Über einen Aufruf über die sozialen Medien haben wir darum gefragt: Was sind eure schönsten Erinnerungen an Das Fest?

"Chaka Khan hat Das Fest in neue Sphären befördert"

"Das Fest war für mich immer etwas Tolles. Tolle Musik, man konnte mal vom Alltagsstress abschalten. Sich mit Freunden dort treffen und einen schönen Tag verbringen. Zusammen lachen, zusammen tanzen. Es sind einer meiner schönsten Erinnerungen von früher in der Zeit, als ich noch dort gewohnt habe", schreibt beispielsweise die Userin Jaqueline auf Facebook.

Das Fest 1997
Das Fest 1997 | Bild: W. Grimberg / KME

Einer anderen Facebook-Userin namens "Denise" ist da besonders das Jahr 1990 in Erinnerung geblieben. "Da hat Chaka Khan gespielt. Das hat das Fest in neue Sphären befördert", schreibt sie an ka-news.de in die Kommentare. Doch auch das Jahr 1994 verknüpft die Kommentatorin mit einem besonderen Erlebnis. "Bei Marla Glen bin ich damals mit meinem Bruder direkt vor der Bühne im Regen gestanden. Dem armen Kerl ist seine Tasche mit der Fotoausrüstung vollgelaufen."

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Knapp drei Jahre später hat wiederum ka-news.de Leser Stefan eine besondere Erinnerung parat: Der Auftritt von Simple Minds von 1997. Praktisch: Er lebte damals "200 Meter Luftlinie" von der Günther-Klotz-Anlage entfernt. Bei Simple Minds schließt sich auch Leser "Thorsten" an: "Tito und Tarantula waren geil, Nene Cherry war auch toll, die Simple Minds - klasse."

"Ich habe meinen Ehemann dort kennengelernt"

Aber nicht nur die verschiedenen Bands und Solo-Künstler lassen die Karlsruher in Erinnerungen schwelgen. So Mancher hat dort nicht nur musikalisch etwas besonderes erlebt, sondern auch jemand besonderen kennengelernt. Wie zum Beispiel Corinna, die sich über Instagram bei ka-news.de meldete.

Das Fest 1985-1989
Das Fest 1985-1989 | Bild: W. Grimberg / KME

"Ich habe dort 2009 meinen Mann kennengelernt - beim Klassikfrühstück. Von der Stimmung ist uns LaBrassBanda 2017 extrem gut in Erinnerung geblieben", schreibt sie. Bis heute gehen die zwei regelmäßig auf Das Fest. Inzwischen wurde aus der "Das Fest Lovestory" sogar eine "Das Fest Family". 

"Wenn wir nicht gerade im Urlaub sind, gehen wir immer noch auf Das Fest. Dieses Jahr dann das erste Mal mit unserer zweijährigen Tochter. Da wird der Schwerpunkt auf tagsüber liegen", erzählt Corinna. 

Das Fest: Nur noch ein "kommerzielles Riesenevent"?

Doch neben all der Nostalgie wird seitens der Leser auch Kritik laut. Der Grund: Das Fest sei mittlerweile zum "kommerziellen Riesenevent" verkommen. 

"Es hat damals nichts gekostet, man durfte sich sein Wasser mitbringen und es war was für die ganze Familie. Auch gab es den ganzen Müll nicht, den die Jugend jetzt dort lässt", schreibt "Sara" in die Facebook-Kommentare. "Mir ist das absolut zu überlaufen und derzeit ist das sowieso für mich unter diesen Umständen gar kein Thema. Man kann sich ja unmöglich aus dem Weg gehen und klebt quasi aufeinander", pflichtet ihr "Thorsten" bei.

Das Fest 1997
Das Fest 1997 | Bild: W. Grimberg / KME

Auch Jörg sinniert im Facebook-Feed darüber, dass Das Fest "damals einfach was anderes" war.  Seine Kritik: Das Fest sollte zurück zu seinen regionalen Wurzeln zurückkehren, damit die Klotze wieder zu einem Ort "voller Freude, Musik und Überraschungen für Kindern und Erwachsenen" werden könne.

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"Die Kulisse war familiärer, man fand problemlos Platz auf dem Hügel - auch samstagabends. Nur wollte die Stadt halt nicht weiterhin die exorbitanten Kosten tragen - obwohl auch so das Fest weit über die Region hinausstrahlte - als 'Umsonst und Draußen'. Mehr Regionalität täte dem Ereignis wirklich gut. Was soll ein Karlsruher Fest, dass von so vielen überregionalen Besucher*innen besucht wird? Es ist kaum nachvollziehbar." 

Das Fest 1993
Das Fest 1993 | Bild: W. Grimberg / KME

Doch nicht alles an den "aktuelleren" Festen findet er schlecht. So ist ihm zum Beispiel ein Auftritt von Gentleman in Erinnerung geblieben.

"Er kam als Ersatz für irgendjemanden - weiß nicht mehr genau, wen - und legte einen wirklich tollen Auftritt hin. Fan bin ich keiner geworden, aber von der Nummer - wie er ins Publikum eintauchte und die Security nicht mehr hinterherkam und es ihm sehr egal war - fand ich großartig."