Cannabis Social Clubs (CSC) setzen sich für einen kontrollierten Anbau und Konsum von Cannabis ein. Ziel von CSCs sei, dass die Konsumenten sich nicht in illegale Aktivitäten "verstricken", heißt es auf der Homepage des Vereins. Dabei sollen bestimmte Anforderungen für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit gewährleistet werden.

"Wird nur so viel angebaut, wie auch verbraucht wird"

Betrieben wird der Verein von erwachsenen Mitgliedern, die selbst Cannabis konsumieren. Es wird nur so viel angebaut, wie auch verbraucht wird: "Die Produktkapazität basiert auf der zu erwartenden Höhe des jährlichen Verbrauchs der Mitglieder", heißt es auf der CSC-Homepage.

Doch wer sind die Mitglieder von CSCs? "Von Pharmazeuten, über Juristen bis zu Studenten" sei alles dabei. Im Gespräch mit ka-news erklärt Martin Steldinger von der Informationszentrale des "Cannabis Social Clubs" in Berlin: "Anfragen haben wir viele. Aber bis sich tatsächlich jemand traut, ist das ein großer Schritt". Interessierte scheinen eher zum "Global Marihuana March", eine Demonstration für die Legalisierung von Hanf, zu gehen. Dort könne man sich lockerer zeigen, sagt Steldinger.

Karlsruher Club äußert sich nicht

Untervereine gebe es in Deutschland schon einige, so Steldinger. Doch nicht alle CSC-Niederlassungen zählen auch als offizieller Verein: "Der CSC in Berlin geht gerade durch das Vereinsregister. Die Niederlassung in Hamburg wurde aber schon als Verein anerkannt."

Auf die Frage, warum der Konsum von Cannabis als unbedenklich gelten kann, antwortet Steldinger: "Es kommt immer darauf an, wie man konsumiert. Bisher leben wir auf einem Schwarzmarkt, wo niemand seine Erfahrungen teilt. Es wird nicht darüber gesprochen, alles wird geheim gehalten." Für genau diese Problematik seien CSCs da, denn sie sollen eine Alternative zum Schwarzmarkt sein. Außerdem soll so der Zugang für Minderjährige verhindert werden.

Bislang ist der lokale Cannabis Club nur auf Facebook präsent. Auf unsere Anfrage beim Karlsruher Ableger des "Cannabis Social Club" erhielten ka-news, nach anfänglichem Interesse, dann doch eine Absage. "Nach Rücksprache mit unseren Mitgliedern muss ich Ihnen leider absagen", lautete die anonymisierte Mailantwort. Und weiter: "Wir werden bei gegebener Zeit eine Pressemitteilung veröffentlichen."

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