17.18 Uhr: Sitzblockade auf Stephanplatz

Ein Teilnehmer der Sitzblockade, der namentlich nicht genannt werden möchte, erklärte gegenüber ka-news: "Wir wollen uns den Rechten und Kargida-Anhängern entgegenstellen. Rechte Propaganda hat in Karlsruhe keinen  Platz!"

Bisher sei es vor Ort noch zu keinen Vorfällen gekommen. "Die Lage ist bisher friedlich", so ein Sprecher der Polizei gegenüber ka-news.

Pegida-Anhänger und ihre Gegner wollen am Dienstagabend erneut für ihre Forderungen auf die Straße gehen. Wie in den Wochen zuvor werden sich die drei Karlsruher Pegida-Gruppen auf dem Stephanplatz versammeln, das Gegen-Bündnis "No Kargida" auf dem Europaplatz. Nach den Ausschreitungen am vergangenen Dienstag,ist die Polizei Karlsruhe eigenen Angaben zufolge "auf alles gefasst."

200 Demonstranten sind für die Auftaktkundgebung von "Kargida", "Pegida Karlsruhe" und der "Karlsruher Teaparty" um 18 Uhr auf dem Stephanplatz angemeldet. Danach will man durch die Innenstadt ziehen. Für die Gegendemonstration am Europaplatz wird mit etwa 800 Personen gerechnet. Kleinere Kundgebungen soll es laut Polizei zusätzlich am Ludwigsplatz sowie an der Kaiser-/ Ecke Leopoldstraße geben.

17.30 Uhr: Polizei macht Durchsagen

Die Polizei Karlsruhe bittet mit Durchsagen die Demonstranten, ihre Sitzblockade aufzulösen und den Platz zu verlassen, da es sich um eine nicht angemeldet Versammlung handele. Sie sollen die angemeldete Demonstration nicht blockieren. Ein Anti-Konflikt-Team der Polizei ist im Einsatz, um mit den Blockieren ins Gespräch zu kommen. Die Kargida-Demo darf indes nach aktuellem Stand vom Stephanplatz Richtung Westen marschieren.

17.38 Uhr: Polizei droht mit Räumung

Die Polizei fordert die Blockiere erneut auf, die Blockade sofort zu beenden. Sonst werde die Polizei mit "unmittelbaren Zwang" die Sitzblockade beenden.

17.42 Uhr: Blockierer räumen Stephanplatz freiwillig

Die Demonstranten haben freiwillige die Sitzblockade aufgelöst. Sie rufen: "Ein Hoch auf die internationale Solidarität." Der Platz ist nun frei für die Kargida-Anhänger.

18.18 Uhr: Kargida-Demo beginnt

Auf dem Stephanplatz beginnt die Kargida-Demo. Auf dem Europaplatz haben sich die Gegner zu einer Kundgebung versammelt.

18.18 Uhr: Versammlungen auf Stephan- und Europaplatz

Laut Polizei haben sich auf dem Stepanplatz derzeit rund 70 Kargida-Teilnehmer versammelt - auf dem Europaplatz demonstrieren nach Polizeiangaben rund 250 Gegendemonstranten.

19.50 Uhr: Pegida läuft los

Die Pegida-Kundgebung auf dem Stephanplatz ist laut Polizei beendet. Der Demozug startet in Richtung Amalienstraße.

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20 Uhr: Bisher verlaufen Demos friedlich

Laut einem Sprecher der Polizei Karlsruhe verlaufen die Versammlungen bisher ohne größere Vorkommnisse. In den Bereich Amalienstr./Leopoldstr. sind kurzzeitig 50 Gegendemonstranten vorgedrungen. Hierbei sei es aber zu keinen Handgreiflichkeiten gekommen. Die Demonstranten seien von der Polizei wegbegleitet worden, so der Sprecher. An der Pegida-Demo nehmen laut Polizei rund 300 Personen teil. 500 bis 600 Personen nehmen an den Gegendemos auf dem Ludiwgsplatz und Europaplatz teil.

20.15 Uhr: Pegida-Aufzug beendet

Der Pegida-Aufzug ist laut Polizei beendet.

20.29 Uhr: Hitzige Wortgefechte

Anhänger der islamkritischen Pegida-Bewegung und linksgerichtete Gegendemonstranten haben sich am Dienstagabend in Karlsruhe erneut hitzige Wortgefechte geliefert.Laut Polizei versammelten sich rund 180 Menschen mit Deutschlandfahnen und dem Ruf "Wir sind das Volk" in der Innenstadt. Etwa 250 Gegendemonstranten griffen sie verbal an und riefen: "Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda". Ein Großaufgebot der Polizei trennte zum dritten Mal im Wochenabstand beide Seiten voneinander. Der Veranstalter der Pegida-Kundgebung in Karlsruhe kündigte den nächsten Aufzug für den 23. März an. Dann wollen auch die Gegendemonstranten wieder auf die Straße gehen.

20.33 Uhr: Demo beendet

 Die Demo am Stephanplatz wurde laut Polizei offiziell für beendet erklärt.

Hier geht's zur Webcam mit Blick auf den Europaplatz

Mittwoch, 7.40 Uhr: Polizei zieht positive Bilanz

Wie die Polizei Karlsruhe in einer Pressemitteilung erklärt, startete die dritte Pegida-Kundgebung mit anschließendem Aufzug entlang der Amalienstraße in Richtung Kaiserplatz am Dienstagabend mit rund 300 Teilnehmern.

Bereits im Vorfeld hatten sich gegen 16 Uhr etwa 30 Gegner auf dem Stephanplatz niedergelassen, um die für 18.30 Uhr geplante Pegida-Versammlung zu stören oder zu verhindern, heißt es vonseiten der Polizei weiter. Nach Aufforderung verließen die Demonstranten den Platz, sodass die Kundgebung planmäßig starten konnte.

Gegen 17.30 Uhr sammelten sich zunächst bis zu 300 Teilnehmer der Demonstration "Bündnis gegen Kargida" auf dem Europaplatz. Nahezu zeitgleich begann der Zulauf der Pegida-Teilnehmer auf den Stephanplatz. Die Versammlung begann gegen 18.35 Uhr. Unterdessen versuchten rund 30 Linksautonome über die gesperrte Amalienstraße zu der Pegida-Versammlung vorzudringen. In Höhe der Douglasstraße konnten die Personen von der Polizei gestoppt werden. Nach Ansprache durch Antikonfliktteams der Polizei begab sich die Gruppe zurück zur Karlstraße.

Nachdem sich die Personen der Pegida-Kundgebung gegen 19.45 Uhr  über die Amalienstraße  in Richtung des Kaiserplatzes in Bewegung gesetzt hatten, machten sich mehrere Gruppen von Gegendemonstranten an verschiedenen Stellen entlang des Aufzugs lautstark bemerkbar. "Vereinzelt versuchten Demo-Teilnehmer des linken Spektrums Absperrungen zu übersteigen", heißt es im Pressebericht. Die an den Sperren eingesetzten Beamten mussten daraufhin reagieren und unter Einsatz von Pfefferspray ein Durchdringen verhindern. Verletzte gab es offensichtlich nicht. Für die Dauer des Aufzugs mussten sämtliche Straßen rund um die Aufzugsstrecke kurzzeitig gesperrt werden.

Zum Ende der Pegida-Kundgebung gegen 20.30 Uhr gaben auf dem Stephanplatz erneut bis zu 600 Personen lautstark ihre Meinung kund. Nachdem die Pegida-Teilnehmer den Stephanplatz in Richtung Hauptbahnhof verlassen hatten, kam es während der Abreise im Bereich des Bahnhofsvorplatzes zu einer weiteren Ansammlung von Teilnehmern des linken Spektrums. Dort ist es laut Polizei zu Flaschenwürfen, einer Beleidigung und einem Verstoß gegen das Vermummungsverbot gekommen, weshalb die Polizei vier Personen vorläufig festnahm.

Zudem kam es nach Auflösung der Spontankundgebung im  Bahnhofsgebäude zur Festnahme eines wiedererkannten Tatverdächtigen, der im Zuge der Demonstration am 23. Februar in Pforzheim einen Polizeibeamten verletzt hatte. Bereits bei der Anreise von Demonstrationsteilnehmern kam es auf Zugstrecke zwischen Stuttgart und Karlsruhe in Höhe von Pforzheim zu einer Auseinandersetzung von Anhängern der beiden Lager. Beamte der Bundespolizei konnten die Situation allerdings beruhigen.

Einsatzleiter und Polizeivizepräsident Roland Lay zeigt sich zufrieden: "Dank einer erneut konsequenten Trennung der Pegida-Kundgebung und deren Aufzug von den bis zu 600 Teilnehmern der Gegenveranstaltungen ging das Konzept der Polizei auf. Eine direkte Konfrontation beider Lager konnte vermieden werden. Am Ende dieses Demonstrationstages können wir insgesamt eine sehr positive Bilanz ziehen."

 

Dienstag, 7.50 Uhr: Pegida-Gegner wollen weiter mobil machen

Nach der dritten Pegida-Kundgebung erklären die Grüne Jugend Karlsruhe und die Linksjugend in einer gemeinsamen Presseerklärung, dass sie auch weiterhin gegen Pegida-Demonstrationen mobilisieren wollen. "Wir freuen uns, dass die Pegida-Aufmärsche auf dem Stephanplatz immer weniger Zulauf genießen", heißt es hier, "im Verlauf der vergangenen drei Demonstrationen war die Anzahl der Pegida-Demonstraten wie auch die von ihnen zurückgelegten Strecke im Zuge ihrer sogenannten 'Stadt-Spaziergänge' rückläufig. Versuchten die sie bei den vorangegangenen Terminen noch erfolglos zum Schloss zu marschieren, blieb ein ernsthafter Versuch dieses Mal aus."

Die Polizei, "deren ungenügende Koordination und Konfliktvermeidung bereits in den vergangenen Wochen bemängelt wurde", habe dieses Mal etwas mehr Kontrolle über die Situation gehabt. Sorge bereiten den Pegida-Gegnern nach eigenen Angaben die "zunehmend radikaler werdenden Parolen". "Es gilt nun, bis in zwei Wochen erneut gegen Pegida zu mobilisieren."

 

ka-news-Hintergrund:

Zu den Pegida-Demos in den vergangenen zwei Wochen versammelten sich jeweils rund 200 Teilnehmer auf dem Stephanplatz. Ihnen gegenüber standen 700 Gegendemonstranten. 

Beim ersten Pegida-Aufzug am Dienstag, 24. Februar, durch die Karlsruher Innenstadt vor zwei Wochen mussten Polizisten die Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten trennen. Dabei wurden vier Beamte leicht verletzt. Die Polizisten setzten vereinzelt Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Bei der zweiten Demonstration am Dienstag, 3. März, kam es zu massiven Ausschreitungen. Es wurden Eier und Steine geworfen. Zehn Demonstranten wurden festgenommen.

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