200 Demonstranten sind für die Auftaktkundgebung von "Kargida", "Pegida Karlsruhe" und der "Karlsruher Teaparty" um 18 Uhr auf dem Stephanplatz angemeldet. Danach will man wie die Dienstage zuvor auch, durch die Innenstadt ziehen. Ob und wo die Demonstranten marschieren dürfen, werden Ordnungsamt und Polizei lageabhängig am Abend entscheiden.

Polizei: "Wir sind auf alles gefasst"

Für die Bevölkerung will man die Beeinträchtigungen durch die Kundgebungen jedoch so gering wie möglich halten, heißt es vonseiten der Polizei. Ob die Polizeikräfte aufgrund der Vorkommnisse am vergangenen Dienstag aufgestockt werden, will man keine Angaben machen. "Wir sind auf alles gefasst", so eine Sprecherin gegenüber ka-news, "wir rechnen wieder damit, dass es zu verschiedenen Ausbrüchen von Personen kommen könnte."

Für die Kundgebung am Stephanplatz sind 200 Personen angemeldet, für die Gegendemonstration am Europaplatz 800. Kleinere Kundgebungen soll es laut Polizei zusätzlich am Ludwigsplatz sowie an der Hirsch-/Amalienstraße geben. Die Polizei rechnet insgesamt mit 500 bis 700 Gegendemonstranten.

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Bahnfahrer werden sich wieder auf Umleitungen ab 19 Uhr einstellen müssen: Die angekündigten Demonstrationen zwingen die Verkehrsbetriebe Karlsruhe zu einer Umleitung im Streckenabschnitt zwischen Europaplatz und Schillerstraße. Wie lange die Haltestellen ausfallen werden, ist vom Demonstrationsgeschehen abhängig: "Sobald der Demonstrationsverlauf es zulässt, werden die Bahnen wieder dem planmäßigen Linienverlauf folgen."

Aktualisierung, 10. März

Wie die Polizei mitteilt wurde die angemeldete Gegendemonstration von der Hirsch-/Amalienstraße in die Kaiser-/ Ecke Leopoldstraße verlegt.

ka-news-Hintergrund:

Zu den Pegida-Demos in den vergangenen zwei Wochen versammelten sich jeweils rund 200 Teilnehmer auf dem Stephanplatz. Ihnen gegenüber standen 700 Gegendemonstranten. 

Beim ersten Pegida-Aufzug am Dienstag, 24. Februar, durch die Karlsruher Innenstadt vor zwei Wochen mussten Polizisten die Pegida-Anhänger und Gegendemonstranten trennen. Dabei wurden vier Beamte leicht verletzt. Die Polizisten setzten vereinzelt Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Bei der zweiten Demonstration am Dienstag, 3. März, kam es zu massiven Ausschreitungen. Es wurden Eier und Steine geworfen. Zehn Demonstranten wurden festgenommen.

 

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