Nein, denn: "Solange Pegida marschieren möchte, werden wir auch da sein" , teilen die "No Kargida"-Organisatoren mit. Die Kundgebung ist für 18 Uhr auf dem Europaplatz geplant. "Die bisherige Auswahl der Redner bei den Karlsruher Pegida-Demonstrationen hat gezeigt, dass hier gezielt Stimmung gemacht wird gegen Flüchtlinge und muslimische Mitbürgerinnen und Mitbürger."

"No Kargida" ist ein breites Aktionsbündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und Gewerkschaften, Parteien, Jugendverbänden, antifaschistischen Gruppen und Organisationen, Kirchen und religiösen Gemeinschaften, sowie aus weiteren gesellschaftspolitisch engagierten Vereinen und Organisationen unter dem Motto "Vielfalt willkommen heißen".

Die "No Kargida"-Veranstalter hoffen auf ein baldiges Ende der Pegida-Demonstrationen in Karlsruhe: "Wir gehen davon aus, dass der Pegida-Spuk in Karlsruhe bald ein Ende hat. Wer angenommen hat, dass Pegida in Karlsruhe eine bürgerliche Bewegung ist, ist einer Illusion aufgesessen. Spätestens jetzt werden die letzten 'besorgten Bürger' Pegida Karlsruhe den Rücken zu kehren. Zurück bleiben wird ein Häuflein von unbelehrbaren Nazis und gewaltbereiten Schlägern."

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Für die Pegida-Kundgebung liegt derzeit noch keine konkrete Anmeldung vor. Es steht daher noch nicht fest, wo die Versammlung und der Aufzug stattfinden werden. Wie Gespräche mit der Stadt zeigen, ist jedoch davon auszugehen, dass die Pegida-Anhänger - wie bei den vorhergehenden Demonstrationen - auf dem Stephanplatz zusammenkommen werden. Für den Zeitraum nach dem 17. März haben die Pegida-Organisatoren lediglich  Versammlungen im zweiwöchigen Abstand angekündigt.

ka-news-Hintergrund:

Zu den beiden Pegida-Demos in den vergangenen zwei Wochen versammelten sich jeweils rund 200 Teilnehmer auf dem Stephanplatz. Ihnen gegenüber standen 700 Gegendemonstranten. 

Beim ersten Pegida-Aufzug durch die Karlsruher Innenstadt vor zwei Wochen hatten Polizisten die Pegida-Anhängern und Gegendemonstranten getrennt. Dabei wurden vier Beamte leicht verletzt. Die Polizisten setzten vereinzelt Schlagstöcke und Pfefferspray ein.

Bei der zweiten Demonstration kam es zu massiven Ausschreitungen. Es wurden Eier und Steine geworfen. Zehn Demonstranten wurden festgenommen.

Homepage: No Kargida

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