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Karlsruhe: Protestcamp gegen 2. Rheinbrücke: "Die Verkehrspolitik ist veraltet - es gibt keinen Bedarf!"

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Protestcamp gegen 2. Rheinbrücke: "Die Verkehrspolitik ist veraltet - es gibt keinen Bedarf!"

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    Der Protest gegen die zweite Rheinbrücke ist noch immer nicht erloschen.
    Der Protest gegen die zweite Rheinbrücke ist noch immer nicht erloschen. Foto: Thomas Riedel

    Am Samstag, um 12 Uhr, steht die Zelte des Protestcamps wie angekündigt in einem Wäldchen in Maxau. Obwohl die zweite Rheinbrücke offiziell genehmigt ist, sehen FFF und die Protestbewegung "eine reicht" in ihr einen fatalen Rückschritt, weshalb sie trotz des Beschlusses weiter demonstrieren.

    "Es ist veraltete Verkehrspolitik"

    "Für uns ist es völlig klar, dass diese Brücke aus einer veralteten Verkehrspolitik ist und dass es für sie keinen Bedarf gibt. Mit ihr werden Stadt und Landkreis die umliegende Natur zerstören, ohne das Stauproblem zu lösen. Deshalb demonstrieren wir mit dem neuen Protestcamp in Maxau", sagt Arne, Presseverantwortlicher von Fridays for Future Karlsruhe.

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    Foto: Thomas Riedel

    "Dieses Camp hier in Maxau ist als symbolische Warnbesetzung gedacht. Bis Sonntag werden wir bleiben und auch von hier aus über das Thema der zweiten Rheinbrücke informieren. Wir wollen unser Anliegen wieder in die breite Öffentlichkeit bringen. Parallel machen wir uns auch weiterhin für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs stark", sagt er Aktivist weiter.

    Probleme des öffentlichen Verkehrs

    Öffentlicher Verkehr statt auf eine zweite Rheinbrücke sei eines der wichtigsten Plädoyers, die die Veranstalter des Protestcamps vertreten. Doch ist die Bahn mit den kürzlichen Streiks und der  Kritik an den Ticketpreisen wirklich eine gleichwertige Alternative innerhalb der derzeitigen Verkehrssituation an der Rheinbrücke?

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    Foto: Thomas Riedel

    "Nein, leider nicht. Wir verstehen jeden, der über die Rheinbrücke von der Pfalz nach Karlsruhe kommt und der äußerst frustriert von den Staus ist. Und wir verstehen auch, dass Pendler oft ungern auf die Bahn umsteigen, denn die ist nicht modernisiert genug, nicht ausgebaut genug und hat keine ausreichenden finanziellen Mittel", erklärt er.

    "Wir zementieren wortwörtlich eine falsche Verkehrspolitik"

    Doch genau das sei laut Arne ein schwerwiegender Teil des Problems. "Statt dass wir aber die Bahn ausbauen, soll mit dem Geld eine zweite Rheinbrücke gebaut werden. Eine vierspurige Straße durch ein Vogelschutzgebiet, die wahrscheinlich noch mit der B 36 verbunden wird", sagt er weiter.

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    Foto: Thomas Riedel

    "Wir zementieren ihr wortwörtlich eine falsche Verkehrspolitik für die Zukunft. Würden wir den öffentlichen Verkehr ausbauen, bräuchten wir diese Brücke nicht und hätten denselben Effekt unter umweltschonenderen Bedingungen erreicht."

    Alle Bilder zum Protestcamp gegen die zweite Rheinbrücke:

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