Es ist ein Highlight in der Vereinsgeschichte des KSC. Die U19 hat es ins Finale des DFB-Pokals geschafft. Am Freitag steht dem Talentteam der Badener der Saisonhöhepunkt bevor. Das DFB-Pokalfinale der U19 wird am 23. Mai 2025 um 18 Uhr im Karl-Liebknecht-Stadion in Potsdam angepfiffen. Der KSC trifft auf das Team des SV Werder Bremen. Die Partie wird live bei verschiedenen TV-Sendern übertragen.

1.800 KSC-Fans reisen mit den Junioren nach Potsdam
"Das wird ein cooles Event", sagt der organisatorische Leiter Pascal Huber. "1.800 Tickets wurden an KSC-Fans verkauft – super! Im Vorverkauf wurden schon rund 5800 Karten abgesetzt."

Diese Kulisse wird für die Spieler sicherlich motivierend sein. Besonders freut Huber, dass viele KSC-Funktionäre zum Finale reisen. "Viele Mitarbeiter der Geschäftsstelle und der grenke aKAdemie kommen mit nach Potsdam." Das zeigt die große Identifikation im Verein mit der U19.
Auch Cheftrainer Eichner blickt gespannt auf das Finale
Auch Cheftrainer Christian Eichner plant vor Ort zu sein, hat ein Ticket reservieren lassen: "Die U19 hat ein tolles Jahr gespielt, könnte dieses im Optimalfall mit dem Pokal krönen. An einem Pokalfinale teilzunehmen ist klasse – es ist eine herausragende Leistung für alle, die daran beteiligt sind. Für die Jungs ist das etwas ganz Besonderes."

Eichner schätzt das NLZ, pflegt einen guten Kontakt dorthin. Bei Huber laufen die organisatorischen Fäden des tollen KSC-NLZ zusammen. Zudem: Cheftrainer Ralf Kettemann absolviert seit Monaten die Ausbildung zum Fußballlehrer, ist immer wieder über Phasen von zwei bis drei Tagen abwesend. Sowohl die Co-Trainer Julian Schwarz und Julian Metzger, aber auch der komplette Staff rund um Teammanager Peter Gadinger, der sehr erfahrene Ex-Profi und einstige Co-Trainer in der 1. Bundesliga, kompensieren das.
Business as usual vor dem großen Finale
Aber: All das ist aktuell absolut zweitrangig. Alle im Wildpark sind auf das große Highlight am Freitag gegen Bremen fokussiert. Abfahrt ist am Donnerstagmorgen um 5.30 Uhr mit dem Bus nach Berlin. Bis dahin: Keine besondere Vorbereitung - Business as usual. "Es ist eine ganz normale Trainingswoche, alles läuft ab wie sonst auch.

Am Donnerstagnachmittag findet ein Abschlusstraining vor Ort statt." Am Abend folgt dann ein erstes Highlight: das DFB-Bankett zum Finale mit Delegationen des KSC und von Werder Bremen. "Das wird für die Jungs ganz sicher ein richtig cooles Event." Am Freitagmorgen gibt es ein lockeres Anschwitzen, bevor es dann gegen Abend zur Sache geht.
KSC-Junioren verloren die Generalprobe gegen Mainz
Das KSC-Team ist seit Ende April ohne Wettkampf. Da schieden die Badener im Achtelfinale um die Deutsche-A-Junioren-Meisterschaft aus. Mit einem Testspiel am vergangenen Wochenende gegen Mainz wollte man im Rhythmus bleiben und die Spannung hochhalten.

Die 0:1-Niederlage gegen Mainz soll ein gutes Omen sein – nach einer schlechten Generalprobe folgt oft ein starkes Finale.
Der Sprung zu den Profis ist gut möglich
Dass Linksverteidiger Leon Parduzi zu Holstein Kiel geht, sieht Huber nicht als schlechte Voraussetzungen fürs Finale. "Man freut sich für die Person Leon Parduzi, dass er diese Möglichkeit bekommt. Die Jungs sind hochmotiviert und fiebern diesem Highlight entgegen - da sehe ich null Problem." Dass nach der U19 der eine oder andere Spieler den Verein verlässt, sei "völlig normal. Wir haben insgesamt eine richtig gute Übergangsquote."

Louey Ben Farhat und Mateo Kritzer haben bereits Profiverträge unterschrieben. Jassin Manai (Innenverteidiger) und Tim Schunck (Stürmer) haben Kontrakte für die KSC U23. "Damit haben wir fast die Hälfte des 2006er Jahrgangs an den KSC gebunden." Aus dem U19 Team will Huber keinen besonders hervorheben: "Die Stärke dieses Teams ist die mannschaftliche Geschlossenheit innerhalb der gesamten Truppe, samt dem Trainerteam. Da jemanden herauszupicken, wäre nicht fair."

Teilnahme am Finale ist Ergebnis jahrelanger guter Arbeit
Diese Finalteilnahme ist Belohnung für kontinuierliche Arbeit im NLZ. "Dieser Erfolg ist nicht nur auf das aktuelle Spieljahr zu reduzieren, das ist das Ergebnis langjähriger Arbeit. Unsere kontinuierliche Arbeit im NLZ zahlt sich hier aus. Das ist die Basis dieses besonderen Erfolgs. Es ist ein absolutes Highlight für uns als NLZ und wir brennen alle darauf, nun den letzten Schritt zu gehen."

Die Chancen seien nicht schlecht: "Es wird eine offene Partie – die Tagesform wird entscheiden. Es gibt keinen klaren Favoriten", sagt Huber.
Zwei Leistungsträger fallen für das Finale aus
Die beiden U19 Spieler mit Profierfahrung, Rafael Pinto Pedrosa und Louey Ben Farhat, plagen sich mit kleineren Verletzungen herum. Verteidigertalent Pedrosa kam von einem Lehrgang bei der U18-Auswahl des Deutschen Fußballbundes mit muskulären Problemen zurück. Sein Einsatz ist nicht garantiert. "Er ist für die Vorbereitung eingeplant, aber aktuell noch leicht angeschlagen", so Huber. Ben Farhat fällt dagegen nach einem Bänderriss sicher aus, wie Vereinsarzt Marcus Schweizer gegenüber den BNN bestätigte.

Die Siegerehrung findet übrigens am Samstag vor dem Anpfiff des Herrenfinales im Olympiastadion statt – da ist Gänsehaut garantiert.