Stephan Ambrosius ist da. Der Defensivspezialist wurde vom KSC bis Saisonende ausgeliehen. Der 23-Jährige, der vom Hamburger SV kommt, soll die Lücke in der Abwehrzentrale der Badener schließen, die durch die vielen Verletzten entstand. Am Gehalt von Ambrosius beteiligt sich der HSV in Teilen weiterhin.

Ein Zweikampfmonster

Der ungemein ehrgeizige Ambrosius hat die Fähigkeiten, beim KSC Stammspieler zu werden. Er dürfte wohl sicher am Samstag, wenn der KSC in Regensburg antritt, in der Startelf der Badener stehen.

Christian Eichner (KSC Trainer) mit kritischem Blick beim Training.
Christian Eichner (KSC Trainer) mit kritischem Blick beim Training. | Bild: Carmele|TMC-Fotografie

KSC-Coach Trainer Christian Eichner freut sich über die Verpflichtung von Ambrosius, hält es durchaus für möglich, "dass Stephan in Regensburg spielt. Wir werden genau hinschauen, aber - es ist möglich." Ambrosius gilt als knallharter Zweikämpfer, etliche nennen ihn: Zweikampfmonster.

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Obwohl er mit 183 Zentimetern für einen Innenverteidiger nicht sehr groß ist, ist er enorm kopfballstark. Beim HSV-Coach Tim Walter hatte Ambrosius so gut wie keine Einsatzchance, denn der setzt bei seinem Kombinationsfußball primär auf spielstarke zentrale Abwehrspieler – erst danach auf knallharte Kämpfer.

28 Liga-Spiele in fünf Saisons

Ambrosius entstammt der HSV-Jugend und kommt für die Rothosen auf 27 Einsätze in der 2. Bundesliga. In HSV-Abstiegssaison 2017/18 stand er einmal in der Bundesliga auf dem Rasen. Ein Tor im deutschen Profifußball blieb Ambrosius bisher verwehrt. Für die Nationalmannschaft Ghanas stand der Abwehrspieler bisher noch nicht in einem Pflichtspiel auf dem Platz, gilt aber dennoch als Kandidat für die Winter-WM in Katar.  

Steht der neue KSC-Abwehrspieler bei den Oberpfälzern beim Anpfiff auf dem Rasen, wäre das nach rund 16 Monaten sein erster Startelfeinsatz. Am 25. April 2021 hatte sich das Kraftpaket seinen zweiten Kreuzbandriss zugezogen.

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Seither ist der gebürtige Hamburger, der für die deutsche U 21 Nationalelf auflief, sich aber inzwischen für die A-Auswahl Ghanas - mit Chancen für eine WM Teilnahme in Katar - entschieden hat, ohne echte Wettkampfpraxis. Rund 16 Monate.

Stammspieler bis zum nächsten Kreuzbandriss

Im Dezember 2018 hatte er schon einmal großes Pech, auch da zog er sich einen Kreuzbandriss zu. Die damalige lange Verletzungspause endete am letzten Spieltag der Saison 2019/2020, nach 19 Monaten, mit einem Einsatz über 44 Minuten. Danach war er beim HSV unumstrittene Stammkraft.

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Bis - zur nächsten langen Verletzungspause – im April 2021. Jetzt ist er wieder beschwerdefrei, fit. Bleibt abzuwarten, wie sich die zum einen fehlende Spielpraxis, zum anderen die fehlende körperliche Belastung auswirken. Auch, weil der zentrale Abwehrspieler körperbetont agiert.