Lichtblicke, Spieler die bei der 2:3 Heimklatsche des KSC gegen Aufsteiger Magdeburg überzeugten, gab es wenige. Kelvin Arase gehörte aber dazu. Der 23 Jahre alte Österreicher wirbelte nach seiner Einwechslung - beim Stand von 0:3 - auf der offensiven rechten Außenbahn.

Arase kommt zur Pause

Ein Dreifachwechsel in der Halbzeit war der Schlüssel zur Leistungssteigerung beim bis dahin bitter enttäuschenden KSC-Team. Bis Minute 39 - kein Torschuss der Badener, der auch nur halbwegs für Torgefahr sorgte. "Wir drei wollten alles reinhauen. Wollten den Unterschied machen und schauen was noch geht", so Arase nach der Partie.

KSC gegen 1. FC Magdeburg
Bild: Mia

"Ein Punkt wäre drin gewesen. Aber das ist uns leider nicht gelungen." Angetan war der schnelle Arase "von der Stimmung nach unseren Toren - das war geil. Schade, dass wir nicht mehr geschafft haben." Die drei Einwechselspieler "wollten das Spiel einfach gestalten, den Jungs, die bei der Hitze auf dem Platz waren, etwas von der Last abnehmen. Uns war klar, dass die Kollegen auf dem Spielfeld ins Grübeln gekommen sind. Wir wollten helfen."

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Kelvin Arase sorgte in Halbzeit zwei über die rechte Außenbahn für Schwung. Simone Rapp und Mikkel Kaufmann im Angriffszentrum für Torgefahr. Aber es reichte letztendlich nicht zu etwas Zählbarem für die Blau-Weißen.

"Leistung war gut, aber..."

Der U21-Nationalspieler Österreichs fand seine "Leistung war gut. Aber besser wäre gewesen, wenn ich die eine Halbchance genutzt hätte. Ich fand es gut, dass ich der Mannschaft etwas helfen konnte." Wohl wissend, dass es nicht leicht ist beim Stand von 0:3 eingewechselt zu werden.

Kelvin Arase
Kelvin Arase | Bild: Thomas Riedel

"In der ersten Halbzeit haben wir die falschen Entscheidungen getroffen. Wir hatten Räume in der Offensive, Möglichkeiten aber schlechte Entscheidungen getroffen", analysierte der Flügelflitzer, der von Rapid Wien in Wildpark wechselte. Übrigens auf Drängen von Trainer Christian Eichner, der ihn beobachtet hatte und als Neuzugang wollte.

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"Es war für das Trio nicht einfach bei 0:3 reinzukommen", sagte Eichner und ging dann genauer auf Arase ein: "Kelvin hatte zu Beginn der Vorbereitung zwei richtig, richtig gute Wochen. Dann ist er ein Loch gefallen. Mir war klar, er muss und wird daran arbeiten, er darf nicht nachlassen. Und es war klar - der Moment wird kommen." Er habe gegen Magdeburg gut gespielt, das Vertrauen zurückgezahlt.

"Der Trainer weiß was er tut"

"Ich habe ihn gesehen, ich weiß warum er bei uns ist. Jetzt geht es darum. Wie bekommen wir - zusammen mit Kelvin - so eine Leistung konstant hin? Zu Hause und auswärts - daran müssen wir mit dem Jungen arbeiten und das werden wir." Man werde mit Arase, aber auch allen anderen "auf den Dingen, die gut waren, aufbauen. Aber wir werden auch nicht aufhören, den Spielern auf den Sack zu gehen, damit es besser wird."

Kelvin Arase (rechts) und Karim Elabed.
Kelvin Arase (rechts) und Karim Elabed. | Bild: Mia

Trotz seinem überzeugenden Auftritt nach der Einwechslung eine Startelf- oder gar Stammplatzforderung gibt es von Arase nicht. "Ich habe mir seit Saisonbeginn vorgenommen zu spielen, der Trainer weiß was er tut. Ich gebe Gas, damit ich hoffentlich im nächsten Spiel von Anfang an dabei bin und hoffentlich bald Starter werde."

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Seine Leistungsdaten gegen Magdeburg könnten sehr hilfreich sein. Eine Torvorbereitung, zwei Torschussvorlagen, über sechs Kilometer gelaufen - darunter viele, viele Sprints. 88 Prozent Passquote und der Dribbler gewann fast die Hälfte seiner Zweikämpfe.