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Karlsruhe: Diese KSC-Verträge laufen bald aus: Schleusener, Jung und Jensen - wer bleibt, wer geht?

Karlsruhe

Diese KSC-Verträge laufen bald aus: Schleusener, Jung und Jensen - wer bleibt, wer geht?

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    Die Verträge von Christoph Kobald und Robin Bormuth laufen aus.
    Die Verträge von Christoph Kobald und Robin Bormuth laufen aus. Foto: Michaela Anderer

    Wenn der KSC die freien Abgänge ihrer wichtigen Spieler verhindern möchte, muss der Verein die Verträge entweder verlängern, wie zuletzt mit Marcel Beifus, oder so schnell wie möglich verkaufen, wie im Fall von Budu Zivzivadze nach Heidenheim.

    Dass Zivzivadze den Karlsruher SC verlassen musste, war eine herbe Enttäuschung für viele Fans und dennoch wenig überraschend. Sein Vertrag wäre im Sommer dieses Jahres ausgelaufen, eine Verlängerung schien in weiter Ferne. Um mit dem Toptorjäger noch bares Geld zu verdienen, schien der Verkauf die einzige Lösung.

    Denn: Spieler dürfen, wenn ihr Vertrag weniger als sechs Monate Restlaufzeit hat, einen Folgevertrag mit einem anderen Verein unterschreiben, sprich, einen ablösefreien Wechsel im kommenden Sommer vollziehen.

    KSC will mehr Geld durch Transfererlöse verdienen

    Wie Präsident Holger Siegmund-Schultze bei der vergangenen Mitgliederversammlung erklärt hat, müsse der KSC mehr Geld durch Transfererlöse erzielen. Ablösefreie Wechsel, wie im vergangenen Sommer Patrick Drewes zu Bochum und Tim Rossmann nach Düsseldorf stellen für den Verein ein Problem dar.

    Auch die Wechsel von Philipp Hofmann - ebenfalls zu Bochum - oder Robin Bormuth, der später zwar wieder zurückkehrte, sind doppelt schmerzhaft. Der Verein verliert so einen Leistungsträger, ohne daraus einen finanziellen Nutzen schlagen zu können.

    KSC-Torjäger Philipp Hofmann steht wohl vor einem Wechsel nach Bochum.
    KSC-Torjäger Philipp Hofmann steht wohl vor einem Wechsel nach Bochum. Foto: Uli Deck/dpa

    Fragezeichen hinter Verletzungsrückkehrer Christoph Kobald

    Bei Innenverteidiger Christoph Kobald steht der KSC nun vor einer schwierigen Entscheidung: Der Österreicher verlor vor zwei Jahren seinen Stammplatz, hatte mit Verletzungen zu kämpfen kam daraufhin nur noch zu Kurzeinsätzen. In der aktuellen Hinrunde hätte er in der dünn besetzten Verteidigung durchaus zu Einsätzen kommen können, seit Mitte Oktober ist er allerdings verletzt.

    Christoph Kobald bleibt angeschlagen.
    Christoph Kobald bleibt angeschlagen. Foto: Michaela Anderer

    Im Testspiel gegen St. Gallen stand er endlich wieder auf dem Platz, die Frage bleibt dennoch: Wann wird er wieder sein früheres Leistungsniveau erreichen? Da er mit 27 Jahren durchaus noch einige Jahre Profifußball vor sich haben könne, dürfte eine Verlängerung kein allzu großes Risiko darstellen.

    Langzeitverletzter Robin Bormuth wird um Startelf kämpfen müssen

    Man sollte bei Robin Bormuth nichts überstürzen, betonte Eichner in den letzten Monaten immer wieder. Der 29-jährige Bormuth fällt seit fast einem Jahr wegen eines Kreuzbandrisses aus und stand nun ebenfalls gegen St. Gallen zum ersten Mal seit langem wieder auf dem Platz. In der letzten Saison kehrte er nach einem Missverständnis in Paderborn beziehungsweise Kaiserslautern zum KSC zurück. Er wurde direkt zum Stammspieler - bis ihn die Verletzung aus der Bahn warf.

    KSC beim Elf gegen Elf in La Nucia  Robin Bormuth
    KSC beim Elf gegen Elf in La Nucia Robin Bormuth Foto: Michaela Anderer

    Ob Bormuth in der Rückrunde in die Startaufstellung zurückkehren kann, ist fraglich. Beifus und Franke sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das Eichner nicht leichtfertig verändern wird. Immerhin werden wohl auch andere Vereine mit möglichen Vertragsangeboten abwarten, bis Bormuth wieder vollständig fit ist. Allzu viel Zeit sollte sich der KSC allerdings nicht lassen: Robin Bormuth in Topform ist für die meisten Teams der zweiten Bundesliga eine absolute Verstärkung.

    Leon Jensen der "Mann im Maschinenraum"

    Leon Jensen gehört in dieser Saison zu den absoluten Dauerbrennern beim KSC. Nachdem er sich bereits in der letzten Saison zum Stammspieler gemausert hat, genießt er jetzt das vollste Vertrauen vom Trainer. Dass sich Jensen so gut entwickeln würde, war nach seinem Wechsel zum KSC nicht absehbar. Aufgrund schwerer Verletzungen dauerte es über ein Jahr, bis er seinen ersten Einsatz für die Blau-Weißen gab.

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    Foto: Michaela Anderer

    Heute, zwei Jahre später, ist er auf dem Mittelfeld der Karlsruher nur noch schwer wegzudenken. Neben Marvin Wanitzek bildet er die Schaltzentrale der Badener. Mit seinen drei Toren gehört der gebürtige Mannheimer nicht zu den Topscorern. Er ist eher der Typ unauffälliges Arbeitstier.

    Die viert meisten Ballkontakte pro Spiel, dritt meiste angekommene Pässe und dritt meiste geführte Zweikämpfe sprechen für sich. Zudem läuft er im Spiel durchschnittlich die drittmeisten Kilometer der 2. Bundesliga. Mit seinen 27 Jahren hat der Mittelfeldspieler noch Entwicklungspotential vor sich - und gehört in der eher älteren Startelf des KSC zu den jüngeren Spielern.

    Sind Fabian Schleusener und Sebastian Jung zu alt?

    Fabian Schleusener und Sebastian Jung spielen seit mehreren Jahren beim KSC und haben sich um den Verein verdient gemacht. Mit 33 und 34 Jahren sind die beiden allerdings die ältesten Feldspieler im Kader. Der nächste Vertrag könnte  der letzte in ihrer Profikarriere sein. Der KSC befindet sich aktuell auf einem Verjüngungskurs, sechs Ü30-Spieler verließen zu Saisonbeginn den Verein - wovon drei ihre Karriere beendeten. Die Frage muss erlaubt sein, ob die beiden Routiniers noch eine Zukunft in Karlsruhe haben.

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    Foto: Michaela Anderer

    Es bleibt nur die Frage ob der KSC auf sie verzichten könne? Beide sind in dieser Saison absolute Stammspieler. Nach dem Abgang von Zivzivadze wird Eichner weiterhin auf Schleusener setzen, der ihm das Vertrauen in dieser Saison mit bisher 10 Scorerpunkten absolut zurückzahlt. Auch Sebastian Jung zeigt weiterhin Leistung. Mit 10,4 Kilometern pro Spiel gehört er zu den laufstärksten Spielern des KSC und kann auch im ligaweiten Vergleich absolut mithalten. Zudem sind seine Flanken immer wieder ein Mittel, um für Gefahr vor dem gegnerischen Strafraum zu sorgen.

    KSC beim Elf gegen Elf in La Nucia  Sebastian Jung
    KSC beim Elf gegen Elf in La Nucia Sebastian Jung Foto: Michaela Anderer

    Der KSC ist im Sturm dünn besetzt und will in der Winterpause einen weiteren Spieler verpflichten. Auf der Rechtsverteidigerposition wartet hinter Jung mit Rafael Pinto Pedrosa ein 17-Jähriger, dem Eichner zwar in Pressekonferenzen sein volles Vertrauen ausspricht, der allerdings bisher überhaupt nicht zum Zug kam. Man ist also bis auf Weiteres auf die "alten Garden" angewiesen.

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