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Karlsruhe: Weniger Autos, keine Räder und kunterbunt: Sieht so die Zukunft des Passagehofs in Karlsruhe aus?

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Weniger Autos, keine Räder und kunterbunt: Sieht so die Zukunft des Passagehofs in Karlsruhe aus?

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    Weniger Autos, keine Fahrräder: Sieht so die Zukunft des Passagehofs in Karlsruhe als Fußgängerzone aus?
    Weniger Autos, keine Fahrräder: Sieht so die Zukunft des Passagehofs in Karlsruhe als Fußgängerzone aus? Foto: Gehl Architects

    Wie sieht die Zukunft der Karlsruher Innenstadt aus? Um diese Frage zu beantworten, führte die Stadt in der Vergangenheit zahlreiche Reallabore durch. Unter anderem wurde auch der Passagehof in der Innenstadt zu einem solchen. 

    Passagehof wird zur Fußgängerzone

    Nun steht fest, wie es mit der Fläche im Herzen Karlsruhes weitergeht. Wie die Stadt Karlsruhe in einer Pressemitteilung erklärt, soll der Passagehof ab dem 1. September zur Fußgängerzone umgewidmet werden und "Dank einer privaten Spende auch neue Sitzmöbel und zusätzliche Begrünung erhalten, die dann zum gemütlichen Verweilen einladen", wie es heißt. 

    Der Passagehof wird umgestaltet und zur Fußgängerzone.
    Der Passagehof wird umgestaltet und zur Fußgängerzone. Foto: Theresa Thiem

    Allerdings wird der Autoverkehr nicht gänzlich aus dem Passagehof verbannt. Wie aus Unterlagen der anstehenden Gemeinderatssitzung am Dienstag, 18. Juli, hervorgeht, sollen Anlieger und der Lieferverkehr weiterhin im Passagehof fahren. Dabei soll die Zeit für den Lieferverkehr auf werktags zwischen 8 Uhr und 11 Uhr beschränkt werden. 

    Und: Auch der Radverkehr soll künftig nicht mehr durch den Passagehof rollen. "Tatsächlich würde der Aufenthaltscharakter der Fläche zumindest geschwächt, wenn gleichzeitig umfassender Radverkehr an dieser Stelle zugelassen werden würde", erklärt die Stadt ihre "bewusst planerische Entscheidung", wie es in einer Beschlussvorlage heißt. 

    Laut Stadt sei der Passagehof für den Radverkehr auch nicht "unbedingt erforderlich." Es handle sich nicht um eine für den Durchgangsverkehr bedeutenden Fläche, "sondern um eine Fläche, die auch in der Vergangenheit keine größeren Verkehrsströme aufnehmen musste. Der Passagehof ist kein Bestandteil des Radverkehrsnetzes und hat keine wichtige Verbindungsfunktion", erklärt die Stadt weiter. 

    Im Passagehof wird es bunt

    Die Maßnahmen resultieren aus der positiven Resonanz zum Reallabor im vergangenen Jahr. Im Februar 2023 hat der Gemeinderat für die Weiterentwicklung des Hofs entschieden. 

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    Foto: Theresa Thiem

    Weiter heißt es von der Stadt: "Außerdem wird es bunt." Um die bisherigen Verkehrszone auch visuell aufzulösen, ist eine Bodenbemalung geplant. "Mit der Bodengrafik soll der kreative Charakter auch im öffentlichen Raum erlebbar und der Passagehof zu einem ganz besonderen Ort in der Innenstadt werden", so die Stadt. 

    Bemalung kommt bis Oktober

    Für das Projekt hat die Stadt fünf Karlsruher Designer sowie  Künstler eingeladen um ein grafisches Konzept zu entwickeln. Die eingereichten Entwürfe werden drei Wochen lang vom Freitag, 21. Juli, bis Freitag, 11. August, vor Ort im Passagehof und online auf dem Beteiligungsportal der Stadt Karlsruhe (beteiligung.karlsruhe.de) ausgestellt.

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    Foto: Theresa Thiem

    So sollen Bürger die Möglichkeit bekommen, vor Ort und im Netz über ihren Favoriten abzustimmen. Das Votum der Karlsruher soll in die Entscheidung der Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der Stadtverwaltung, Bürgerverein und Interessensgemeinschaft Kaiserstraße West einfließen.

    "Die temporäre Bemalung soll bis Oktober umgesetzt werden. Sie soll so lange Bestand haben, bis der Passagehof baulich umgestaltet und gegebenenfalls weiter entsiegelt wird. Das wird frühestens ab 2026 geschehen", so die Stadt Karlsruhe. 

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