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Karlsruhe: Trend oder No Go? Stephanie aus Karlsruhe gießt Schmuck aus Nabelschnüren

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Trend oder No Go? Stephanie aus Karlsruhe gießt Schmuck aus Nabelschnüren

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    Stephanie Stenger von der "Nabelschnurkette"
    Stephanie Stenger von der "Nabelschnurkette" Foto: Die Nabelschnurkette

    Das Kopfkarussell begann zu rattern – was mache ich daraus, einen Schlüsselanhänger vielleicht? Wie funktioniert das, geht das kaputt?

    Das fertige Schmuckstück in einer Schatulle
    Das fertige Schmuckstück in einer Schatulle Foto: Stefanie Stenger

    "Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, einen Abdruck zu gießen", so die Designerin aus Karlsruhe. Sie selbst erinnert sich gerne an ihr erstes Nabel-Schmuckstück zurück: "Als ich die Schatulle geöffnet habe, kamen direkt alle Erinnerungen hoch, nicht nur von der Geburt, auch von der Schwangerschaft."

    Stephanie will mit dem Schmuck Momente festhalten

    Genau diesen Moment wünschte sich Stephanie auch für ihre Kunden: "Die Kinder werden so schnell groß und als Mutter ist man ständigem Druck von außen ausgesetzt. Man läuft auf Autopilot, versucht allem gerecht zu werden. Dabei verliert man oft aus den Augen, wie kostbar der einzelne Moment ist".

    Fertiges Schmuckstück
    Fertiges Schmuckstück Foto: Stephanie Stenger

    Zudem verläuft weder jede Schwangerschaft, noch Mutterschaft reibungslos. Stephanies Schmuck soll auch in schweren Zeiten an die Verbindung zwischen Mutter und Kind erinnern. Besonders wenn das Kind nicht überlebt, könne ihre Anfertigung ein wichtiges Erinnerungsstück sein: "Das ist ein sehr bedeutsames, aber eben auch ganz schwieriges und emotionales Thema, in das man sensibel und vorsichtig hineinwachsen muss", so Stephanie.

    Folglich blieb ihr unikales Schmuckstück keine Einzelanfertigung. Seit 2013 verwandelt sie für Mütter und Väter Nabelschnüren in einzigartige Prachtstücke. 

    "Natürlich polarisiert so etwas Ungewöhnliches auch"

    Stephanie erklärt, dass der Weg dahin nicht leicht gewesen sei, denn "es dauerte eine Weile, um geeignete Unternehmen zu finden, die sich trauen, mit organischem Material zu arbeiten".  Das Projekt sei zwar schnell auf gutes Feedback gestoßen, sei aber nicht jedermanns Geschmack. "Natürlich polarisiert so etwas Ungewöhnliches auch – ähnlich wie bei Tattoos oder Piercings", gibt Stephanie zu.

    Die Nabelschnurkette
    Die Nabelschnurkette Foto: Stefanie Stenger

    Fertigung dauert zirka 5 Wochen

    Nachdem Stephanie den Nabel erhält, wird in Pforzheim zunächst ein Negativabdruck erstellt. Das Original bekommt die Mutter anschließend wieder zurück. In die fertige Form wird anschließend Silber, Weißgold oder Platin gegossen und mit einem Ring, einer Kette oder einem Armband kombiniert.

    Stephanie erklärt: "Bis der Schmuck fertig ist, muss er fünf Gewerke durchlaufen, das dauert etwa fünf bis sechs Wochen". Je nach Material und Wünschen, liegt der Preis für ein solches Stück bei 200 - 800 Euro.

    Weitere Informationen:

    Weitere Infos unter: https://www.nabelschnur-kette.de/

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