Sind Sie für oder gegen den Zusammenschluss der Länder - wo sehen Sie Schwächen, wo Stärken? Was würden Sie in Hinblick auf die Europa-Politik ändern?  

"Der größte Erfolg der EU ist sie selbst: sie ist ein erfolgreiches Friedensprojekt. In den vergangenen 60 Jahren wurde aus der wirtschaftlichen eine politische Union. 2012 wurde die EU für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte in Europa mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Das europaweite Leben, Arbeiten und Reisen ist einfacher geworden.

Aber der Brexit und die rechtspopulistische Stimmungsmache gegen das europäische Projekt sind Rückschläge. Der Zusammenhalt der EU-Mitgliedstaaten muss weiter gestärkt werden, das Auseinanderdriften in Kerneuropa und Peripherie beendet werden. Auch die Belange kleinerer EU-Mitgliedstaaten müssen anerkannt werden. Nicht nationalstaatliche Interessen und die Dominanz großer Mitgliedstaaten, sondern die europäische Solidarität sollte Kompass der EU-Politik sein.  

Ich will ein gestärktes Europa, das sozialer und solidarischer ist, weltoffener und umweltbewusster und dessen Mitgliedsländer entsprechend seinen humanistischen Werten regiert werden."

Weitere Statements der Kandidaten

Sind die Karlsruher Bundestagskandidaten für oder gegen den Zusammenschluss der Länder - wo sehen Sie Schwächen, wo Stärken? Was würden Sie in Hinblick auf die Europa-Politik ändern? Hier gibt es die weiteren Statements:

Parsa Marvi (SPD) zum Thema Europa: "Das Projekt Europa ist bedroht"

Michel Brandt (Linke) zum Thema Europa: "Wir fordern einen Neustart der EU"

Marc Bernhard (AfD) zum Thema Europa: "Seine Vielfalt ist Europas Stärke"

Ingo Wellenreuther (CDU) zum Thema Europa: "Schutz der EU-Außengrenzen verbessern"

Michael Theurer (FDP) zum Thema Europa: "Wollen keinen Rückfall in nationale Egoismen"

 
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