Die gute Nachricht vorweg: 2021 ist die Anzahl der Straftaten in Karlsruhe erneut zurückgegangen. Schon 2020 verzeichnete die polizeiliche Kriminalstatistik des Polizeipräsidiums Karlsruhe einen Rückgang im Vergleich zum Jahr 2019. Die Statistik für 2021 zeigt einen weiteren Rückgang um 13 Prozent auf 23.605 Straftaten im Stadtgebiet.

Deutlich weniger Diebstähle

Das mit Abstand häufigste Delikt war laut der Kriminalstatistik der Diebstahl (5.869 Fälle), auf Platz zwei folgt die Straßenkriminalität mit 3.592 Fällen. Beide Delikte sind bereits seit 2018 rückläufig, der Rückgang zwischen 2020 und 2021 ist aber auffallend groß: Die Anzahl der Diebstähle betrug 2020 noch 8.227, die der Straßenkriminalität 5.002 Fälle.

Ein deutlich geringerer Rückgang zeigt sich bei den Rohheitsdelikten, zu denen auch Körperverletzungen zählen: 132 Fälle weniger als 2020 wurden von der Polizei erfasst – mit 2.571 Fällen landen sie auf Platz drei der in Karlsruhe begangenen Straftaten. In den Vorjahren wurde hier auch kein Rückgang verzeichnet, die Fälle stiegen zwischen 2018 und 2020 sogar leicht an.

Wie steht es um die Jugendkriminalität in Karlsruhe?
Symbolbild | Bild: frenzelll - fotolia.com

Platz vier zeigt mit 1.955 Fällen keine bestimmte Tendenz auf: Die Fälle der Rauschgiftkriminalität schwankten zwischen 2018 und 2020 leicht nach oben und unten und blieben 2021 mit einer Zunahme von 19 Fällen nahezu gleich.

Mit insgesamt 197 Fällen im Karlsruher Stadtkreis spielen Wohnungseinbrüche eher eine untergeordnete Rolle in der Karlsruher Kriminalstatistik. Auch hier fiel die Zahl der Fälle 2021 auf den niedrigsten Wert seit 2018.

Straftaten geprägt von Corona-Pandemie

Die Einsätze des Kommunalen Ordnungsdienstes wurden laut Sicherheitsbericht von den Corona-Verordnungen bestimmt. Ordnungsstörungen wie Ruhestörungen, Verunreinigungen, Auseinandersetzungen und Trinkgelage gingen meistens auch mit Verstößen gegen die Corona-Maßnahmen einher.

Den Großteil der 20.150 Kontrollen machten die Einsatzgebiete Allgemeine Gefahrenabwehr (8.017), Grünanlagen (7.513) und Straßenverkehrsrecht (2.859) aus. Nur einen kleinen Anteil der Ordnungsstörungen fanden im Bereich der Prostitution (140) und im Bereich des Jugendschutzes (79) statt.