Freunde des Second-Hand-Shoppens sollten sich Anfang Februar dick im Kalender anstreichen: Der Kultflohmarkt "Pfennigbasar" kommt wieder zurück in die Fächerstadt.

Pfennigbasar 2019
Bild: Paul Needham

Für einen guten Zweck können bereits in der Woche vor Verkaufsbeginn Klamotten, Haushaltswaren und sonstige gut erhaltenen Waren gespendet werden, welche vor Ort für einen kleinen Preis weiterverkauft werden.

Pfennigbasar 2023: Wann und was?

Wer etwas abgeben möchte, kann dies an folgenden Tagen an der Schwarzwaldhalle machen:

  • Mittwoch, 25. Januar von 10 bis 17 Uhr 
  • Freitag, 27. Januar von 10 bis 14 Uhr
  • Samstag, 28. Januar von 10 bis 14 Uhr 

Wer selbst Schnäppchen kaufen möchte, sollte an folgenden Tagen in die Schwarzwaldhalle kommen - der Pfennigbasar hat geöffnet am:

  • Donnerstag, 2. Februar von 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr
  • Freitag, 3. Februar von 10 bis 13 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr
  • Samstag, 4. Februar von 10 bis 14 Uhr

Eine dreijährige Pause geht zu Ende

Im Jahr 2019 fand der Mega-Flohmarkt zum letzten Mal statt. Die lang geratene Pause ist jedoch nicht nur der Corona-Zeit zu verschulden – im Jahr 2020, kurz vor Ausbruch der Pandemie, gab es im Vorfeld organisatorische Schwierigkeiten.

Pfennigbasar 2019
Bild: Paul Needham

Nach dem Rücktritt der damaligen Basarleitung fehlte neben einer neuen Leitung auch die altbekannte Location, da die Schwarzwaldhalle bereits belegt war. Das Event musste damals ausfallen, die Idee für einen angedachten Ersatztermin im Sommer wurde mit der Verbreitung des Virus endgültig ausgeschlossen.

Veranstaltung während der Pandemie unmöglich

"Wir hatten in den vergangenen Jahren zwar schon überlegt, einen Corona-konformen Pfennigbasar über die Bühne zu bringen und hier auch viel Energie reingesteckt, doch mit dem Lockdown im Herbst 2021 haben wir die Situation dann doch als zu riskant eingeschätzt", so Swaantje Katz, Präsidentin des Internationalen Frauenvereins, welcher das Event schon immer veranstaltet.

Swaantje Katz, Präsidentin des Internationalen Frauenclubs, freut sich auf den diesjährigen Pfennigbasar im Februar.
Swaantje Katz, Präsidentin des Internationalen Frauenclubs, freut sich auf den diesjährigen Pfennigbasar im Februar. | Bild: Sandra Jacques

"Unsere ehrenamtlichen Helfer sind bereits größtenteils im höheren Alter, das wäre aufgrund der Größe unserer Veranstaltung und der damit verbundenen hohen Ansteckungsgefahr einfach zu gefährlich gewesen, nicht nur für unsere Mitarbeiter, sondern auch für unsere Kunden", äußert sie sich gegenüber ka-news.de.

Die Vorfreude ist groß

Eine positive Resonanz bildet sich laut Katz deutlich ab: "Jedes Feedback, welches wir mitbekommen, ist durchweg positiv und die Leute freuen sich." Der Andrang wird im Vergleich zu 2019 nicht weniger eingeschätzt: In Waldbronn gab es vergangenes Jahr bereits einen kleinen Pfennigbasar, hier konnte sich kein Unterschied zu vor der Pandemie abzeichnen lassen."

Pfennigbasar 2019
Bild: Paul Needham

"Wir gehen auch dieses Jahr davon aus, dass wir genug Sachspenden bekommen werden", meint sie. Auch an Kunden wird es ihrer Einschätzung nach nicht mangeln – "Ich denke, dass viele Leute gerade durch die aktuelle Situation mit der Inflation und Energiekrise darauf angewiesen sind, Schnäppchen zu machen. Hinzu kommen natürlich diese, die einfach nur eine Freude daran haben."

Konzept für kleineren Basar wieder verworfen

Zwischenzeitlich wurde aufgrund der verschiedenen Covid-Anforderungen, wie zum Beispiel der Einplanung breiterer Verkehrswege, überlegt, den Basar zu verkleinern. Die Idee war dabei, im jährlichen Wechsel das Sortiment aufzuteilen – in einem Jahr Klamotten und Textilien, im Nächsten der Rest.

Pfennigbasar 2019
Bild: Paul Needham

Doch nun wird der Pfennigbasar wie gehabt durchgeführt. "Es ist ein bewährtes Erfolgsrezept, solange dieses läuft, behalten wir das auch bei und bieten alle Produktgruppen zusammen an", so Katz. Auch den Sammeltag am Samstag wird es, wie erstmals 2019 eingeführt, wieder geben. Hiermit bekommen auch Berufstätige, die unter der Woche keine Zeit dafür haben, die Möglichkeit, etwas zur Spende abzugeben.

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Die Preise für die Dinge legen die jeweils zuständigen Standleiter fest. "Sie haben bereits jahrelange Erfahrung mit diesem Thema gesammelt", erzählt die Basar-Präsidentin. Am letzten Verkaufstag werden die verbleibenden Produkte im Preis noch einmal gesenkt, das Ziel ist es schließlich, so viel wie möglich zu verkaufen und die Spenden für den guten Zweck einzunehmen.

Die nächsten Jahre sind bereits in Planung

In die Zukunft wird optimistisch geblickt. Dass der Pfennigbasar im Jahr 2024 stattfinden wird, ist laut Katz schon in trockenen Tüchern: "Die Schwarzwaldhalle ist schon reserviert", sagt sie. Auch für die folgenden Jahre habe sie den Termin schon angefragt.

ka-news.de-Hintergrund: Der Pfennigbasar

Der Pfennigbasar wird im Mai 1968 durch den Verband der Deutsch Amerikanischen Clubs (VDAC e.V.) zur Finanzierung des deutsch-amerikanischen Studenten- und Schüleraustauschs sowie für vielfältige soziale Aufgaben in Karlsruhe gegründet. Bürger können hier nicht mehr gebrauchte Sachen zum Wiederverkauf spenden - der Erlös geht daraufhin komplett an soziale Projekte.

Zirka 600 freiwillige Helfer arbeiten heute beim Pfennigbasar mit. 2019 konnten laut Internationalem Frauenclub über 170.000 Euro eingenommen werden. In den 52 Jahren seit seiner Gründung seien beim Pfennigbasar insgesamt zirka 4,4 Millionen Euro zusammengekommen.