Die Stadt baut die Kreuzung zwischen Kriegsstraße und Hirschstraße um: Ab dem 24. Februar fallen für mehrere Wochen weitere Parkmöglichkeiten im Viertel weg. Ein Anwohner wendet sich verärgert an ka-news.de.

Zwei Monate auf Parkplatzsuche
Er schätzt, dass durch die Baustelle knapp 100 Parkplätze im Bereich der Hirschstraße/Kriegsstraße wegfallen werden. Das Chaos in den angrenzenden Straßen sei bereits vorprogrammiert, ist sich der Bürger sicher.

Denn: Er und weitere Nachbarn haben eigentlich einen Parkplatz in der Tiefgarage. Doch diese wird durch die neuen Baumaßnahme nicht zugänglich sein. "Jetzt müssen ich und meine Nachbarn wieder täglich nach Parkplätzen suchen. Ich habe mir extra eine Garage gemietet, damit mir die tägliche Parkplatzsuche erspart bleibt."
Info-Schreiben wurde Anfang Februar verschickt
Anwohner der Hirschstraße wurden am 3. Februar von der Stadt darüber informiert, dass durch die nächsten Bauphasen der Großbaustelle viele öffentlichen Parkplätze im Viertel wegfallen werden. Auch der Zugang zu den Garagen in der betroffenen Nachbarschaft sei dann nicht mehr möglich.

Die Bauarbeiten gehören zur Großbaustelle auf der Kriegsstraße, welche vermutlich bis Anfang März dauert. Hier soll die Kreuzung zwischen Kriegsstraße und Hirschstraße komplett erneuert werden. Die Stadt will durch die Maßnahmen die Sicherheit von Radfahrern und Fußgängern im Kreuzungsbereich deutlich verbessern.
Bereits bei Kombilösung fielen Parkplätze weg - aber mit Entschädigung
Durch Bauarbeiten blockierte Parkplätze und Zufahrten sind keine neue Situation für die Anwohner der Hirschstraße. Schon beim Bau der Kombilösung kam es zu einer ähnlichen Situation. Damals entschädigte die Karlsruher Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) die betroffenen Anwohner.

In der Annahme, dass auch bei dieser Baustelle eine ähnliche Regelung getroffen wurde, wandte sich ein Bewohner der Hirschstraße 53 an die Stadt Karlsruhe.

Die Antwort der zuständigen Behörde: Es wird keine Alternativen für die Anwohner geben. "Das Verhalten der Stadt stößt mir sauer auf, ich hätte mir mehr Kulanz erhofft", berichtet ein betroffener Anwohner.
Miete für leere Tiefgarage
Sich privat einen weiteren Stellplatz für die Bauzeit anzumieten, kommt für den Anwohner nicht in Frage: Immerhin zahle er ja weiterhin Miete für seine Garage - auch wenn er sie im Zeitraum der Baustelle nicht nutzen könne.

Wie lange dauert die Bauphase?
Laut einem städtischen Informationszettel sollen die Baumaßnahmen am 24. Februar starten und bis Ende April andauern.

Für die Anwohner bedeutet das: Mindestens zwei Monate ohne ihren Stellplatz, wenn auf der Baustelle alles nach Plan läuft.
Stadt will sich bemühen, Baustelle so kurz wie möglich zu halten
In einer Mail der Stadt an den Anwohner, die der ka-news.de-Redaktion vorliegt, wird ihm mitgeteilt, dass dieses Mal keine alternativen Stellplätze angeboten werden. Die Stadt will sich jedoch bemühen, die Baustelle so kurz wie möglich zu halten.
