Wie stehen sie zur Energiewende?

"Der Ausstieg aus der Kernenergie erfolgt völlig überstürzt und planlos. Die Stromtrassen zum Transport der Windenergie von Nord nach Süd sind nicht fertig. Die nötigen Stromspeicher zur Speicherung der Wind- und Solarenergie fehlen. Und es ist widersinnig, wenn wir die sichersten Kraftwerke der Welt ohne Not und übereilt abschalten, um dann Strom aus unsicheren Wackelkraftwerken wie aus Fessenheim hier hinter der französischen Grenze zu beziehen. Durch die Abschaltung der deutschen Kernkraftwerke ist die Energiewende seit 2008 ihrem Hauptziel, den deutschen CO2-Ausstoß zu reduzieren, keinen Schritt näher gekommen.

Wenn auch die hinter der Energiewende stehenden Ideen gut sind; so wie die Energiewende angefangen und auch wie sie fortgeführt wurde, kann sie einfach nicht funktionieren. Wir setzen uns daher für das ein, was wir am Dringendsten brauchen, um unsere Energieversorgung beim künftigen größeren Anteil der sog. Erneuerbaren dauerhaft zu sichern: Investitionen in die Errichtung und Erforschung neuer Stromspeicher!

Als rohstoffarmes Land kann uns nur eine technologische Spitzenposition langfristig den Wohlstand erhalten, und die ist ohne eine gesicherte Stromversorgung undenkbar. So bräuchten wir bereits heute dringend viel mehr Stromspeicher in Form von Pumpspeicherkraftwerken, um die unstete Stromerzeugung durch Windkraft zu verstetigen, indem Stromvorräte für die Zeiten verfügbar gemacht werden, in denen kein Wind weht; und die gibt es oft genug.

Durch die massive Subventionierung der Photovoltaik wird nun gerade in der Tagesmitte, wenn die Sonne am höchsten steht, von Frühling bis Herbst Einiges an zusätzlichem Strom vorrangig ins Netz gespeist. Die Tagesmitte ist aber die Zeit, in der früher die Pumpspeicherkraftwerke täglich in Aktion traten, weil dann die Grundlast nicht mehr ausreicht. Nun tun sie das nicht mehr, wegen der subventionierten Photovoltaik, deswegen rentieren sie sich nicht mehr und werden nicht mehr gebaut.

Unser erneuerbarer Strom bleibt damit unstetig und für ein Land, das vom Mittelstand und der industriellen Produktion abhängt, viel zu unsicher. Dementsprechend werden in einer 2014 vom Umweltminister Untersteller (Grüne) vorgelegten Studie die ersten großen Stromausfälle hier am Oberrhein für die Jahre 2018 bis 2021 vorhergesagt.

Unser Fazit aus dieser Situation lautet: Energiewende ja, aber so, dass der nötige Umbau der Infrastruktur auch erfolgen kann. Um Stromausfälle zu vermeiden, setzen wir uns für eine Beibehaltung des gegenwärtigen Strommixes ein, bis der notwendige Umbau der Infrastruktur erfolgt ist und ausreichend Speicherkapazitäten zur Verfügung stehen.

Alles andere würde de facto zu einer Erhöhung unseres CO2-Ausstoßes und zu einer viel zu großen Abhängigkeit von ausländischen Energiequellen bedeuten, wie zum Beispiel von noch viel umfangreicheren russischen Gaslieferungen als bisher und von noch mehr Atomstrom aus alten, weniger sicheren französischen Atomkraftwerken, direkt hinter unserer Grenze."

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