Die Kälte der vergangenen Tage ging dem ein oder anderen sicher durch Mark und Bein. Ähnlich ist es auch den Zecken ergangen, die im Sommer noch die Zeit ihres Lebens hatten. Die Spinnentiere sind jedoch bestens ausgestattet, um die Kälte zu überbrücken. So schlafen sie in Ruhe auf den Weihnachtsbäumen, bis sie dann in unser warmes Heim gelangen - und aus der Kältestarre erwachen.
Bei den Zecken handelt es sich jedoch nicht nur um Krabbeltiere, die einem die Nackenhaare zu Berge stehen lassen können, sondern auch um gefährliche Verbreiter von Krankheiten. Das Robert Koch Institut (RKI) schreibt dazu auf ihrer Webseite: "Zecken können eine Vielzahl von Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen. Zu den bedeutendsten durch Zecken übertragenen Infektionskrankheiten in Deutschland gehört zum einen die Borreliose, eine Bakterieninfektion, die in erster Linie durch die Borrelia burgdorferi verursacht wird und bundesweit vorkommt."

Die Infektion kann verschiedene Organsysteme betreffen, insbesondere die Haut, das Nervensystem und die Gelenke. Ob man sich durch einen Zeckenbiss infiziert hat, zeige zumeist eine deutliche ringförmige Hautrötung auf, erklärt das RKI. "Weitere allgemeine Krankheitssymptome wie Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen, Müdigkeit können hinzukommen."

Mit den Tieren ist also nicht zu spaßen - deshalb den Weihnachtsbaum eindringlich auf Zecken überprüfen! Dafür gibt "Focus" einen praktischen Tipp an die Hand: "Legen Sie ein weißes Tuch auf dem Boden aus und schütteln Sie den Baum darüber kräftig. Die Zecken fallen ab und sind auf dem Tuch gut zu erkennen."
