Eigentlich hält der ka-Reporter große Stücke auf die Grünanlage des Cityparks in der Südoststadt. Die Anlage biete grundsätzlich sehr viel: Kinderspielplätze, Schulen, Esplanade, Wasserturm, Platz der Religionen und vieles mehr. Doch der ka-Reporter hat auch ein Problem - und zwar mit Matsch. 

"Die Grünanlage vor den Park Arkaden und Park Plaza stehen seit über zwei Jahren unter Wasser", kritisiert er in einem Brief an die Stadt Karlsruhe. Vor allem die Wiese vor dem Park-Tower sei derart verdichtet, dass diese ständig unter Wasser stehe. "Ferner ist es für die Parkbesucher nicht nachvollziehbar, weshalb zwei Wege nicht miteinander verbunden sind, bzw. durch zirka 50 m Matsch getrennt sind", so der ka-Reporter weiter. Dies sie eine Zumutung für alle Fußgänger und Radfahrer. Seine Bitte an die Stadt Karlsruhe: "Könnten Sie bitte veranlassen, dass als kurzfristige Notmaßnahme die 50 Meter Matsch provisorisch als Gehweg hergerichtet werden?"

Warum ist noch nicht alles fertig im Citypark

In einem Schreiben, das ka-news vorliegt, räumt Baubürgermeister Michael Obert ein, dass es im Citypark noch Teilbereiche gibt, die bislang noch nicht fertiggestellt sind. Konkret handle es sich um eine Fläche von zirka zwei Hektar.

Diese sollen, so der Plan, noch in diesem Jahr durch das Gartenbauamt fertiggestellt werden. "Aktuell läuft die öffentliche Ausschreibung zur Herstellung dieser Grünflächen", heißt es in dem Brief vonseiten des Bürgermeisters, "der Baubeginn wird voraussichtlich im Juni 2016 sein." Die Fertigstellung mit den Pflanzarbeiten soll dann bis spätestens Frühjahr 2017 erfolgt sein.

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Aber warum konnten die Maßnahmen nicht früher realisiert werden? Der Grund: Die einzelnen Maßnahmen bauen aufeinander auf - bestimmte Maßnahmen können erst in Angriff genommen werden, wenn andere abgeschlossen sind. Bürgermeister Obert verweist in seiner Antwort auf mehrere Bauarbeiten, die  "noch stattfinden bzw. erst kürzlich beendet wurden."

So hätte zum einen die Bebauung an der Ludwig-Erhardt-Allee zuvor erst fertiggestellt werden müssen. "Für die Baumaßnahmen waren noch Baueinrichtungsflächen erforderlich, die erst jetzt nach der Fertigstellung des letzten Baukörpers geräumt werden konnten", heißt es in dem Schreiben. In diesem Bereich liege auch der vom ka-Reporter kritisierte Abschnitt.

Das Problem: "Dort gibt es stark verdichtete Flächen, sodass eine Herstellung des Verbindungswegs nur mit hohem Kostenaufwand hätte bewerkstelligt werden können", schreibt der Bürgermeister. Das Gartenbauamt hat sich daher für einen andere Lösung entschieden: Die Wegeverbindung wurde gesperrt, im  Rahmen der Gesamtmaßnahmen soll ein dauerhafter Weg hergestellt werden.

Weitere Verzögerung durch Schulcontainer

Eine weitere Erklärung: "Die Grundschule Südost hat ebenfalls Flächen in Nutzung, zum einen als Standort für die Schulcontainer, in die die Kinder während der Erweiterung des Schulgebäudes ausweichen", heißt es im Schreiben Oberts weiter. Zum anderen benötige man auch ausreichend Baustelleneinrichtungsfläche für die Baumaßnahme selbst.

Bis diese Flächen fertiggestellt werden können, werden sich die Anwohner wohl noch gedulden müssen. Diese können erst in Angriff genommen werden, wenn die Erweiterungsarbeiten abgeschlossen und die Schulcontainer wieder entfernt worden sind. Bürgermeister Obert bittet daher noch um etwas Geduld. "Ich bin aber zuversichtlich, dass 2017 der größte Teil der bislang noch nicht hergestellten Grünflächen im Frühjahr fertig ist."

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