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Karlsruhe: Karlsruher Christkindlesmarkt: Kehrt er je wieder auf den Marktplatz zurück?

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Karlsruher Christkindlesmarkt: Kehrt er je wieder auf den Marktplatz zurück?

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    Durch die stimmungsvoll illuminierte Fächerstadt bringt der Spiegeltriebwagen 100 aus dem Jahr 1930 die Besucher 2009 zum Karlsruher Christkindlesmarkt.
    Durch die stimmungsvoll illuminierte Fächerstadt bringt der Spiegeltriebwagen 100 aus dem Jahr 1930 die Besucher 2009 zum Karlsruher Christkindlesmarkt. Foto: ps

    Anfang 2013 stand fest: Der traditionelle Karlsruher Christkindlesmarkt musste umziehen. Sein eigentlicher Standort, der Markplatz rund um die Pyramide, würde in den kommenden Jahren außer Betrieb gesetzt werden. Der Spielverderber: Kombilösung. Dort wo im Dezember normalerweise gebrannte Mandeln verkauft wurden, sollten ab diesem Winter Bagger und Gruben das adventliche Stadtbild prägen.

    Rückblick: Christkindlesmarkt muss Kombilösung weichen

    Die Diskussion über den neuen Standort des Weihnachtsmarkts zog sich anschließend über Monate hinweg. Zur Debatte standen unter anderem Messplatz, Schlossplatz und Friedrichsplatz. Damals hatten sich zunächst sowohl einige Stadträte als auch viele Bürger für den Schlossplatz als neuen Weihnachtsmarkt-Standort ausgesprochen. Den Standbetreibern war dieser jedoch zu weit ab vom Schuss. Auch fehlte es hier an der Infrastruktur - unter anderem verwies das Rathaus darauf, dass der Schlossplatz in Landesbesitz sei und sich die Marktbuden so nicht in die Baumreihen integrieren ließen.

    Die zweckmäßig beste Lösung bot schließlich der zentrale Friedrichsplatz. "Der Weihnachtsmarkt gehört eigentlich nicht auf den Friedrichsplatz, aber wir haben nur sehr wenige Möglichkeiten", sagte OB Mentrup 2013. So fasste man aufgrund des beengten Raumes den Kompromiss, die Hauptattraktionen der Weihnachtsstadt Karlsruhe zu splitten - der Christkindlesmarkt sollte seinen Platz vor dem Naturkundemuseum finden, die Eislaufbahn "Eiszeit" auf den Schlossvorplatz verschoben werden. Im Juni segnete der Karlsruher Gemeinderat diese Entscheidung als Provisorium für die kommenden Jahre schließlich ab.

    Friedrichsplatz kommt gut an

    Eine gute Entscheidung, wie sich sowohl im Premierenjahr 2013 als auch im Folgejahr 2014 herausstellen sollte: "Wir bekommen so viele positive Reaktionen. Auch viele Standbetreiber fühlen sich jetzt besser integriert als auf dem Marktplatz", so Bürgermeister Klaus Stapf im Dezember 2013 begeistert. Auch das Karlsruher Stadtmarketing zeigte sich 2014 angesichts des Zulaufs zur Schlittschuhlaufbahn "Eiszeit" zufrieden: "Unser Konzept, eine attraktive Alternative zum bisherigen Standort zu schaffen, ging voll auf", so Geschäftsführer Norbert Käthler.

    Auch in diesem Jahr wird der Weihnachtsmarkt wieder auf dem Friedrichsplatz stattfinden. Das letzte Mal? Oder hat man den neuen Festplatz mittlerweile so ins Herz geschlossen, dass man über ihn als langfristigen Mittelpunkt der Karlsruher Vorweihnacht nachdenkt? Will man überhaupt zum Marktplatz zurück?

    Der Standortwechsel war von Beginn an als Zwischenlösung deklariert. Spricht: Solange auf dem Marktplatz gebaut wird, müssen die Buden weichen. Wenn hier jedoch wieder "freie Bahn" ist, sollte der Advent zurückkehren. So der Plan.

    Weihnachtsmarkt 2018 wieder an alter Stelle?

     Anfang dieses Jahres entschied sich der Karlsruher Gemeinderat dafür , auf die geplanten oberirdischen Gleise auf dem Südabzweig zu verzichten. Mit dieser Maßnahme sollten Kosten und Zeit im Rahmen der Kombilösung gespart werden. Kurz bevor sich alle Beteiligten für die Umsetzung des "Sparprogramms" aussprachen, wurde erörtert, was das konkret für die nächsten Jahre bedeuten könnte. Unter anderem hieß es vonseiten der Kasig, dass durch den Gleis-Verzicht ein Großteil der oberirdischen Arbeiten bereits Ende 2016 abgeschlossen werden könnten. Ursprünglich war die Fertigstellung auf dem Marktplatz auf 2019 angesetzt.

    Das bedeutet auch: Der Karlsruher Christkindlesmarkt könnte nach Restbauarbeiten Weihnachten 2018 wieder auf den dann schienenfreien Marktplatz zurückkehren. Dies sei nach wie vor der Plan von Stadt und Gemeinderat, wie die Pressestelle der Verwaltung auf ka-news-Anfrage mitteilt. Ob es mittlerweile vonseiten der Fraktionen im Gemeinderat Vorstöße gibt, eine neue politische Debatte über den Standort des Weihnachtsmarkts zu veranlassen oder Anträge zur dauerhaften Nutzung des Friedrichsplatzes zu stellen, sei derzeit nicht absehbar.

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