Helle Lichter, helle Wände mit roter Schrift. Die Karlsruher Kombilösung ist da. Ab diesem Wochenende wird die Kaiserstraße Stück für Stück von den dort verkehrenden Straßen- und Stadtbahnen entwöhnt. Aber wie gefällt es eigentlich denjenigen, die diese Neuheit jetzt in ihren Alltag integrieren müssen: Den Bürgern von Karlsruhe?

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"Das ist die Zukunft"

Zu den ersten Fahrgästen gehört das Ehepaar Gunther und Ulrike. Sie finden die Kombilösung optisch gelungen. Doch eine Sache, so denkt Gunther, wird Schwierigkeiten machen. "Für Leute über 50, die die Straßenbahnen anders gewohnt sind, für die wird das erstmal eine Herausforderung. Aber ja, das ist Zukunft", sagt er im Gespräch mit ka-news.de. Auch der somit verbesserte Sicherheitsaspekt sei für Gunther ein klarer Pluspunkt. "Der Verkehr gehört aus der Innenstadt raus. man hat ja oft genug gehört, dass jemand überfahren wurde."

Kombilösung Eröffnung: Gunther und Ulrike
Bild: ka-news.de

Kein Fremder in Sachen "Kombilösung" ist wiederum Ascan Egerer,  ehemaliger Technischer Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaften Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK), der dem Redaktionsteam zufällig im U-Bahn Schacht begegnet. "Das ist emotional ein ganz toller Tag, zu sehen, dass es funktioniert", so Egerer.

Ascan Egerer
Bild: ka-news.de

"Es bringt nicht die Lösung, die man gesucht hatte"

Auch Irene Tasch ist von der neuen Kombilösung fasziniert. "Endlich ist es mal soweit", sagt sie erfreut. Besonders gut empfindet sie die neue Fußgängerzone an der Oberfläche, die sich durch die Kombilösung nun fernab des Bahnverkehrs voll entfalten könne. Selbst die Tatsache, dass das Projekt 1,5 Milliarden Euro gekostet hat, empfindet die Bahnfahrerin als  weniger dramatisch.

"Über die Jahre berechnet ist das, denke ich, in Ordnung", sagt sie. 

Kombilösung Fahrgäste: Irene Tasch
Bild: ka-news.de

Etwas kritischer sieht es der Fahrgast Andre Witt. "Dafür, dass sie so lange gebraucht haben, sieht es ganz gut aus. Ich weiß aber nicht, ob das mit der Unterführung wirklich dann so einen Unterschied macht", erzählt auf Nachfrage der Redaktion. Auch, dass der neue Fahrplan nicht gut aufeinander abgestimmt sei, sieht er als "nicht ganz gelungen" an. "Vieles überschneidet sich. Das bringt dann auch nicht wirklich die Lösung, nach der man eigentlich gesucht hatte.

Kombilösung Fahrgäste: Andre Witt
Bild: ka-news.de

 

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