Die Wohnbebauung im neuen Stadtteil Südstadt-Ost ist mittlerweile in großen Teilen fertig gestellt. Doch noch immer gibt es eine große Baustelle zwischen der Ludwig-Erhard-Allee und der Marie-Juchacz-Straße. Hier sehen die Stadtplaner einen Stadtpark mit einem Grünzug in Richtung Westen vor. Es soll der dritte "grüne Finger" in der Stadt Karlsruhe werden.

Erholungsfläche für die östliche Südstadt

Die Idee einer großen zusammenhängende Grünfläche entstammt einem Ideenwettbewerb der Bundesgartenschau von 2001. Vom Mendelssohnzentrum bis zum Otto-Dullenkopf-Park soll sich der Park ausdehnen und damit einer Fläche von knapp neun Hektar belegen.

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"Der Park ist die wohnungsnahe Erholungsfläche für die neue Bebauung der östlichen Südstadt", beschreibt Helga Riedel, Sprecherin beim Presseamt der Stadt, die Pläne. Dazu sind im Park neben einer großen Kinderspielfläche auch zwei Wasserflächen geplant. Im Westen, nahe der Henriette-Obermüller-Straße, soll eine 1.200 Quadratmeter große Wasserfläche entstehen. Hinzu kommen hier noch eine 250 Quadratmeter große wechselfeuchte Schilfzone am Rand des Sees.

Voraussichtlich 2019 entsteht im östlichen Teil des Stadtparks noch eine zweite Wasserfläche. Doch hierzu müssen erst die Tennisplätze an der Stuttgarter Straße verlagert werden, so Riedel weiter. 

2017 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein

Trotz einer nahen Schule und eines Kindergartens hat man bei der Stadt keine Sicherheitsbedenken. "Die Wasserflächen unterscheiden sich in der Frage der Sicherheit nicht von anderen Parkanlagen der Stadt. Die Ufer werden entsprechend flach ausgeprägt", erklärt Riedel.

Für Schatten sollen rund 270 Bäume sorgen, die im Stadtpark und auf der Esplanade gepflanzt werden. "Es entsteht der Gesamteindruck, dass der Stadtpark direkt in die außerhalb von Karlsruhe liegende Landschaft übergeht", schreibt die Stadt in einer Publikation zur Planung.

Wenn die Erdarbeiten abgeschlossen sind, werden im kommenden Winterhalbjahr 2016/17 die ersten Pflanzen gesetzt. Für Ostern 2017 strebt die Stadt den Abschluss aller Arbeiten an, dann kann die Bevölkerung den Park nutzen.

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