Für die Obergeschosse sei die Planung nun fast fertiggestellt, sodass hier in weiten Teilen Baufreiheit herrsche. "Gelöst werden konnten mit Unterstützung der städtischen Fachberater kritische Punkte wie die Sprinklerplanung, die Entrauchungsschächte und die Schachtausfädelungen", so die Stadt Karlsruhe in einer Pressemeldung. 

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© Paul Needham / www.paulneedham.de | Bild: Paul Needham

Planung in den Obergeschossen fast fertiggestellt

Für die Gewerke Sanitär, Lüftung, Heizung, Kälte und Elektro wurden die noch fehlenden Teilbereiche erarbeitet, auf die die Sprinklerplanung und die Schachtbereiche noch abgestimmt werden mussten.

In Seminarräumen wurde die Decke abgehängt, um unterhalb Platz für die Lüftung zu schaffen
In Seminarräumen wurde die Decke abgehängt, um unterhalb Platz für die Lüftung zu schaffen | Bild: SSP/Stadt Karlsruhe

"Noch nicht vollständig konnten dagegen die Herausforderungen in den Foyerbereichen der Untergeschosse bewältigt werden", so die Stadt weiter. Für die unteren Geschosse bestehe noch Abstimmungsbedarf zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen der Planung.

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Die reinen Installationen sind planerisch untergebracht, jedoch müssen - darauf aufbauend - Anpassungen auf Grund der Deckenüberlastung vorgenommen werden, heißt es weiter. Zudem müsse man "statisch notwendige Ertüchtigungsmaßnahmen in den kritischen Bereichen" ausarbeiten.

Lösungen für "kritische Punkte" gefunden

Besonders für die "kritische Punkten" seien aber mittlerweile "umsetzbare Lösungen" gefunden worden. Darüber informierte Baubürgermeister Daniel Fluhrer nach Angaben der Stadt das gemeinderätliche Begleitgremium zur Stadthallen-Sanierung am Dienstag.

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"Aufgrund der Komplexität der Baumaßnahme und den anfänglich zahlreichen Überschneidungen bei der Planung der Haustechnik" habe man demnach in den vergangenen Monaten mit "zusätzlichen qualitätssichernden Maßnahmen an den Herausforderungen des Projekts" gearbeitet.

"Die Stadt ist nach wie vor mit Hochdruck daran, die bisherige Schieflage des Projekts zu korrigieren", so Fluhrer.

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Bürgermeister Fluhrer im Interview
Baubürgermeister Daniel Fluhrer | Bild: Hammer Photographie

"Nach den ersten erfolgreichen Schritten hin zu einer funktionierenden Baustelle, werden wir die Kräfte unserer städtischen Fachleute und die der externen Beteiligten nun nochmals verstärkt bündeln, mit dem Ziel, zum Sommer in den geregelten Bauablauf zu kommen."

Zeit- und Kostenplan noch nicht vorhersagbar 

Damit das gelingt,habe man beschlossen, alle beteiligten Planer vorübergehend in einem großen Arbeitsraum auf der Baustelle zusammenzubringen. So können offene Fragen und die Ergebnisse an Ort und Stelle mit den Vorgaben des tatsächlichen Baubestandes abgeglichen und notwendige Änderungen abgestimmt werden.

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"Seriöse und belastbare Aussagen zu Fertigstellungstermin und Kostenentwicklung sind jedoch weiterhin erst dann möglich, wenn eine Gesamtplanung vorliegt und die ungestörten Arbeiten auf der Baustelle begonnen haben", sagt Bürgermeister Fluhrer. Oberstes Ziel bleibe, die Modernisierung der 40 Jahre alten Stadthalle "so zügig wie möglich zu Ende zu bringen".

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ka-news.de-Hintergrund: Die Tücken der Stadthallen-Sanierung

Der Bau der Stadthalle wurde 1985 fertiggestellt. Nun ist sie in die Jahre gekommen und muss umfassend saniert werden. 2017 fand dort die letzte Vorstellung statt, 2020 - nach rund zwei Jahren Bauzeit - sollte die Modernisierung dann abgeschlossen sein.

Doch der Zeit- und auch der Kostenplan mussten schon mehrmals nach hinten verschoben werden, aktuell soll die Sanierung 2021 fertig sein. Die Gründe dafür sind vielfältig, So muss die Stadthalle mit einer neuen, energieeffizienten Technik ausgestattet werden.

Dies muss in den Technikflächen und Schächten des Bestandsgebäudes realisiert werden. Das Problem: Moderne Lüftungsgeräte sind im Vergleich deutlich größer als die Geräte, die vor 40 Jahre eingebaut wurden - und der Platz wurde knapp. Zusätzlich kommen nach heute geltenden Normen und Richtlinien weitere Anlagen für den Brandschutz und die Entrauchung hinzu.

Ein weiterer Grund für die aufwändige Sanierung: Während des Baus der Stadthalle wurde laut Stadtverwaltung von den ursprünglichen Planungen abgewichen. Die alten Planunterlagen können daher nicht ausschließlich als Grundlage verwendet werden.

Auch die Statik des Gebäudes sei - vor 40 Jahren - nur für die damaligen Lasten optimiert worden. Zusätzliche Lasten seien nicht oder nur mit zusätzlichen statischen Maßnahmen möglich.

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