Planungen für eine neue Stadthalle gab es bereits seit 2006. Nachdem die immerhin 30 Jahre alte Stadthalle bislang nur technisch instand gehalten wurde, soll es jetzt losgehen. Die Halle selbst ist Eigentum der Stadt, welche das Gebäude dann zur Durchführung von Messen, Ausstellungen, Kongressen, Tagungen, kulturellen und sonstigen Veranstaltungen der Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH (KMK) verpachtet. Aus diesem Grund ist sie für die Modernisierung verantwortlich. 

Pünktlich zum 1. Juli soll die Modernisierung der in die Jahre gekommenen Halle starten. Am Freitag öffneten sich die Türen für Besucher zum letzten Mal - zumindest in den nächsten 26 Monate. In dieser Zeit müssen die Veranstaltungen auf alternative Räume, wie beispielsweise die Gartenhalle ausweichen. 2020 soll die Halle dann wieder zur Verfügung stehen. 

"Wichtig für den Kongressstandort Karlsruhe"

Es sei ein harter Weg gewesen, die Politik von dem Projekt zu überzeugen, erinnert sich Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz am Schließtag der "alten Stadthalle". Eine gute, modern ausgestattete Halle sei wichtig für den Kongressstandort Karlsruhe und die Region, da ist sich die Bürgermeisterin sicher.

Modernisierung der Karlsruher Stadthalle

58 Millionen Euro gab der Karlsruher Gemeinderat am Ende für die Modernisierung der Halle frei. "Das ist gut angelegtes Geld für den Wirtschaftsstandort Karlsruhe", erklärt Luczak-Schwarz. Die Stadthalle ist nach ihrer Auffassung aber nicht nur aus wirtschaftlicher, sondern auch gesellschaftlicher Sicht von Bedeutung. 

Auch Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH (KMK), sieht die Notwendigkeit eines "Faceliftings" der Karlsruher Stadthalle. Man wolle das Haus in die Zukunft führen, so die KMK-Chefin. Bis 2020 sollen und müssen die Bauarbeiten dann auch abgeschlossen sein. "Wir haben bereits erste Buchungen und Verträge für 2020 geschlossen", freut sich Wirtz. 

 

Freier Kubus in vielen verschiedenen Farben

In den etwas mehr als zwei Jahren Bauzeit haben sich die Verantwortlichen so einiges vorgenommen. Drei wichtige Bausteine hat das Projekt: Verbesserung des Brandschutzes, eine modernere Haustechnik und eine optische Modernisierung der Säle und des Foyers. "Die Stadthalle ist ein Kind seiner Zeit, nicht nur optisch, sondern auch vom Technischen her", erklärt Andres Ringle vom Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft. 

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Das Äußere der Stadthalle wird sich im Zuge der Bauarbeiten nur in Details verändern. So soll es unter anderem Fluchtwege auf dem Dach geben. Deutlicher werden die Veränderungen im Inneren der Stadthalle. Ein ganzes großes Thema: Licht, betont KMK-Chefin Wirtz. Der große Kubus im Foyer, in dem der Weinbrennersaal untergebracht ist, freigestellt werden. Mittels LED-Lämpchen, so der Plan, soll es nach Abschluss der Bauarbeiten möglich sein, den Kubus in verschiedenen Filmen anzustrahlen. 

Ansonsten wollen die zuständigen Architekten auf der bereits vorhandenen Grundstruktur der Stadthalle aufbauen. Die Holzoptik und die roten Elemente sollen im Zuge der neuen Planung weichen. In allen fünf Sälen soll zudem die Beschallungs- und Bühnentechnik nachgerüstet werden. Im Brahms- sowie dem Weinbrennersaal soll zudem die Decke neu gestaltet, der Boden aufgearbeitet und Rottöne aus der Architektur verbannt werden. 

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Die Stadthalle ist neben der Gartenhalle, der Schwarzwaldhalle und des Konzerhauses Teil des Karlsruher Kongresszentrums. Sie bietet in fünf Veranstaltungssälen Platz für maximal 4.000 Personen. Hinzu kommen fünf Konferenzräume für bis zu 530 Personen.
 
 
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