Überraschendes Hochwasser oder der verspätete Einsatz der Warn-App "Nina". Deutschland will bei Alarm-Meldungen für den Ernstfall Stück für Stück besser werden.  Aus diesem Grund findet seit dem Jahr 2020 der bundesweite Warntag statt. Karlsruhe wird da keine Ausnahme sein. Aber was versteht man unter "Ernstfall"?

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Wann gibt es Warnmeldungen?

Laut der Webseite "Warnung der Bevölkerung" sollen die Warnungen dann erklingen, wenn einer folgenden Fälle eintritt:

  • Naturgefahren
  • Gefährliche Wetterlage
  • Waffengewalt und Angriffe
  • Unfälle in Chemiebetrieben
  • Störungen des Verkehrs
  • Stromausfall
  • Ausfall der Versorgung
  • Krankheitserreger
  • Radioaktivität
  • Feuer

"Mit jeder Warnung erhalten Sie in der Regel Empfehlungen, was Sie zu Ihrem Schutz tun können oder wo Sie weitere Informationen erhalten. Darüber hinaus hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Tipps und Checklisten für die Vorsorge zusammengestellt. Alle Broschüren können Sie von der BBK-Webseite herunterladen", heißt es dazu auf der Webseite "Warnung der Bevölkerung", auch bekannt als IFS Projekt.

Bundesweiter Warntag in Karlsruhe
Bild: Melissa Betsch

Wie wird am Warntag 2022 gewarnt?

Warnungen sollen und müssen möglichst viele Personen erreichen. Darum wird der Alarm am 8. Dezember, um 11 Uhr, über verschiedene "Warnmittel" übertragen. Warnmittel sind zum Beispiel Radio, Social Media, Warn Apps, TV-Geräte, Lautsprecherwagen und Sirenen. 

"Die Probewarnmeldung wird erstmals auch über Cell Broadcast verschickt und darüber rund die Hälfte aller Handys in Deutschland direkt erreichen", heißt es vonseiten des ISF. 

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Zeitgleich werden über das Modulare Warnsystem (MoWaS) die Warn-Apps (zum Beispiel Nina) ausgelöst, eine Probewarnmeldung an die Rundfunkanstalten und Onlineredaktionen der Zeitungen versendet und vorhandene Sirenen aktiviert. Auch in Karlsruhe sollen am bundesweiten Warntag 2022 die Sirenen heulen. 

Falls die Sirenen an einem Aufenthaltsort nur schlecht oder gar nicht gehört werden, können die Bürger im Nachgang eine Mail an sirene@karslruhe.de senden. "Bitte wählen Sie keine Notrufnummern – diese sind für Notfälle freizuhalten", heißt es dazu auf der Seite der Stadt Karlsruhe.

Wer warnt am Warntag 2022?

Je nachdem welche Gefahrenlage droht, muss die Warnung von unterschiedlichen Behörden durchgeführt werden. Das heißt bei einem Cyberangriff würde das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) würde wiederum bei Kriegsgefahren warnen, zum Beispiel bei einem Raketenangriff. Bei einigen Situationen geben auch mehrere Behörden Warnungen und Gefahreninformationen heraus.

In Karlsruhe wirken im Ernstfall Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen mit, die durch das Technische Hilfswerk (THW) und die Bun­des­wehr unter­stützt werden. Dazu gehören:

  • Feuerwehr
  • Arbeiter Samariter Bund
  • Deutsches Rotes Kreuz 
  • Johanniter
  • Malteser
  • DLRG
  • Bergwacht
  • Technisches Hilfswerk
  • Bundeswehr

Mehr Infos über Verhaltensweisen im Not- beziehungsweise Störfall gibt es auf der Seite der Stadt oder hier:

Dateiname : Verhaltensweise im Störfall Karlsruhe
Dateigröße : 109805
Datum : 24.11.2022
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Verhaltensweise im Störfall Karlsruhe