Musik ist die Triebfeder ihres künstlerischen Schaffens. Eigentlich braucht man Karlsruhes beste Sängerin Sandie Wollasch, die erfolgreiche Popsängerin mit der kleinen Jazzseele, nicht mehr vorzustellen.

Über 25 Jahre im Geschäft

Seit über 25 Jahren im Profigeschäft unterwegs und mit Musik groß geworden (Papa Jochen Wollasch ist langjähriges Mitglied der bekannten Karlsruher Kapelle "The Moonlights"), dazu mit einer außergewöhnlichen Stimme gesegnet, hat die 50-jährige Künstlerin schon mit Größen wie Hellmut Hattler, Edo Zanki oder Joo Kraus auf der Bühne gestanden und Bands wie Six Was Nine, 4 Your Soul, DePhazz, Triband oder Tab Two ihren Stempel aufgedrückt.

Sandie Wollasch
Bild: Hans-Joachim Of

Am Donnerstag, 23. Juni, hat Sandie Wollasch, die im Spätjahr ihr neues, Langspielwerk "Better" veröffentlicht hatte, wieder ein Heimspiel und eröffnet zusammen mit der fünfköpfigen Klassik-Formation "Spark" das Zeltival im Tollhaus Karlsruhe. Konzertbeginn ist um 20.30 Uhr, ein besonderes Klangerlebnis ist garantiert.

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Wie meinte Jazzgröße Nils Landgren, zur Kollegin befragt: "Sandie ist ein Freigeist mit einer großartigen Stimme, deren Ausdruckskraft über die Jahre noch an Tiefe gewonnen hat. Hier singt eine Frau, die weiß, was sie will und das gesamte Spektrum an Emotionen beherrscht". Genau wie das Kammermusik-Ensemble Spark, das neue Musik und klassische Werke in eigener Neuinterpretation darbietet, genießt es die Lokalmatadorin, sich immer wieder neu zu erfinden, ihre Leidenschaft auf der Bühne auszuleben und die Funken sprühen zu lassen.

"Super Natural"

Dabei setzen die sechs Künstler beim "Super Natural“ betitelten Ereignis, wie es in einer Info heißt, "mit viel Gespür auf einen spannenden Stilmix aus Klassik, Pop, Jazz, Folk und Avantgarde." Songs, die den Mensch in Verbindung zur Natur setzen, hüllen sie in ein aufregendes Klanggewand.

Sandie Wollasch
Bild: Hans-Joachim Of

Dazu gehören Pop-Hits, Jazzstandards und Filmmusiken wie "Dust in The Wind", "Norwegian Wood", "Light My Fire", "Orange Colored Sky" und "Moon River", aber auch Unbekanntes und bislang Ungehörtes aus verschiedenen Epochen und Genres. Die originellen Arrangements sind passgenau auf die außergewöhnliche Stimme von Sandie Wollasch zugeschnitten.

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Gleichzeitig bringen sie die beeindruckende Virtuosität und die schier endlosen Klangvariationen von Spark voll zur Geltung, schöpft die Gruppe doch aus einem reichen Instrumentarium von bis zu vierzig Instrumenten.

Publikum darf sich freuen

Dabei reicht die Palette von der zwanzig Zentimeter langen Flöte über Violine, Viola, Klavier und Melodica bis zum zwei Meter hohen Vierkantbass. Im Programm "Super Natural" geht es um das Naturerlebnis im weitesten Sinn, aber auch um die ambivalente Beziehung zwischen Mensch und Natur im Spannungsfeld zwischen echter Natürlichkeit und permanentem Eingriff.

Sandie Wollasch  während ihrem Konzert im Tollhaus.
Sandie Wollasch während ihrem Konzert im Tollhaus. | Bild: Hans-Joachim Of

Gemeinsam mit dem Karlsruher Publikum im großen "Zeltsaal" durchlaufen Sandie Wollasch und die Formation Spark einen langen Tag von der Morgendämmerung bis in die tiefe Nacht. Dabei regen unterschiedliche Stimmungsbilder zum Nachdenken an oder laden zum Träumen und Schwelgen ein.

Die Natur wird dabei zum stillen Betrachter des menschlichen Alltags mit all seinen Höhen und Tiefen. Somit feiert das Programm der sechs Musikerinnen und Musiker mit seiner unterschiedlichen Naturbetrachtung vor allem auch das Leben mit allen Farben und Facetten.

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Das Projekt von Sandie Wollasch & Spark wurde durch ein Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert. "Das Publikum darf sich auf ein abendfüllendes Erlebnis mit Songs, Evergreens und Chansons aus Klassik, Pop, Jazz und Avantgarde im Spiegel der Natur freuen", hatten Britta Velhagen und Bernd Belschner vom Kulturzentrum Tollhaus angemerkt.